Umfrage zur Situation von Menschen mit Intersexualität

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Freitag, 20. Mai 2011
 
Grüne fordern rechtliche Gleichstellung intersexueller Menschen

Berlin – Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen wollen intersexuelle Menschen rechtlich gleichstellen. In einem entsprechenden Antrag haben die Abgeordneten, die Bundesregierung aufgefordert, die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Personenstandsgesetz zu ändern, damit das Geschlecht intersexueller Menschen in der Geburtsurkunde eingetragen werden kann.

Zudem müssten die gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden, damit in offiziellen Statistiken bei der Angabe zum Geschlecht nicht nur nach Mann und Frau unterschieden werden könne, heißt es in dem Antrag.
 

Nach dem Willen der Grünen soll künftig außerdem verhindert werden, dass Ärzte die Genitalorgane intersexueller Kindern prophylaktisch entfernen und verändern. Darüber hinaus fordert die Fraktion, die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen um das Thema Intersexualität zu erweitern und die Aufbewahrungsfristen der Krankenakten bei Operationen im Genitalbereich auf 30 Jahre ab Volljährigkeit zu verlängern.

Die Grünen plädieren weiterhin dafür, ein unabhängiges Beratungs- und Betreuungsangebot für intersexuelle Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie deren Eltern zu schaffen. „In den Schulen muss das Thema Intersexualität zudem ein fester Bestandteil des Unterrichts in den Fächern Biologie, Sozialkunde und Ethik werden“, so die Abgeordneten.

 

Umfrage zur Situation von Menschen mit Intersexualität

Sehr geehrte Teilnehmende,

der Deutsche Ethikrat erarbeitet als ein von der Bundesregierung und vom Deutschen Bundestag eingerichtetes unabhängiges Sachverständigengremium derzeit im Auftrag der Bundesregierung eine Stellungnahme zur Situation der Menschen mit Intersexualität in Deutschland.

Diese Stellungnahme soll auf der Fortsetzung des Dialogs mit den Betroffenen und ihrer Selbsthilfeorganisationen fußen, der mit der Veranstaltung des Deutschen Ethikrats „Intersexualität – Leben zwischen den Geschlechtern“ im Juni 2010 begonnen wurde.

Ziel der Stellungnahme ist es, die Situation und die Herausforderungen für Menschen mit Intersexualität differenziert aufzuarbeiten. Dafür ist neben ärztlichen, therapeutischen, sozialwissenschaftlichen und juristischen Stellungnahmen vor allem die Perspektive der Betroffenen von besonderer Bedeutung. Um die Erfahrungen und Sichtweisen betroffener Personen aufgreifen zu können, wenden wir uns an Sie mit der herzlichen Bitte, diesen Fragebogen auszufüllen.

Die Beantwortung der Fragen wird etwa 45 Minuten in Anspruch nehmen. Der Fragebogen wird online ausgefüllt. Alle Angaben sind freiwillig, anonym und ein Rückschluss auf einzelne Personen ist ausgeschlossen. Die Leiste oben rechts auf der Seite zeigt den Fortschritt in der Bearbeitung an. Ihre Angaben werden nach Ausfüllen der letzten Seite abgesendet. Sie erhalten auf der vorletzten Seite einen entsprechenden Hinweis.

Falls Sie zu einer Frage keine Angabe machen möchten oder diese nicht beantworten können, lassen Sie diese bitte unbeantwortet.

 

Für Rückfragen können Sie sich in der Geschäftsstelle des Deuschen Ethikrates an die zuständige Referentin, Frau Dr. Katrin Bentele (Tel: 030-20370524; E-mail: bentele@ethikrat.org) wenden.

 

Für Ihre Bereitschaft zur Teilnahme, die einen wesentlichen und wertvollen Beitrag zur Stellungnahme des Deutschen Ethikrats darstellt, bedanken wir uns sehr herzlich!

Deutscher Ethikrat
Jägerstraße 22/23
10117 Berlin
Tel.: 030-20370242
Internet: www.ethikrat.org

 

Allgemeine Angaben

Für einige Fragen ist es wichtig, Ihr Alter zu kennen, das Geschlecht, dem Sie sich selbst zuordnen, und den medizinischen Befund bezüglich Ihrer Intersexualität. Wir würden es sehr begrüßen, wenn Sie diese Angaben machen könnten.:

 

 

 

http://ww2.unipark.de/uc/Ethikrat_Intersexualitaet/ospe.php3?SES=29730da016d86c537a798af30bb7e1b6

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