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11 Nov
baldige und bessere Hilfe bei Parkinson ??? !!! / Morbus Parkinson
Veröffentlicht unter: Gesundheit...mann-von: ohmannohjens
(eingestellt:ohmannohjens)
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Köln – Ärzte und Wissenschaftler der Uniklinik Köln haben erstmals einen neuen Hirnschrittmacher bei einem Parkinsonpatienten implantiert. Im Gegensatz zu bisherigen Schrittmachern verfügt dieser über acht statt vier Elektroden und lässt sich damit sehr viel genauer regulieren.
Außerdem soll er weniger Nebenwirkungen hervorrufen. Das Team um Volker Sturm und Lars Timmermann von der Uniklinik Köln berichtete anschließend von der erfolgreichen Operation.
Von der Tiefen Hirnstimulation profitierten bislang vor allem Personen mit einem therapierefraktären Morbus Parkinson und einem starken Tremor. Die Stimulation verbessert die Lebensqualität der Behandelten langfristig.
„Der neue Hirnschrittmacher ist ein Meilenstein in der Parkinson-Therapie, da wir nun nicht mehr über vier, sondern über acht Kontakte auf jeder Hirnseite verfügen können“, erklärte Timmermann. So ließen sich Nebenwirkungen wie Sprachstörungen vermeiden, die bisher durch die Reizung von Nachbarregionen hervorgerufen wurden.
Mit dem neuen Hirnschrittmacher sei es außerdem möglich, an jedem der acht Kontakte unterschiedliche Stimulationsprogramme ablaufen zu lassen. Die verschiedenen Hirnregionen seien einzeln stimulierbar.
Somit könnten Ärzte die individuellen Beschwerden eines Patienten, beispielsweise einen Tremor oder einen verlangsamten Bewegungsablauf individuell therapieren, erklärten die Wissenschaftler weiterhin.
Weltweit wird der neue Schrittmacher an 40 Patienten getestet, die Forscher der Uni Köln planen, die Ergebnisse im Laufe des nächsten Jahres auszuwerten und zu veröffentlichen
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Durch sogenannte Entkopplungs-Proteine kann die Produktion des Energieträgers ATP eingestellt werden. Die Energie wird dann als Wärme abgegeben. Menschen mit einem Gendefekt in den Entkopplungs-Proteinen erkranken frühzeitig an einem Parkinson, wie Surmeier ebenfalls an Versuchstieren zeigen kann.
Der Schaden an den Entkopplungs-Proteinen kann derzeit nicht repariert werden. Surmeier hofft jedoch, dass die Aktivität der dopaminergen Neurone durch die Gabe des Kalziumantagonisten Isradipin gebremst werden kann, ohne dass die Schrittmachertätigkeit ausfällt.
Der Wirkstoff ist zur Behandlung der arteriellen Hypertonie zugelassen. Ob er das Fortschreiten des Morbus Parkinson abbremsen kann, wird in den USA derzeit in zwei klinischen Studien untersucht. Eine Studie, die “Safety, Tolerability and Efficacy Assessment of Dynacirc CR in Parkinson Disease” oder STEAD-PD-Studie, wird von der Parkinson Study Group durchgeführt, die andere, Parkinson’s Disease Isradipine Safety Study, hat Surmeier selbst initiiert. Erste Ergebnisse werden im nächsten Jahr vorliegen.
Bis dahin gibt es keinen Grund für den Einsatz von Kalziumantagonisten bei Parkinsonpatienten. Bei einigen Wirkstoffen wie Flunarizin oder Cinnarizin sind sogar extrapyramidale Bewegungsstörungen als Komplikationen beschrieben. Ein bestehender Morbus Parkinson ist deshalb eine Kontraindikation für den Einsatz dieser beiden Kalziumantagonisten.
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