Auszüge und Quellennachweis:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,600191,00.html
Pentagon verweigert Ehrung für traumatisierte Soldaten
Von
Julia Jüttner
Sie sind kriegsversehrt, fürs Leben gezeichnet: Tausende US-Soldaten kehren psychisch geschädigt aus dem Irak oder aus Afghanistan heim……..
Traumatisiert – oder Simulant?
Er träume jede Nacht davon, wie Menschen getötet werden, sagte Irak-Veteran Kevin Owsley dem Blatt. Er gilt als suizidgefährdet. “Das ist eine Verletzung, die ich als Soldat erlitt”, so Owsley, wütend über den Pentagon-Beschluss.
Der Grund für die hohe Zahl psychisch kranker Veteranen ist nach Meinung von Experten die besondere Kampfsituation in den aktuellen Krisengebieten. Die Soldaten erleben
das Töten aus allernächster Nähe, lebten in einer
permanenten Bedrohungssituation. Oft ist es zudem unmöglich,
Freund von Feind zu unterscheiden.
PTSD-Symptome treten oft erst Monate nach Ende eines Einsatzes auf, weil die Betroffenen sie zunächst nicht bemerken oder verdrängen. Viele Veteranen quälen sich mit Depressionen, Schlaflosigkeit, Alpträumen, Flashbacks, Überreiztheit und extremen Angstzuständen. 30 bis 40 Prozent aller Kriegsheimkehrer leiden unter PTSD-Symptomen. Diese wiederum führen schnell auch zu gesellschaftlichen Folgen:
Alkoholismus, Drogensucht, Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Scheidung – und Suizid, der extremsten Konsquenz von einer PTSD.
33.923 US-Soldaten nach Irak-Einsatz geehrt
Das Purple Heart wird Soldaten verliehen, die im Kampf durch den Gegner – oder den Angehörigen gefallener Soldaten überreicht.
John E. Bircher,Verband “Order of the Purple Heart”:
“
Man muss im Krieg durch die Waffe eines Feindes der Vereinigten Staaten verwundet worden sein:
Blutvergießen ist das Kriterium!”
Quellennachweis:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,600191,00.html
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Auszüge und Quellennachweis:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,564996,00.html
Vom Helden zum Wrack
Von
Marc Pitzke, New York
Im Krieg gelten sie als Helden, zurück zu Hause versinken sie in Verzweiflung: Immer mehr US-Kriegsveteranen nehmen sich nach der Rückkehr von der irakischen Front das Leben. Experten sprechen schon von einer “Selbstmord-Epidemie” – Hilfe gibt es bisher wenig.
AP/ The Army Times
US-Soldat Dwyer bei seiner berühmten Rettungsaktion im Irak 2003: Selbstmord aus Überforderung.
Der Mann, der am Mittwoch stockend als Zeuge vor dem US-Kongress auftrat, schien ein völlig anderer Mann zu sein als der, der am 5. Februar, wie er es selbst sagt, “durchknallte”.
Da rannte Elliott in Silver Spring, einem Vorort Washingtons, sturzbetrunken auf die Straße, brüllend, mit einer geladenen Smith & Wesson herumfuchtelnd. “Wollt Ihr mich erschießen?”, forderte er die Polizisten heraus, die ihn aus der Entfernung ins Visier nahmen. “Erschießt mich!” Erst nach 20 Minuten setzte ihn der Taser-Stromschlag eines Cops außer Gefecht.
“Es ist eine Tragödie”
Elliott hatte Glück im Unglück. Doch
Tausende andere Veteranen gehen ungehindert in den Freitod, auf diese oder herkömmliche Weise, mit Schlaftabletten, dem Strick, Schusswaffen:
Suizid, so Experten, ist zu einer regelrechten Epidemie unter US-Kriegsheimkehrern eskaliert. Inzwischen beschäftigt dieses Phänomen auch den Kongress – so am Mittwoch den Veteranen-Ausschuss des Repräsentantenhauses. “Der Verlust von nur einem einzigen Veteran durch Selbstmord”, sagte dessen Vorsitzender, der Demokrat Bob Filner, “ist eine Tragödie”.
Eine unaufhaltsame Tragödie, die schon nach dem Vietnam- und dem Korea-Krieg an der Heimatfront um sich griff. Das Problem ist bis heute auch deshalb so schwer in den Griff zu bekommen, da es mangels zentraler Erfassung keine offiziellen Zahlen gibt. Nach Ausschuss-Informationen verüben derzeit im Monat etwa tausend Irak- und Afghanistan-Heimkehrer Selbstmordversuche – rund 12.000 pro Jahr.
Die Veteranenbehörde VA teilt diese Schätzung in internen E-Mails, die der TV-Sender CBS enthüllte. Nach außen hin bestätigt die VA im Schnitt 18 Veteranen-Selbstmorde pro Tag – mehr als 6500 im Jahr. Auch das ist schon viel: Es wären 21 Prozent aller US-Selbstmorde – wobei die Veteranen gerade mal zehn Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen.
Alkoholismus, Drogensucht, Arbeitslosigkeit
Quellennachweis:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,564996,00.html
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Es ist eine alte Wahrheit, dass man in der Poltik oft vom Feinde lernen muss
Wladimir Iljitsch Lenin
“Und wenn der Feind die eigene Staatsregierung- das Vaterland ist…..”
Soldaten (Menschen- sorry Männer- Aus- Abschussware des Staates) vor Gebrauch dressieren und abrichten- nach Gebrauch fortwerfen….
“Ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen Gruppen, Kräfte oder Größen bestimmte Vorschläge, Maßnahmen usw. vertreten, sollte man stets die Frage stellen: Wem nützt es?”
Wladimir Iljitsch Lenin