Wehrt euch gegen euere zwangsdurchgeführten oder unter falschen Voraussetzungen begangenen Beschneidungen und zwar juristisch…

Bei Mädchen ist die Rechtslage vollkommen klar, sie dürfen, auch aus religösen Grunden, nicht verstümmelt werden. Es ist bei ihnen ein Tatbestand der schwersten Körperverletzung und wird unter Strafe gestellt. Bei Jungs dagegen, soll die Körperverletzung weiter durchgeführt werden können, da es sich ja „nur um ein bißchen unnütze“ Haut handelt- die kein Mann braucht. „Phimose“  wird auch all (zu) oft als  fadenscheiniger Grund angeführt, um an ihre Haut und dadurch an ergiebige Einnahmen zu kommen. Es ist ein riesiges Geschäft mit der Verstümmelung des männlichen Genitalbereiches (…)…

Und nach dem Grundgesetz ist die Rechtslage auch für Jungs eigentlich und auch vollkommen uneigentlich  recht eindeutig und klar!…

Es wird Zeit, dass Schadenersatzforderungen, Schmerzensgeld usw. per Gericht eingefordert werden….

 

http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=174

 

Donnerstag, 23. August 2012, 17:45

Bitte melden Sie sich als Betroffener bei Juristen zu Wort!

Um die Rechtslage der Beschneidung zu beurteilen, ist es auch für Juristen wichtig, Leidensgeschichten Betroffener zu kennen. Juristen müssen sich eine eigene Meinung über eine Rechtslage bilden können – und zwar gerade jetzt! Dafür ist es wichtig, dass sie nicht von falschen Tatsachen ausgehen – wie etwa der, Beschneidung sei harmlos und sie diene dem Kindeswohl.Strafverfolgung: Einfache Körperverletzungen (nach Auffassung des LG Köln dann, wenn die Beschneidung von einem Arzt vorgenommen wurde) verjähren schon nach 5 Jahren; gefährliche Körperverletzungen (dürfte immer dann vorliegen, wenn die Beschneidung nicht von einem Arzt vorgenommen wurde, sondern z.B. von einem Mohel oder einem Verwandten) nach 10 Jahren. Bei einer einfachen Körperverletzung müssten Sie außerdem selber einen Strafantrag stellen (oder Ihre Sorgeberechtigten, z.B. Eltern, falls Sie minderjährig sind).

Es geht also darum, Beschneidungen in Zukunft zu verhindern – und nicht darum, Ihre Eltern anzuklagen, wenn Sie das nicht möchten.

1. Der Deutsche Richterbund und die Neue Richtervereinigung

Im Deutschen Richterbund und in der Neuen Richtervereinigung sind Richter und Staatsanwälte vereinigt. Falls es tatsächlich dazu kommen sollte, dass ein Gesetz pro Beschneidung verabschiedet wird, hat ein Gericht bei einem anhängigen Verfahren die Möglichkeit, dieses Gesetz dem Verfassungsgericht zur Prüfung vorzulegen – wenn es der Ansicht ist, das Gesetz sei verfassungswidrig. Zu dieser Ansicht muss das Gericht aber erst einmal kommen.

Die Leidensgeschichten beschnittener Männer sind von großer Bedeutung, wenn es darum geht, die Beschneidung Minderjähriger rechtlich zu bewerten. Auch wenn es sehr ungewöhnlich sein mag, dem Richterbund Erfahrungsberichte zukommen zu lassen und wenn wir nicht wissen, wie er damit umgehen wird, halten wir diese Informationen für sinnvoll.

Gerne dürfen Sie den hier vorformulierten Brief verwenden, in dem Sie Ihren Erfahrungsbericht einbetten können (wenn und soweit Sie sich mit dem vorgegebenen Inhalt identifizieren):

„Deutscher Richterbund
Herrn Oberstaatsanwalt Christoph Frank
Kronenstr. 73/74
10117 Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Oberstaatsanwalt Christoph Frank,

ich halte das Urteil des LG Köln für richtig und kann die Wertung Ihrer Kollegen nur unterstützen, dass das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit nicht durch religiöse Überzeugungen der Eltern beeinträchtigt werden darf. Ich bin auch beschnitten worden. Weil einige Befürworter der Beschneidung argumentieren, sie diene dem Wohl des Kindes, habe medizinische Vorteile und würde keine Beeinträchtigungen nach sich ziehen, möchte ich Ihnen hiermit meinen Fall schildern. Ich hoffe, dass Ihnen das bei der Beurteilung der Rechtslage hinsichtlich der Beschneidung von Jungen weiterhelfen wird. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

(Fallbeschreibung)

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass auf der Internet-Seite „www.beschneidung-von-jungen.de“ einige medizinische Studien zu dem Thema aufgeführt werden, deren Inhalt ich durch meine eigene Erfahrung bestätigen kann.

Mit freundlichen Grüßen
(…)“

Das ist nur ein Service und soll Sie nicht daran hindern, Ihren Brief vollständig selbst zu formulieren.
Bitte beachten Sie jedoch, dass Sie UNBEDINGT selbst und persönlich Erfahrungen mit Beschneidung gemacht haben müssen!

Die Neue Richtervereinigung hat folgende Adresse:
NRV – Zusammenschluss von Richterinnen und Richtern, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten e.V
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin

2. Universitäten

Wir halten es für sinnvoll, Professoren, die sich schon lange und intensiv mit dem Thema Beschneidung befassen, solche Beschreibungen zukommen zu lassen. Deren rechtliche Wertungen finden Gehör – bei Gerichten, Anwälten und Ermittlungsbehörden. Nicht selten können sich Juristen, die sich gegen Beschneidung aussprechen, auf nichts anderes berufen als auf die Beschreibung Necla Keleks über die Beschneidung ihrer Cousins.

Wir empfehlen daher beschnittenen Männern, folgende Juristen anzuschreiben und ihnen von ihrem Fall zu erzählen:

Prof. Dr. iur. em. Rolf Dietrich Herzberg
Postfach 102148
44721 Bochum

Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Günter Jerouschek
Friedrich-Schiller-Universität
07737 Jena

Prof. Dr. Holm Putzke, LL.M.
Nikolakloster (Raum 430)
Innstraße 40
94032 Passau

Bitte schreiben Sie NUR dann, wenn Sie aus eigener, persönlicher Erfahrung von den Folgen der Beschneidung berichten können!

 

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