USA: Ein falsch trans-(sexuell)portierter Naturirrtum und seine be- ein- klagenswerte Rechte als rechtschaffender Mensch anerkannt zu werden

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Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Di, 12.04.201

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USA: Transsexueller reichte Klage wegen Diskriminierung ein

Rechtsexperten halten es für den ersten Fall dieser Art in den USA. In New Jersey ist die Diskriminierung Transsexueller explizit verboten.

     
 
Bei dem nun anstehenden Gerichtsverfahren geht es um die Frage, ob jemand, der als Mann lebt und vom Staat als Mann anerkannt ist, auch von seinem Arbeitgeber als Mann anerkannt werden muss.
 
     

Haddonfield – Ein Transsexueller in den USA hat seinen ehemaligen Arbeitgeber verklagt, weil er sich von ihm aufgrund seines Geschlechts diskriminiert fühlte. Rechtsexperten halten es für den ersten Fall dieser Art in den Vereinigten Staaten.

Der 39-jährige El‘Jai Devoureau war in einem medizinischen Zentrum im US-Staat New Jersey eingestellt worden, um andere Männer beim urinieren zu überwachen. Ein Job, den dort nur ein Mann machen darf.

Devoureau wurde mit weiblichen Geschlechtsteilen geboren. Er habe sich aber schon immer als Mann gefühlt, sagt er. Vor fünf Jahren begann er eine Hormonbehandlung und 2009 ließ er eine Geschlechtsumwandlung durchführen. Seitdem wird er auf seinem Führerschein, seiner Geburtsurkunde und bei allen staatlichen Behörden als Mann geführt.

Der zuständige Manager des medizinischen Zentrums habe zum Zeitpunkt der Einstellung im Juni geglaubt, er habe es mit einem geborenem Mann zu tun, sagte Devoureau. Dass für den Job nur Männer eingestellt würden, sei eine zulässige Einschränkung, sagt auch der Anwalt des Klägers. Bei dem nun anstehenden Gerichtsverfahren geht es deshalb um die Frage, ob jemand, der als Mann lebt und vom Staat als Mann anerkannt ist, auch von seinem Arbeitgeber als Mann anerkannt werden muss.

Laut der Anklageschrift absolvierte Devoureau eine eintägige Einweisung in seinen neuen Aufgabenbereich. Als er am nächsten Tag zur Arbeit kam, fragte ihn ein Vorgesetzter demnach, ob er ein Mann sei, was Devoureau bejahte. Dann fragte der Vorgesetzte, ob er irgendwelche Operationen hat vornehmen lassen. Darauf verweigerte Devoureau die Antwort und wurde gefeuert.

Im Jänner legte Devoureau Beschwerde bei der für den Staat New Jersey zuständigen Bürgerrechtsabteilung des US-Justizministeriums ein und reichte am Freitag Klage ein. Die Führung des verklagten Unternehmens äußerte sich nicht zu den Anschuldigungen. In seiner Antwort auf die Beschwerde beim Justizministerium bestand das Unternehmen darauf, dass die Kündigung rechtens gewesen sei, weil nur Männer diese fragliche Tätigkeit ausführen dürften.

New Jersey ist einer von einem Dutzend US-Staaten, die Diskriminierung Transsexueller explizit gesetzlich verboten hat. Das Gesetz wurde 2006 verabschiedet und trat 2007 in Kraft. (APA/sda)

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Ein Gedanke zu “USA: Ein falsch trans-(sexuell)portierter Naturirrtum und seine be- ein- klagenswerte Rechte als rechtschaffender Mensch anerkannt zu werden

  1. Naja, skurriler Fall…

    Man soll die Leute ja nicht diskrimminieren, aber andererseits sollte man meinen das ein Transsexueller das Problem mit so einen Job sieht.

    Andererseits wenn man sonst keinen Job kriegt.

    Ich will da keine Partei verurteilen, einfach unglückliche Geschichte.

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