Die längst überfällige weibliche Gleichstellung der Gesundheit gegen den mal wieder überbevorzugten Mann / Auch bei AIDS gibt es geschlechtliche Unterschiede, die einer gesonderten Forschung bedürfen

 

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 Quellennachweis: http://www.aerztinnenbund.de/DAeB-begruesst-Forderungen-der-Frauenministerinnen.1382.0.2.html

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DÄB begrüßt Forderungen der Frauenministerinnen-Konferenz zur besseren medizinischen Versorgung, Gesundheitsförderung und Prävention

15.06.2010 16:15 Uhr
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Der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) teilt die Auffassung der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen-Konfrenz (GFMK) zu medizinischer Versorgung, Gesundheitsförderung und Prävention. Danach wird die unterschiedliche Herangehensweise für Männer und Frauen noch nicht genügend beachtet, obwohl Geschlechteraspekte im Gesundheitsbereich ebenso wichtig sein können wie die Berücksichtigung des Alters, der Größe und des Gewichts von Patientinnen und Patienten. * Männer und Frauen unterscheiden sich in ihren Lebensstilen und Bedingungen ebenso deutlich wie in vielen biologischen Faktoren oder ihren Krankheitsverläufen. Das wird medizinisch noch nicht genügend beachtet. Der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) ist der Ansicht, dass die Gesundheitsbedürfnisse von Männern und Frauen künftig in der Grundlagenforschung, der Versorgungs- und Präventionsforschung deutlicher als bisher zu berücksichtigen sind. * Dr. Regine Rapp-Engels, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, unterstreicht: "Frauen und Männer benötigen eine geschlechtsspezifische Gesundheitsversorgung, die die biologischen und die sozialen Unterschiede berücksichtigt. Lange herrschte in der Medizin der androzentrische Blick vor.
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Die Norm war und ist leider immer noch häufig der männliche Körper und Patient.

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Die gewonnenen Erkenntnisse werden in der Regel eins zu eins auf Frauen übertragen – allenfalls erfolgt beispielsweise bei Medikamenten eine Dosisreduktion. Aber Frauen sind nicht einfach nur 10 kg leichter als Männer.
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Es gibt deutliche biologische Unterschiede –
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im Sinne des englischen sex – und zwar jenseits der reproduktiven Gesundheit."

* Dies bedeutet, dass für die Anwendung von Arzneimitteln künftig in allen Phasen der klinischen Prüfungen deren Wirkung auf die Unterschiede bei Männern und Frauen beurteilt werden und Nutzen und Risiken vom IQWiG (Institut für Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) auch geschlechtsdifferenziert bewertet werden sollten. Gleichzeitig heißt dies, dass auch in der Gesundheitsversorgung die soziokulturellen Aspekte von Geschlecht zu berücksichtigen sind: beispielsweise das Kommunikations- oder Verschreibungsverhalten von Ärztinnen und Ärzten oder
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die Bedürfnisse von Frauen in unterschiedlichen Lebenslagen und Lebensphasen – also von jungen und älteren Frauen, von Frauen und Mädchen mit Behinderungen, von Müttern oder von Frauen mit Migrationshintergrund.

 

* Bei der Entwicklung und Implementierung von Konzepten und Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention sind die Gesundheitssituation und das Gesundheitsverhalten von Frauen und Männern ebenfalls zu berücksichtigen. Geschlechtsspezifische Aspekte der Prävention sind in der Primärprävention, zum Beispiel bei Impfungen, ebenso zu finden wie bei der Sekundärprävention im Rahmen der Krebsfrüherkennung und bei der Tertiärprävention zur Verhinderung von Folgeerkrankung bei bereits eingetretener Gesundheitsstörung. Insbesondere das unterschiedliche Risikoverhalten von Männern und Frauen ist besser zu erforschen. * Der Deutsche Ärztinnenbund setzt sich darüber hinaus auch für geschlechtssensible Maßnahmen des Arbeitsschutzes ein, um Benachteiligungen bei den Arbeitsbedingungen auszugleichen. Dr. Regine Rapp-Engels: "Die Gestaltung des Arbeitsplatzes, der Arbeitsorganisation und der Arbeitsmittel ist,
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am Modell des „Durchschnittsmannesorientiert und ignoriert weitgehend die weiblichen Bedürfnisse

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und dies, obwohl die Gesetzgebung der EU nicht nur die Gleichbehandlung von Männern und Frauen verlangt, sondern auch fordert, dass sich die Arbeit an die Beschäftigten anpassen muss.“
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Quellennachweis:

http://www.aerztinnenbund.de/Welt-Aids-Tag-2010-Wir-wissen-immer-noch-zu.1461.0.2.html *

Welt-Aids-Tag 2010: „Wir wissen immer noch zu wenig“ – DÄB fordert zusätzliche Forschung zu den Unterschieden der HIV-Infektion bei Frauen und Männern

26.11.2010 12:55 Uhr
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In Deutschland leben nach einer aktuellen Schätzung des Robert Koch-Instituts Ende 2010 rund 70.000 Menschen mit HIV oder AIDS – davon rund 13.000 Frauen. Vor dem Hintergrund des Welt-Aids-Tages 2010 möchte der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) daran erinnern:
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  • dass der Anteil an Frauen unter den Menschen mit einer HIV-Infektion seit Jahren kontinuierlich gestiegen ist und heute weltweit bei fünfzig Prozent liegt. Das hohe Infektionsrisiko von Frauen vor allem im südlichen Afrika hängt generell eng mit ihrer ökonomischen Diskriminierung, fehlendem Zugang zu sexuellen und reproduktiven Rechten und dem hohen Ausmaß an Gewalt gegen Frauen zusammen,
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  • dass Zahlen der Deutschen Aids-Stiftung zeigen, dass HIV-positive
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  • Frauen im Vergleich zu Männern öfter in Not geraten, besonders wenn sie alleinerziehend sind,
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  • dass bei Frauen Nebenwirkungen von HIV- Medikamenten verstärkt auftreten: noch immer gibt es wenig geschlechtsspezifische Forschung bezüglich des Virus, des Infektions- und Krankheitsverlaufes und der Dosierung und Wirkung der meisten Medikamente,
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  • dass Forschungsergebnisse wie die von US-Forschern aus dem vergangenen Jahr die Ausnahme sind: sie hatten herausgefunden, warum die HIV-Infektion bei Frauen schneller als bei Männern zur Immunschwäche führt und somit erstmals eine plausible Erklärung für einen Geschlechtsunterschied bei der HIV-Infektion geliefert,
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  • dass Forscher nur vorsichtig optimistisch sein können, Frauen nach 20 Jahren Forschung mit einem wirksamen Gel den Weg zu einem selbstbestimmten Schutz vor Aids eröffnen zu können. Das Gel hatte das Ansteckungsrisiko mit HIV um knapp 40 Prozent verringert und wurde bei der diesjährigen Weltaidskonferenz vorgestellt. Allerdings stehen diese Ergebnisse statistisch nicht auf sehr festen Füßen und müssen zunächst durch weitere, größere Studien bestätigt werden.
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Dr. Regine Rapp-Engels, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes:
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"Die spezifischen Bedürfnisse von HIV-positiven Frauen dürfen bei der Betrachtung von männlichen und weiblichen HIV-Infizierten nicht einfach untergehen. Solange wir die geschlechtsspezifischen Unterschiede nicht ausreichend kennen, benötigen wir zusätzliche nach Geschlecht differenzierende Forschung für Prävention und Behandlung. Dabei sind nicht nur die biologischen Unterschiede, sondern auch die sozialen und strukturellen Bedingungen wie sie der Begriff Gender umschreibt, mit einzubeziehen“.
 
 
 

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