Männer immer die Täter? Frauen immer die Opfer?

 

Männer schweigen aus Scham, Angst vor Verhöhnung und Gelächter. Frauen werden bemitleidet – Männer ernten meistens nur Verachtung, Spott und werden als Lügner abgestempelt…ein Kerl kann nicht vergewaltigt werden….Punkt…..Schluss…..Aus….

Es fällt mir sehr schwer diese Zeilen zu schreiben. Ich habe sehr lange gezögert meine Geschichte in Worte zu fassen und sie zu veröffentlichen. Aber ich will Männer helfen, die das gleiche erlebt haben wie ich und sie aus ihren Verstecken- aus ihrer Einsamkeit und Hilflosigkeit herausholen. Männer, die mit ihrem Leben nicht mehr zurechtkommen und vielleicht den Entschluss fassen, den letzten Weg zu gehen, weil niemand da ist, dem sie sich anvertrauen können- niemand der ihnen glaubt- davor möchte ich sie bewahren. Zu viele haben den Freitod bereits als einzigste Rettung aus ihrer zerrissenen Welt gewählt. Sie erhöhen die Dunkelziffer der sexuellen Übergriffe und steigern die Rate der unerklärlichen Selbstmorde bei Männer, weil wir als Opfer von Gewalt meistens alleine dastehen. Wir müssen unbedingt aus dieser Tabuzone heraus.

Ich werde mich jetzt als männliches Opfer bloßstellen- einem Kerl kann das ja nicht passieren??!!!!!!! – wir sind immer die Täter , doch niemals die Opfer.

Ich musste vor einiger Zeit die Hosen herunterlassen und wurde mehrfach nach allen Regeln der Lust vergewaltigt. Ich "durfte" gezwungenermaßen mit einer Frau und ihren beiden Helfern eine verdammt "heiße hr 3 harte Pop(p)- Nacht" verbringen. Mehr möchte ich vorerst nicht darüber nicht sagen.

Bitte meldet euch bei mir, wenn euch gleiches passiert ist oder euch andere Gewalt angetan wurden ist.

Wir müssen endlich aus unseren Verstecken heraus und uns wehren. Bitte helft mir dabei…….

Wir müssen auch an unsere Söhne denken.Ihnen dürfen wir dieses gesellschaftliche Erbe des Tätertums nicht weiter geben.
Auch sie kann es treffen, ein Opfer zu werden- als Junge oder als erwachsener Mann von Frauen missbraucht zu werden. Sie sollen ohne Scham und Scheu darüber reden können und es nicht totschweigen- wie wir es meistens tun- leider sehr oft im wahrsten Sinne des Wortes. Sie dürfen nicht mehr ausgelacht und als Lügner abgestempelt werden, wie es jetzt noch zum üblichen Umgang mit männlichen Opfern passiert.

Kämpfen wir für sie. Bringen wir uns endlich aus dieser Tabuzone heraus…….

Sie sollten sich zu ihrer Wehrlosigkeit als Opfer bekennen können, ohne als unmännlich sich selber zu bewerten und von der Gesellschaft bewerten zu lassen ……

Jens

PS: wir sind keine Versager- auch wenn wir uns so fühlen! Wir wären es, wenn wir das Feld kampflos räumen würden. Diese Genugung dürfenwir den Täter(innen) nicht gönnen, und auch denen nicht, die uns zusätzlich noch als Versager beschimpfen und belachen – oder uns nicht glauben!!!!!

Wann ist ein Mann ein Mann? Wenn er ein Schwein ist ?….. eine Memme,wenn er sich wie ein Schwein behandeln läßt und sich nicht dagegen wehrt….wenn er es sich doch getraut, dann ist er wieder das Schwein?!!!!

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Dem Schweigen Paroli bieten

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http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/nuernberger-stadtanzeiger/dem-schweigen-paroli-bieten-1.431320

Dem Schweigen Paroli bieten – Nürnberger Stadtanzeiger – nordbayern

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6 Gedanken zu “Männer immer die Täter? Frauen immer die Opfer?

    • Ich kenne den Inhalt der Geschichte. Gesehen habe ich den Film allerdings noch nie. Erinnert mich zu sehr an meine Erfahrungen mit gewissen "Damen", die zwar etwas anders verlaufen sind, das Grundprinzip aber recht stimmig ist: frau nimmt sich, was ihr gefällt- wenn nötig mit Hinterlist und Gewalt. Bei Bedarf, wenn er nicht mehr ihren Ansprüchen gerecht wird, schmeißt sie, ihr überdrüssig gewordenes Spielzeug Mann einfach fort- tauscht ihn gegen eine besser funktionierende Ware aus. Und wenn sie später zur der Erkenntnis gelangt, das erste Stofftierchen war doch besser, eröffnet sie eine gnadenlose Hetzjagd auf den Gegenstand ihrer Begierde, um es wieder in ihren Besitz zu bekommen.

      Mein Zwillingsbruder besitzt nach dem Ende meiner ersten Geschichte nur noch eine Niere…..

      Die Anleitung, wie frau böse Kerle behandeln soll, die der Film "Club der Teufelinnen" zum besten gab, habe ich mir aus dem selben Grund verkniffen, anzuschauen. Sie wurde, wie wir alle wissen, weltweit zu einem großen Erfolg. Ob er auch eine solche Begeisterung hervorgerufen hätte, wenn der Rachefeldzug von Männer  gegen ihre Ehefrauen ausgeführt wurden wäre?

  1. Gratuliere zu Ihrem Blog!
    Kennen Sie den Film „Enthüllung“ (Disclosure) mit Michael Douglas und Demi Moore von 1992? Einige Ausschnitte sind auf youtube abrufbar. Ich habe ihn damals als Zwanzigjährige im Kino gesehen.

    Eine leitende Angestellte (Demi Moore), mit der ein mittlerer Abteilungsleiter (Michael Douglas) einmal eine Jugendaffäre hatte (aber schon längst vorbei, er ist inzwischen glücklich verheiratet) trifft diesen Mann später tatsächlich am Arbeitsplatz wieder und ist dann seine Vorgesetzte.
    Nach der Arbeit möchte sie ihn unbedingt verführen und setzt alle nur möglichen Kunstgriffe ein. Er sagt ausdrücklich mehrmals nein und bekommt trotzdem keine Ruhe. Als er zum Schein kurz auf sie eingeht, um sie dann schnell vor dem gewünschten Ergebnis zu verlassen, ist sie bitterböse.

    Daraufhin startet sie einen gemeinen Rachefeldzug, um ihn beruflich und privat zu vernichten. Natürlich dreht sie den Spieß um.

    Es wurde damals ziemlich kontrovers diskutiert, auch die härteren Szenen -- die zwar teilweise hollywoodmäßig -- aber ziemlich hart an der Realität auf künstlerische Art zeigen, wie „frau“ es anstellen muss, um zu ihrem Ziel zu kommen.
    Das Thema „S. Belästigung am Arbeitsplatz“ einmal umgekehrt und das mit Schauspielgrößen.

  2. Hallo Jens,

    ich bin die Frau eines Mannes der vor 9 Jahren auch von einer anderen Frau genötigt oder eigentlich schon Vergewaltigt wurde.
    Er hat sie damals als eine normale Freundin gesehen. Er ist nie davon ausgegangen das sie ihm gefährlich werden könnte, da er ja bereits glücklich mit mir verheiratet war und sie ebenfalls einen Freund hatte.

    Sie hat ihn jedenfalls sehr erniedrigt ( auch durch anpinkeln) und gedemütigt. Beim ersten Mal wurde er noch von seinem besten Stück verraten (was er sich heute noch nicht erklären kann), bei den weiteren Malen hat er dann keinen mehr hochgekommen. Daraufhin hat sie ihn sehr beleidigt. Er nagt noch heute teilweise an den Schäden seines Selbstwertgefühls und vorallem daran das er immer denkt das ihm eh nie jemand glauben würde.

    Ich würde mich über eine Mail von Dir sehr freuen. Ich würde Dir die Sache dann auch etwas besser erklären. Die Geschichte ist aber hier zu lang.

    Viele, liebe Grüße

    Yvonne

    • Hallo Yvonne,
      danke für Deinen Beitrag. Leider fehlt den Männer, die weibliche Gewalterfahrungen- auch in sexuellen Bereich- ausgesetzt wurden und werden, der Mut es öffentlich einzugestehen. Ich kann sie verstehen. Wir werden vom Staat, Medien und diesen „Ed(k)el- Mann- vernichtungs- Emanzen von kleinauf darauf abdressiert, ein Kerl kann von der lieben Edel- Rasse Frau nicht geschlagen, gedemütigt und erst recht nicht vergewaltigt werden. Beim letzteren wird ihm auch noch Lust untertsellt, ohne sie wäre es seinem besten Stück gar nicht möglich zur Sache zu stehen….
      Ich habe hier auch geschrieben wie unser Freund geschaffen ist und wie er- auch ohne unsere Einwilligung, doch zum „mitspielen“ animiert werden kann. Vielleicht hilft es dem angeschlagenen Selbstwertgefühl Deines Mannes ein wenig. Aber ich muss einräumen, es ist nicht leicht, es wieder aufzubauen. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Ich habe den Kampf auch noch nicht gewonnen.
      Ich werde mich bald bei Dir melden

  3. Hallo Jens,
    dass du die Männer aus der Tabuzone herausholen willst, finde ich gut. Ich habe große Hochachtung vor dir, dich zu outen. Allerdings habe ich einige Zweifel, dass von vielen dein Mut aufgebracht wird, sich zu ihren Gewalterfahrungen zu bekennen und sich melden werden.
    Ich wurde nicht sexuell misshandelt, aber Erfahrungen mit Gewalt habe ich auch bereits gemacht. Ich wurde von einer Freundin geohrfeigt, mit einem Besenstiel „bearbeitet“ und habe von ihr einen gepflegten Tritt in die Genitalien erhalten, aber gewehrt habe ich mich nicht dagegen. Ich habe es einfach wie ein Mann oder wie ein Waschlappen ( ganz wie man das beurteilen will) hingenommen. Weil sich Männer gegen das „schwache“ Geschlecht nicht wehren dürfen? Es unmännlich ist? Falscher Stolz? Das Wissen, dass uns IMMER die Mitschuld an den weiblichen Übergriffen angelastet wird.

    Ich drücke dir die Daumen, es werden sich Männer bei dir melden um sich über ihre gewalterfahrungen auszutauschen. Leider nimmt die Presse die Männer als Opfer von weiblicher Gewalt nicht wahr, bzw. will sie nicht wahrnehmen! Sie passen nicht ins Weltbild und müssen verleugnet werden.

    Hoffentlich findest du auch in der Beschneidungssache Männer und Eltern, die sich wirklich um das Wohlergehen ihrer Schutzbefohlenen und deren Rechte auf körperliche Unversehrtheit kümmern und es ernst nehmen. Ich frage mich, ob es schon welche gewagt haben, Anzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung gegen Ärzte zu erstatten. Je mehr den Mund auf machen, desto eher wird sich was ändern. Nur gemeinsam ist in dieser Hinsicht was zu erreichen.

    Macht die Öffentlichkeit weiter auf dieses Problem aufmerksam, letztendlich bezahlen, die VORSÄTZLICH FALSCH gestellte DIAGNOSE, wir alle als KRANKENKASSEN-BEITRAGSZAHLER!!!!

    Und die Ärzte verdienen sich ein nicht zu verachtendes Zubrot. In meinen Augen ist das kriminell und sollte auch so verfolgt und geahnet werden.Warum ist es heute immer noch legitim, es nicht als große Körperverletzung zu betrachten und die Vorhaut immer noch als überflüssiges Stück Haut anzusehen? Hat sich die Natur da einen Fehler erlaubt?

    Ich habe mich hier geäußert, weil ich vielleicht dazubeitragen kann, dass die Männer endlich ihr Schweigen brechen. Ich finde es mutiger und männlicher zu reden als weiter zu schweigen -- das beweist wirkliche Stärke.

    Danny

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