Man/n fällt doch immer wieder auf seine- weiblich raffiniert herausgeforderten Vergewaltigungsgene herein…man/n lernt es wohl nie sich und sie zu beherrschen- man/n macht sich automatisch schuldig als Kerl geboren wurden zu sein- der fraulichen Schläue sei Dank

 

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Marco ein

 

Artikel vom 04.05.2009

Wenige Wochen vor dem möglichen Ende des Prozesses gegen den 19-jährigen Marco Weiss in der Türkei haben die deutschen Behörden ihr Ermittlungsverfahren eingestellt. Es fehle ein hinreichender Tatverdacht.  

Der in der Türkei wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte Marco Weiss aus Uelzen steht in Deutschland nicht länger im Visier der Staatsanwaltschaft. Das Ermittlungsverfahren gegen den 19-jährigen Schüler sei eingestellt worden, sagte heute ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lüneburg. Der Verdacht des sexuellen Missbrauchs habe sich nicht bestätigt.

Weiss steht in der Türkei seit knapp zwei Jahren vor Gericht, weil er dort im April 2007 während eines Badeurlaubs eine damals 13-jährige Britin sexuell missbraucht haben soll. Auf der Grundlage dieser Vorwürfe hatte damals auch die Staatsanwaltschaft Lüneburg ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung oder Vergewaltigung und des sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen eingeleitet. Marco Weiss weist die Vorwürfe zurück. 

Quelle:

http://www.news.de/gesellschaft/51/staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-gegen-marco-ein/1/ :

 

Marco Weiss

Türkischer Staatsanwalt plädiert auf schuldig

 

Artikel vom 05.06.2009

Der deutsche Schüler Marco Weiss könnte in der Türkei wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs verurteilt werden. Der Staatsanwalt hält ihn für schuldig, ein Urteil ist noch nicht gefallen. Der 19-Jährige hatte 2007 für 247 Tage in türkischer U-Haft gesessen. 

Marco saß 247 Tage in türkischer Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, im Osterurlaub 2007 eine damals 13-jährige Britin sexuell missbraucht zu haben, was er bestreitet. Marco spricht von einvernehmlichen Zärtlichkeiten nach einem Discobesuch. Zudem habe das Mädchen ihm gesagt, es sei 15 Jahre alt. 

 

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Quelle:

http://www.news.de/medien/855146866/drogen-schmutz-gewalt/1/ 

 

Wer erinnert sich nicht an Marco, den erst 17-jährigen Uelzener, der fast ein Jahr in türkischer Haft saß? Das war 2007, der Vorwurf lautete Vergewaltigung einer Minderjährigen. Nun hat Sat.1 die wahre Geschichte verfilmt – ein überraschend guter Film.
 

Es beginnt in der perfekten Idylle: Sanfte Gitarrenmusik und Meeresrauschen unterlegen den sonnigen Strand, an dem Marco mit seinen Urlaubsfreunden lachend Volleyball spielt. Nicht weit davon entspannen seine Eltern auf ihren Strandliegen, der freundliche Kellner bringt Cocktails mit Schirmchen und betont nochmal, wie sehr er sich freut, Marcos Familie als Gäste in seinem Land bewirten zu dürfen. «Schon wieder zwei Wochen vorbei», sagt Marcos Mutter, gespielt von Veronica Ferres. «Es war eine schöne Zeit.»

Doch dann passiert etwas, das der Zuschauer sofort als verhängnisvoll einordnet: Der Volleyball fliegt zu zwei hübschen Mädchen, die ihre Strandtücher direkt neben dem Spielfeld platziert haben. Marco läuft hinter dem Ball her und entschuldigt sich für die Störung. Die beiden jungen Damen antworten süß lächelnd im breitesten Manchester-Englisch und der junge Deutsche schaut der kleinen Blonden genau eine Sekunde zu lange in die blauen Augen. Oh oh.

Hormongesteuert und naiv

Es ist seltsam für den Zuschauer, schon zu Beginn die gesamte Geschichte zu kennen. Während die Hauptperson Marco hormongesteuert und ziemlich naiv in ihr Verderben läuft, denkt der Zuschauer sofort an die Berichterstattung von vor vier Jahren: Kaum ein Fall ging so präsent und dauerhaft durch die deutschen Medien wie das Schicksal des 17-jährigen Uelzeners. Im Film tut dieser einem schon nach wenigen Minuten leid, denn eigentlich ist er nur ein unerfahrener Teenager, der sich auf einen Flirt mit einer süßen Engländerin einlässt.

Und die weiß ganz genau, was sie will. «How old are you?», fragt Marco die Kleine, als er sich am Abend schon ein wenig Mut angetrunken hat. «What do you think?», fragt sie keck zurück. Marco denkt an 17 Jahre, später kommt heraus, dass sie erst 13 ist. Im Film geht trotzdem so ziemlich alles von ihr aus, flirten, knutschen, fummeln, die Blondine gräbt wie eine Große. Marco dagegen ist die Schüchternheit in Person. Ob Sat.1 es sich nicht ein bisschen zu einfach und vor allem einseitig macht?

 

Gut, vielleicht kann der Film nur einseitig sein, schließlich wurde ein Buch verfilmt, genauer das Buch vom echten Marco Weiss: Meine 247 Tage im türkischen Knast, veröffentlicht im Herbst 2008. Wenn auch nicht besonders gut geschrieben, ist dieses doch ein sehr ehrliches und durch seine Traurigkeit auch bewegendes Werk geworden. Und so geht es schließlich auch dem Film. Die Produzenten Ica und Michael Souvignier sicherten sich direkt nach Erscheinen des Buches die Filmrechte. Fast drei Jahre später ist ihnen ein gutes Werk gelungen.

Polizei, Verhör, U-Haft

Marco ist also mit der kleinen Engländerin – sie heißt Charlotte und kommt aus Manchester – auf dem Zimmer. Es wird nicht alles gezeigt, aber aus dem, was gezeigt wird, lässt sich schließen, dass nicht viel vorgefallen ist zwischen Charlotte und Marco. Nichts jedenfalls, was ein Dreivierteljahr Gefängnis rechtfertigen würde. Am nächsten Morgen will Familie Weiss eigentlich noch schnell in die Innenstadt von Side, bevor es zurück in die Heimat geht. Aber Marco soll noch einmal an die Rezeption kommen, es gäbe ein Problem. Ab diesem Moment geht es rapide bergab: Polizei, Verhöre, Untersuchungsrichter.

Marco kommt ins Gefängnis. Gewalt, Dreck und Drogen erwarten den Teenager. Marco wird in eine Massenzelle gesteckt, düstere Gestalten mit kaputten Zähnen drohen ihm offen Gewalt an – der kleine Deutsche wird schnell zum Lieblingsopfer.

Ein bisschen Kitsch und Pathos darf sein

Es ist eine Kunst, dass Marco W. – 247 Tage im türkischen Gefängnis so gelungen ist. Obwohl die Story längst bekannt ist, ist der Film wirklich spannend. Vladimir Burlakov spielt den völlig verunsicherten, ängstlichen Teenager, der stotternd vor dem türkischen Gericht aussagt, sehr überzeugend. Klar, dass der Film ab und zu ins Klischeehafte abgleitet, zum Beispiel in der Darstellung des türkischen Gefängnisses: Kaum Licht gibt es da, Dreck und Insekten überall, und natürlich brutale, kaputte Männer, die immer mal wieder losprügeln. Andererseits bleibt die Wirkung der düsteren Bilder nicht aus.

Das gilt auch für den manchmal überschäumenden Pathos: In blassen Rückblenden lässt Marco den Flirt Revue passieren, dann einen eigentlich belanglosen Streit mit der Mutter. Kleinigkeiten, die ihm plötzlich viel bedeuten, weil ihm klar wird, wie sehr ihm seine Familie fehlt. Das ist etwas kitschig, aber die Angst, die Unsicherheit, die Verletzbarkeit des jungen Marco lassen nicht kalt. Schließlich ist die Geschichte wirklich geschehen.

Der echte Marco lebt inzwischen in Hamburg und macht eine Ausbildung zum Rettungssanitäter. Er und seine Familie waren in die Entstehung des Films sehr eingebunden, für sie war es wie eine Therapie, denn eigentlich möchten sie die Geschehnisse aus 2007 nur noch vergessen. Für einen Abend dürfen die Fernsehzuschauer heute Teil der Therapie sein. Schade ist nur, dass Marcos Leben vor und nach seiner Zeit im Gefängnis so radikal ausgespart wird.

Titel: Marco W. – 247 Tage im türkischen Gefängnis
Darsteller: Vladimir Burlakow, Veronica Ferres, Herbert Knaup, u.a.
Sendetermin: Dienstag, 22. März, 20.15 Uhr, Sat.1 

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