"Die Jungs sind auch hier, um das Sterben zu lernen"

 

Zitat aus:

http://www.welt.de/die-welt/politik/article8082582/Die-Jungs-sind-auch-hier-um-das-Sterben-zu-lernen.html

 

"In ihren gepanzerten Fahrzeugen der Typen Dingo und Fuchs warten die Gebirgsjäger darauf, dass der Übungsangriff weitergeht. An den schweren Schutzwesten sind Funkgeräte, Messer und Munition befestigt. Zu ihren Sturmgewehren tragen die Soldaten Maschinengewehre und Panzerfäuste. Sie sind seit zwei Tagen fast ohne Unterbrechung im Einsatz. Manche schlafen im Sitzen. Das Ziel ist die Eroberung von Bonnland, jenem verlassenen Städtchen auf dem Gelände der Infanterieschule, in dem die Bundeswehr den Häuserkampf übt. Wenn sich die afghanischen und deutschen Soldaten weiter vorn zusammengerauft haben, werden sie Bonnland Haus für Haus den Taliban entreißen müssen. Auf das Stichwort Partnering reagieren die Soldaten mit Schulterzucken. "Wir erwarten nichts", sagt ein Hauptfeldwebel, der schon in Afghanistan war. "Wir hoffen einfach, dass die Afghanen wenigstens die Grundsätze des Handwerks verstehen."

 

 

Ansonsten scheint für die Gebirgsjäger nur festzustehen, dass nichts feststeht. "Wir sind die Ersten, die ins kalte Wasser springen müssen. Es gibt keinen, der uns Tipps geben kann", heißt es im Bataillonsstab. Das betrifft auch die Struktur des neuen Ausbildungs- und Schutzbataillons. Die Gebirgsjägerkompanien werden um Aufklärungs-, Pionier- und Sanitätskräfte ergänzt. Eine solche Einheit hat es noch nicht gegeben. Sie wird auf Anhieb in Afghanistan funktionieren müssen. Wird es eine gemeinsame Operationszentrale geben? Unklar. Wie sollen die neuen, kleineren Lager geschützt werden? Steht noch nicht ganz fest. Und die neue Satellitenkommunikationstechnik wird die Truppe vermutlich erst in Afghanistan erhalten.

Kommandeur Nikolaus Carstens ist zu sehr Soldat, als dass er es bei der Rhetorik von der "großen Herausforderung" belassen würde. "Es gibt einen Haufen Probleme", sagt er. "Aber es muss klappen, wir haben keine andere Wahl." Die Gebirgsjäger üben daher in Hammelburg vor allem das, womit sie sicher rechnen können: das Gefecht. "Da wir in Gruppen über das Land verteilt sein werden, muss jeder kämpfen können", sagt Major Köhl. Für knapp 300 der rund 700 Soldaten des Bataillons lautet der Auftrag, in die Offensive zu gehen. "Die Soldaten werden den Feind suchen und vernichten. Genau darum wird es gehen", sagt Nils-Alexander Simon, Sprecher der Infanterieschule.

Die meisten Soldaten sind ernst und ruhig. Sie wirken wie Profis, die konzentriert und gelassen ihre Arbeit machen: Ohne Illusionen, aber auch nicht resigniert. Doch der Tod ist allgegenwärtig in diesen Tagen in Hammelburg. "Die Jungs sind auch hier, um das Sterben zu lernen", sagt ein Übungsleiter. Im Hintergrund ist zu sehen, wie das gemeint ist: Eine Panzerbesatzung, die in einen Hinterhalt geraten ist, liegt tot im Staub. Noch ist das ein Rollenspiel. Aber die Soldaten lernen, wie schnell es mit dem Sterben gehen kann in Afghanistan: Am ersten Trainingstag fallen 29 Soldaten, fünf Fahrzeuge gehen verloren.

 

 

LERNEN DURCH SCHMERZEN,

nennt das Bataillonskommandeur Carstens. Die Patrouille habe sich aus der "Killzone", dem Ort des Überfalls, nicht schnell genug zurückgezogen. "Aber damit haben wir gerechnet", sagt Carstens. "Besser es passiert hier als im Einsatz."

Quellennachweis:

http://www.welt.de/die-welt/politik/article8082582/Die-Jungs-sind-auch-hier-um-das-Sterben-zu-lernen.html

 

Zitat:

"Erstmals werden Bundeswehrsoldaten bei Auslandseinsätzen mit Verletzten und Toten konfrontiert. Bei den meisten hinterlässt dies tiefe Spuren in der Seele. Die Folge sind wiederkehrende Horrorvisionen, Aggressionen oder sogar totale Gefühlsstarre. Die Bundeswehr bietet traumatisierten Soldaten psychologische Hilfe an, damit sie nach dem Einsatz auch innerlich zu ihren Familien zurückfinden können…"

 

http://www.videogold.de/gezeichnet-furs-leben-deutsche-soldaten-nach-auslandseinsatzen/

 

….wie schön von den Mächtigen der Bundeswehr sich um ihre angeschlagenen  Sklaven zu kümmern…nur werden sie nie ihre Erlebnisse wirklich verarbeiten können,  ihre Erinnerung wird sie immer wieder einholen und sie daran hindern, das Leben, was sie vor ihren Kriegseinsatz hatten, wieder zurück zu gewinnen…..man/n kann z. B. einen Kameraden, der vor den eigenen Augen zerfetzt wurden ist, nie so vergessen können, daß man als geheilt entlassen werden kann und auch die jahrelange Angst, der man/n ausgesetzt wurde läßt sich nicht so schnell austherapieren…Krieg ist kein Computerspiel, dass man schnell  deaktivieren kann.

…"bietet Hilfe an"…erst zu Abschlachtung freigeben und dann, wenn nicht ganz tot, wird gnädigerweise, das Sklaven- Material versucht wieder gesund zu pflegen. Männer tun sich schwer damit, sich in phycholigische Behandlung zu begeben. Aber das dürfte diesen Herren auch bestens bekannt sein. Und bei diesem Fakt können dann auch die Zahlen der traumtisierten Männer nach unten schön geziffert werden. Wieviele werden sich, noch Jahre später,  das Leben nehmen, weil sie es nicht schaffen, mit ihren Erlebnissen fertig zu werden? Und die Schuld gibt man, dann der Familie- der Partnerschaft usw. Dies wurde von dem Bundeswehramt bereits vorgeschoben, um die  bereits vollführten 3.400 Selbsttötungen bei ihren Zwangsdienst- Sklaven, der letzten Jahrzehnten nicht alleine, auf ihre Kappe nehmen zu müssen. Die größte Schuld wird also ihrem privaten Umfeld zugeschoben, das ihre Männer, Väter, Söhne, Brüder, Arbeitskollegen, Vereinskameraden usw. in den Freitot getrieben haben……

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