1999- für immer "Gefallene". Ob sich die Politik noch an ihre Kriegsopfer erinnert?

 

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1999

38 TOTE 38 TOTE 38 TOTE

 

Abend ist's, die Sonne ist verschwunden,
Und der Mond strahlt Silberglanz;
So entfliehn des Lebens schönste Stunden,
fliehn vorüber wie im Tanz.
 
Bald entflieht des Lebens bunte Szene,
und der Vorhang rollt herab,
aus ist unser Spiel, des Freundes Träne
fliesset schon auf unser Grab.
 
Bald vielleicht- mir weht, wie Westwind leise,
eine stille Ahnung zu-,
schliess ich dieses Lebens Pilgerreise,
fliege in das Land der Ruh. 
Joachim-Heinrich Campe, 1746-1818

N o r b e r t  H e l m ut  B i t t n e r

Zeiger der Zeit

Die Zeiger der Uhr laufen weiter und weiter…
Die Zeit schreitet unaufhaltsam voran…
Stunde um Stunde vergeht…

Könnten sich die Uhren
Nicht nur für einen Moment rückwärts drehen
Und mir die Möglichkeit geben,
dich ein letztes Mal zu sehen
Und mir die Möglichkeit geben,
Dich ein letztes Mal zu berühren
Und mir die Möglichkeit geben,
Abschied von dir zu nehmen.

Die Zeit schreitet unaufhaltsam voran…

copyright by kurzgeschichten-gedichte.de  

 

M a r k u s  B l a n k

 

Warum?

Warum- das ist die einzige Frage,
die ich mir stelle an jedem Tage!

Warum hat es gerade DICH getroffen?
Warum musstest gerade DU gehen?
Warum wurdest DU mitten aus dem Leben gerissen?
Warum blieb UNS keine Zeit für den Abschied?

Warum?

copyright by kurzgeschichten-gedichte.de  

 

A r n o  B l u m e   

Fallen wie Tropfen,

aussehen wie Tropfen,

mein Leben war nur Traum.

Hideyoshi Toyotomi

F r a n z  B r a n d s t e t t e r   

 

 Seid ihr denn nicht in der Lage, es klar zu sehen?

Unsäglichkeiten, die, auch in unser Namen, geschehen.

  Sie stehen über allen Dingen, vorallem der Gerechtigkeit,

    nehmen, was gefällt, übrig bleiben – Not und Leid.

      Was Richtig ist und was das Falsche, keine Frage –

         mehr von Moral und Handeln, sondern Besitz und Lage.

          Macht, zu entscheiden, wer Freund ist und wer Feind,

            fingieren, finden Vorwand, in Schulterschluss vereint.

              jeder hört Befehl, Instrumente, uns gleichzuschalten,

                kompromittieren, wer sie hindern will, alles zu verwalten.

                  Auf dem Weg zum Gipfel der Macht, ist alles erlaubt,

                    wird dieser mit Toten gepflastert? Alle Ohren sind taub.

                      Lassen wir es weiter geschehn, sind wir vor ihnen gefeit?

                        vielleicht nicht heute, aber für uns kann kommen die Zeit.

                          wahrlich Puppelspieler, Einflüsterung ist Leitkultur,

                            Opportunismus, Streit und Hetze – Wesen ihrer Natur.

                              Eine Welt, in der sie nicht am Einflussreichsten sind,

                                völlig unmöglich, sind sie doch des Schöpfers Kind.

 Nur ein Gedankenspiel – oder hat sich der Mensch jemals so verhalten??

                                                                                                              Marcus Erdmann

 

S v e n  E c k e l m a n n

 

30.5.1999 brach sein letzter Tag in Durrès- Albanien an..

UNFALL

                                                                                              

Innerlich zerrissen, leer und ausgebrannt-

barfuß durch die Hölle -Feuer frißt Verstand!

Zuerst ist da noch Hoffnung,

ein Kämpfer will den Sieg.

Geboren um zu sterben

und mittendrin der Krieg!

Susi Becker

C h r i s t i a n  F a l k 

 

sein Todestag mit 32 Jahren: 12.10.1999  

Kosare – Kosovo / UNFALL

 

            Sinnloses töten

                        Fremde werden Feinde,

                                    unzählige Tote, heimatlose Menschen.

                                            Machtgier

 

            Machtgier

                   Ohnmächtiger Zorn.

                     Kinder ohne Väter,

                          Länder werden neu verteilt.

                                        Tränenmeer

Waltraud Dechantsreiter

C h r i s t i a n  F o h g r u b

„ANGST –MACHT- KRIEG„

Was sie wollen ist MACHT und GELD,
Gas, Gold, Edelsteine,
Ölquellen auf dieser Welt !

Dafür scheuen sie keinen Krieg,
zerreißen Familien in ihrem Sinn,
Väter, Mütter und Kinder mitten drin !

Sie denken sich Geschichten aus,
sähen ANGST und HASS,
hetzen Völker gegen Völker auf,
sehr krass !!

Um Kriege zu führen,
brauchen sie nicht viel,
gut geplant,
mit viel Kalkül !
Üble Religionsfragen,
helfen oft den Krieg herbei zutragen !
Oder auch die Frage der Munition,
das reicht oft schon !

Nun haben die Völker ANGST…
Der Samen wurde gesät,
er wuchert wie ein Krebsgeschwür…
Aber wer kann denn wirklich was dafür ?

Ich sage NEIN !
Zu jedem Krieg,
denn ich habe mich
und auch die anderen Menschen lieb !
JEDER Mensch hat sich doch gern !
Dem einzelnen aus jedem Volk,
liegen Kriege fern,
denn jeder hat liebe Menschen um sich herum,
Kriege führen ist da doch dumm !

Denkt darüber nach,
überall sind Mütter,
Väter und Kinder auf der Welt !
Glaubt ihr denn das ihnen ein Krieg gefällt ?
NEIN, denn es ist die ANGST des Samens…
er wird gesät und oft
ist es dann bald zu spät !

Wenn man die Völker miteinander vereinen kann,
Zusammenhalt,
GEGEN GEWALT,
dann werden auch die Kinder alt !!
Denn was wollen „Sie“ denn tun,
wenn die Völker gemeinsam sagen:
„Wir wollen in Frieden,
in unseren Ländern ruh`n !“

Tamara Wittig

K l a u s  G i l l e ß e n

 

Freiheit am Kindukusch
 
Da kommen sie, die flatratedaddys
 
in die Kriegsgebiete am Kindukusch
 
von Kriegsminister Jung….
 
als Kanonenfutter
 
an die Front geschickt….
 
300 Soldaten der Bundeswehr
 
mit Kampfauftrag
 
und der Lizenz zum töten….
 
als Panzereingreiftruppe
 
unter afghanischer Führung
 
um die Taliban zu vertreiben
 
am Hindukusch
 
aber ein Krieg sei das
 
noch lange nicht
 
so tönt es von Kriegsminister Jung
 
maulgerecht in den deutschen
 
Wahlkampf geschleudert
 
man bewege sich in Operationsgebieten
 
ohne Paralmentszustimmung,
 
die man nur bräuchte,
 
wenn es denn ein wirklicher Krieg wäre…
 
aber dem sei nicht so
 
am Hindukusch
 
wird nur die Freiheit verteidigt
 
die Freiheit der Drogenhändler
 
deutscher Rüstungskonzerne
 
und der korrupten Regierung Karzai,
 
die auch kurz vor wahlen steht
 
so wird der afghanische Freiheitskampf
 
auf gut deutsch geführt
 
was auch die Arbeitsplätze
 
in der Rüstungsindustrie stabilisiere 
 
und dass unser Kriegsminister Jung
 
ein Rüstungslobbyist sei,
 
wäre doch weit hergeholt.
 
Fritz Reutemann

F r a n k  G ö r k e

 

Jeder Krieg ist für mich der Bankrott der Politik.

Gerd Schmückle

T h o m a s- M i c h a e l  G r u b e r t

 

Sein "Falldatum" war am  02.10.1999 in  Kosare- Kosovo. UNFALL

 

Krieg
 
Es wird nicht schlimm, hast Du gesagt
 
                                               Wirst Du warten?
 
                                                              Hast Du gefragt.
 
Dann bist Du losgezogen, in diesen Krieg,
 
                     Doch für wen?
 
                                            Für mich?
 
                                                          Für Dich?
 
Für die, die Dich töteten?
 
Welch Sinn, hat all das Töten?
 
Verkleistert von Parolen, verdummt vom sogenannten Glauben…
 
krankes Hirn unter Islamisten- Hauben, diesmal…und damals, unter Hitlers Schergen.
 
Denn es passiert immer wieder, der Krieg nur die Vorzeichen sind andere.
 
                                                                                      Flieg,
                                                                                               weiße Taube,
                                                                                                                        flieg….
 
                                                                                                      Franziska Mertens

L u d g e r  H e u v e l

 

Traurigkeit
 
Die mir noch gestern glühten, 
Sind heute dem Tod geweiht, 
Blüten fallen um Blüten 
Vom Baum der Traurigkeit. 
Ich seh sie fallen, fallen 
Wie Schnee auf meinen Pfad, 
Die Schritte nicht mehr hallen, 
Das lange Schweigen naht. 
Der Himmel hat nicht Sterne, 
Das Herz nicht Liebe mehr, 
Es schweigt die graue Ferne, 
Die Welt ward alt und leer. 
Wer kann sein Herz behüten 
In dieser bösen Zeit? 
Es fallen Blüten um Blüten 
Vom Baum der Traurigkeit. 

Hermann Hesse

H o l g e r  H o f f m a n n

Mondnacht

 

Es war, als hätt der Himmel

die Erde still geküsst,

dass sie im Blütenschimmer

von ihm nun träumen müsst!

 

Die Luft ging durch die Felder, die Ähren wogten sacht, 

es rauschten leis die Wälder,

so sternklar war die Nacht.

 

Und meine Seele spannte

weit ihre Flügel aus,

flog durch die stillen Lande,

als flöge sie nach Haus.

 

Joseph von Eichendorff

H o l g e r  J a n s s e n

Ein Blatt im Wind-

                      so vielen Stürmen tapfer widerstanden

                                                                    und Dich festgehalten

 

Doch dieser letzte war zu stark

                                         für uns alle –

                                                                                                  und hat Dich von uns fortgetragen………

K a y  J ü r g e n s e n

 

wurde am 30.10.1999, in  Prizren- Kosovo, vom seinem Leben, durch einen UNFALL, mit 31 Jahren fallen gelassen.

 

Jeder Krieg ist ein Sieg der freien  Markwirtschaft ….

                                                                                    ….und die Rüstingsindustrie gewinnt jeden! Krieg…

                                                                                                    …und Frieden wäre eine Katastrophe für sie……

                                                                                   Jens Schmidt

                                                                                

A d a l b e r t  K a r g e r

 

Es lang schon lang ein Toter vor unserm Drahtverhau,

die Sonne auf ihn glühte, ihn kühlte Wind und Tau.

 

Ich sah ihm alle Tage in sein Gesicht hinein, 

und immer fühlt´ich´s fester: Es muss Dein Bruder sein.

Ich sah ihn alle Stunden, so wie er vor mir lag,

und hörte seine Stimme aus frohem Friedenstag.

 

Oft in der Nacht ein Weinen, das aus dem Schlaf mich trieb,

mein Bruder, lieber Bruder – hast Du mich nicht mehr lieb?

Bis ich, trotz aller Kugeln, zur Nacht mich ihm genaht 

und ihn- geholt- begraben – ein fremder Kamerad.

Es irrten meine Augen, mein Herz, Du irrst dich nicht,

es hat ein jeder Toter des Bruders Angesicht.

Heinrich Lersch

W e r n e r  K e l l e r

Lieb Vaterland,
brennt unter stolzgeschwellter Brust.
Ein tödlich´ Schwur
quillt singend über junge Lippen.
Ein letzter Kuss
berührt noch Erde,
die schon nach Rache schreit.
Der Liebsten Bild

Perdita Klimeck        

A n d r e a s  K n y

 

K aptital                                

R echt          

I n

E wigkeitG ewinn

 

M a r g a r e t e  K ö r  n e r

Scherbenlauf

(weltweiter Zustand)

Wie auf Scherben
laufen Bürger unserer Erde,
beklagen das Schwere des Alltags,
die Trostlosigkeit ihres Seins,
das Unfreie ihres Lebens,

sehen
Rechte in der Ferne entschwinden,
begegnen der Ohnmacht
eine bessere Welt für alle
zu schaffen,

sehen,
wie die Apokalypse
sich um den Globus hangelt,
Spuren der Verwüstung als
Schleppe hinter sich herzieht,
Verheerungen herbei führt,
Seuchen aus Verstecken drängt
und Menschen dem Tod überlässt,

sehen,
wie die himmlischen Reiter
seit langem die Erde erschüttern,
endlose Kriege mit Waffen füttern,
Geistliche entlarven, nackt machen,
ihnen den Schein des Besonderen nehmen,
weltweiten Hunger verbreiten und
Kindern kaum eine Chance
zum Entfalten geben,
die Liebe in Klagekleidern
an Herzen vorbei eilen lassen,
blühenden Hass durchs Land jagen
und unterdrückte Massen
zum Überschäumen bringen,
das Elend der Welt schüren,

die Würde des Menschen
in Gräber schaufelt,
mit Scherben bedeckt.

 Heidrun Gemähling 

 

M a r c o  L a n g e r

Post aus der Heimat

 

gespannte Annahme,
schweigend lesen junge Soldaten,
kauern im Verborgenen,
 
gestaute Tränen entleeren sich
über weiche junge Wangen,
fallen in Zeilen der Sehnsucht,
kaum vernehmbare Seufzer
entschleichen so manchem Herzen.
 
Draußen stürmen Schneeflocken
gegen den teuflischen Krieg,
bedecken die Schrecken der Zeit,
tarnen die Abscheulichkeiten
mit einer weißen Decke.
 
Wachen stapfen ihre Runden,
im kalten Schein des Mondes
spielt ein Kamerad wehmütig
auf seiner Mundharmonika
Melodien seiner Kindheit.
 
Heidrun Gemähling

 

T o n i  M ü l l e r

Unheilvoll

dröhnt das Getöse,
in Adern ängstigt sich das Blut,
bangt verzweifelt um sein Leben,
erhofft sich still ein wenig Glück,
 
doch feurig wird der Lüfte Beben,
ungestüm des Krieges Macht,
Soldatenseelen krepieren einsam
auf schlammig' blutigen Wegen,
Sinne dunkeln,
Gedanken verscheiden
entmenscht auf fremdem Boden.
 
Der Tod schleicht triebhaft kalt umher,
kennt auch kein Erbarmen,
greift lüstern gierig nach der Beute,
beschwört im Schatten des Unheils
triumphierend seinen Sieg.
 
Ist nie Verlierer.
 
Heidrun Gemähling

M i c h a e l  M u l z

 

Heldenfriedhof
 
Soldaten,
als Helden in
fremder Erde begraben,
 
Kreuze erinnern
an Mut und Tapferkeit
Verblendeter,
die den Wahn
nicht erkennen konnten,
blindwütig gehorchten,
ihren Eid erfüllten,
sich heldenmütig
ins Gefecht treiben ließen,
befohlene Feindseligkeit
den Alltag bestimmte
und eigene Liebe blockierte.
 
Wollten sie das wirklich?
Wollten sie so zu Helden werden?
 
Heidrun Gemähling

 

A n d r e a s  P i e r s a n t i

Er durfte nur 26 Jahre alt werden. Sein Todestag in Berlin, war am 14.04.1999. "Fall"ursache unbekannt.

 

Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen,

zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.
(Paul Valery, frz. Schriftsteller, 1871-1945)
 

 

G e r h a r d  R  e i s s

 

Soldatenbriefe
 
Versteckt in Briefen
schmiegte sich Hoffnung
eines jungen Soldaten
der mörderisches Tun
hautnah erlebte und
voller Sehnsucht im
Grauen des Hasses
an ein Wiedersehen
mit der Mutter glaubte
 
Tränen fielen
trockneten auf Zeilen
die den Trennungsschmerz
eines einsamen Kindes in
der Ferne verdeutlichte
doch eines Tages sein
teures Leben der
Sinnlosigkeit
opfern musste.
 
Heidrun Gemähling

E r w i n  S ä n g e r

Wartezeit

 
Warten, warten,
immer nur warten,
warten auf den Feind.
 
Geräusche in der Ferne –
 
schauderliche Ängste,
bebende Gefühle,
verzeifelte Gedanken
drängen durch die Seele,
angespanntes Schweigen,
furchtvolle Blicke
gleiten über die Senken
verstaubter Erde
zu den verpanzerten
Kameraden.
 
                         Warten, warten,
                                              immer nur warten auf
 

                          den Feind,

 

                               den Krieg,

 

                                  das Grauen,

 

                                             den Tod                                                                                                                                                                                                                     

                                                                                                            Heidrun Gemähling

K a y  S a s s

 

Kriege opfern doch nur Leben
 
Es kommen die Soldaten
mit Gewehren und mit Spaten,
ziehen grabend sich durchs Land,
zu ihrem Schutz und Unterstand.
 
Dröhnend die Bomben fallen,
nebenan Kameraden zerknallen,
letzte Gedanken – letzter Schrei,
wieder ein Leben – vorbei, vorbei!
 
Alles lodert – alles brennt,
jeder um sein Leben rennt,
Tote liegen erstarrt im Dreck,
von zuhause so weit weg.
 
Frieden wird es so nicht geben,
Kriege opfern doch nur Leben!
 
Nein – ihr armen Seelen,
laßt euch so nicht quälen,
hört auf's Gewissen – bleibt zuhaus,
zieht nicht mit ins Feld hinaus.
Sagt einfach nur: "Krieg – nein danke!"
 
Heidrun Gemähling

J o s e f  S e i d l

 

Soldaten marschieren…
 
Ihre Botschaft heißt Frieden schenken….
 
(den Frieden, den viele von ihnen nur im Tod finden…)
 
Das Vorleben von Staatsmacht, in eigenen und anderen Land.
 
Waffen halten Hände nicht frei,
für eine ehrliche Friedenshand
 
 

R o l f-D i e t er  S p a n g e n b e r g

 

Ich will die Menschen, die sich zu Mächtigen machen,

nicht mehr fürchten…

sie haben ihrerseits ihre Furcht,

die man ihnen einjagt,

wenn man sie nicht mehr fürchtet!

G u i d o  T r a p p

 

Ich bin der Kuchen, Ihr seid die Krumen.
Ich bin der Garten und Ihr höchstens Blumen.
Ich bin der Berg und Ihr kleine Kiesel.
Ich: eine Sturmflut. Ihr: feuchter Niesel.

So tönt es, wenn einer der Oberen spricht.
Wir schweigen und horchen und glauben ihm nicht.

Denn woraus ist Kuchen, wenn nicht aus Krumen?
Was wären Gärten und Parks ohne Blumen?
Ein Berg ist nur Summe, Substanz sind die Steine.
Und Fluten sind Tropfen, ganz viele und kleine.

Besehn wir die Großen ganz nah und bei Licht,
erkennen wir häufig: Es gibt sie gar nicht.

Lars O. Heintel

K n u t  T ü r k

Trois Anneaux pour les Rois Elfes sous le ciel,
Sept pour les Seigneurs Nains dans leurs demeures de pierre,
Neuf pour les Hommes Mortels destinés au trépas,
Un pour le Seigneur Ténébreux sur son sombre trône,
Dans le Pays de Mordor où s'étendent les Ombres.
Un Anneau pour les gouverner tous. Un Anneau pour les trouver,
Un Anneau pour les amener tous et dans les ténèbres les lier
 Au Pays de Mordor où s'étendent les Ombres.

 

C h r i s t i a n  V o g e l

Drei Ringe den ElbenKönige unter dem Himmel,

Sieben für den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein,

Neun für sterbliche Menschen, dem Tode geweiht,

Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron,

Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.

Ein Ring sie zu knechten, sie alle.

Ein Ring, sie zu finden,

Ein Ring, sie alle in die Dunkelheit zu bringen, um sie zu binden

Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.

H a r a l d  W a g e n b r e t h

Wenn man gewissen Orakelsprüchen

der hinterhältigen Politik glauben darf,

ist vom Standpunkt der Macht aus,

ein wenig Aufruhr erwünscht,

denn der Aufruhr stärkt die Regierungen,

die er nicht stürzt.

Victor Hugo, "Die Elenden"

U d o  W a g n  e r

 

Ältere Herren (und Frauen) erklären den Krieg.
Aber es ist die Jugend, die kämpfen und sterben muß.

(Herbert Hoover, 31. Präsident der USA, 1874-1964

  

K l a u s  W a l l m a n n

 

 

What passing bells for those who die as cattle?

Only the monstrous anger of the guns.

Only the stuttering rifles' rapid rattle

can patter out their hasty orisons.

No mockeries for them from prayers or bells,

nor any voice of mourning save the choirs,

the shrill, demented choirs of wailing shells,

and bugles calling for them from sad shires.

What candles may be held to speed them all?

Not in the hands of boys, but in the eyes

shall shine the holy glimmers of good- byes.

The pallor of girls' brows shall be their pall,

their flowers the tenderness of patient minds,

and each slow dusk a drawing-down of blinds.

Wilfred Owen: Anthem for doomed youth 1917

O s k a r  W a l t e r

M a r c o  W e i g l

P a t r i c k  W i e s h o f f

sein Todestag,  im Feldlager  Rajlovac -Jugoslawien,  war am 15.01.1999. Sein Alter: 25 Jahre.

 

Tears in Heaven
 
Would you know my name if I saw you in heaven?
Would it be the same if I saw you in heaven?
I must be strong and carry on,
'Cause I know I don't belong
here in heaven.
 
                   Would you hold my hand if I saw you in heaven?
                   Would you help me stand if I saw you in heaven?
                   I'll find my way through night and day,
                   'Cause I know I just can't stay
                   here in heaven.
 
Time can bring you down, time can bend your knees.
Time can break your heart, have you begging please,
begging please.
Beyond the door there's peace I'm sure,
And I know there'll be no more
tears in heaven.
 
                  Would you know my name if I saw you in heaven?
                  Would it be the same if I saw you in heaven?
                  I must be strong and carry on,
                  'Cause I know I don't belong
                  here in heaven.
 
Eric Clapton

 

A n d r e a s  W i l l

D e n i s  W i n t e r

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Auszug

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