Beschneidung ohne medizinische Notwendigkeit

 

Ich möchte hier, einen verzweifelten Kampf eines Vaters veröffentlichen, der um die körperliche Unversehrtheit seines Sohnes kämpft und versucht, allen Widrigkeiten zum Trotz , ihm seine Haut zu retten. Ich danke ihm für die Erlaubnis, dass ich seine Geschichte puplik machen darf. Namen und Orte wurden geändert oder entfernt, damit er vor möglichen Unannehmlichkeiten und Angriffen gestützt werden kann.

 

Jens, vielen Dank für deine Nachricht!

 

Ich möchte zu deiner Information schildern, dass ich eine Beschwerde bei der Ärztekammer am laufen habe wegen der vorsätzlichen Falschdiagnose. Hier mal den Text den ich geschrieben habe:

 

Beschwerde gegen die Ärzte Dr.X , ….und  Dr.Y ,…Vorwurf : Vorsätzliche falsche Zeugniserstellung über den Gesundheitszustand meines Sohnes. Sehr geehrte Damen und Herren, ich reiche hiermit gegen die o. g. Ärzte Beschwerde ein und erhebe den o. g. Vorwurf.

 

Hintergrund:

 

Meine Frau ist arabischer Herkunft und befürchtet eine gesellschaftliche Ausgrenzung in ihrer Familie bei Verzicht auf eine rituelle Beschneidung unseres Sohnes. Die Ärzte Dr. X und Dr. Y haben sich durch meine Frau dazu verleiten lassen, eine „Phimose“ zu diagnostizieren, um damit bewusst, durch eine Vorspiegelung falscher Tatsachen, den Vater, in diesem Fall mich, zu einer Einwilligung zu einer Operation zu bewegen. Dieses Verhalten widerspricht ärztlichen Standesregeln.

 

Chronologischer  Ablauf:

 

Am …..wird der Kinderarzt Dr.Y konsultiert. Auf dem Plan steht die kindliche Vorsorgeuntersuchung „U7“. Herr Dr. Y schreibt den Befund „Phimose“ in das Untersuchungsheft (Auszug liegt in Kopie bei). Außerdem schreibt er einen Überweisungsschein mit einer Überweisung an die Kinderchirurgie (Kopie liegt bei). Dabei gibt er meiner Frau die Empfehlung, den Kinderchirurgen Dr. X  zu kontaktieren. Dies macht meine Frau auch sofort und erhält einen Termin. Herr Dr. X verfasst einen sog. „Krankheits-und Befundbericht“ (Kopie liegt bei), in dem eine „Phimose“ attestiert und eine "OP empfohlen" wird. Da der Vater „wohl sehr skeptisch“ ist soll ein weiterer Termin vereinbart werden, der dazu dienen soll, den Vater zu einer Zirkumzision zu überreden.

 

In der Tat war ich skeptisch und habe meinen Sohn selber zu einer weiteren durch mich veranlassten Untersuchung bei der Kinderärztin Dr. A begleitet. Diese konnte keine Auffälligkeit feststellen, auch keine Phimose. Meine Frau hat nach der Konsultation geweint, sah sie doch ihre Felle davon schwimmen und wähnte sie sich doch schon fast am Ziel. Meine Frau hatte hingegen nicht aufgegeben und konsultierte einen weiteren Arzt, den Facharzt für Kinderchirurgie und Facharzt für Chirurgie, Dr. Dr. B Nachdem ich von der erneuten Untersuchung meines Sohnes erfuhr, rief ich Dr. Dr. B an. Er sagte mir, es liege keine Erkrankung vor, auch keine Phimose. Nachdem ich ihn telefonisch mit dem Inhalt des Befundberichtes von Dr.X konfrontierte, den ich mir in der Zwischenzeit besorgt hatte, stellte sich heraus, dass dieser komplett falsch ist. Dr. B gab an, dass meine Frau bei ihrem Besuch in seiner Praxis ihre Herkunft erwähnt hatte. Er führte aus, dass es in XX häufiger vorkomme, dass Eltern mit dem Wunsch nach einer rituellen Zirkumzision vorsprechen. Auch nicht selten sei es, dass ein Elternteil diesen Wunsch äußert, der andere Elternteil dies jedoch ablehnt. Da müsse dann irgend eine Lösung gefunden werden". Um schließlich allerletzte Zweifel auszuräumen hatte ich daraufhin die Chirurgische Kinderklinik des Dr. C Kinderkrankenhauses kontaktiert. Der Klinikdirektor Prof. D empfahl mir auf meine schriftlich gestellte Anfrage die kinderurologische Sprechstunde bei Prof. Dr. U aufzusuchen, da dieser Arzt große Erfahrung mit meinem Problem aufzuweisen habe. Dort wurde mein Sohn  erneut untersucht. Ergebnis: „Normalbefund“, keine Phimose. Dies wurde mit einer hochauflösenden digitalen Kamera dokumentiert.

 

Prof. U gab an, da gäbe es auch keine Zweifel, es mache auch keinen Sinn mehr weitere Ärzte zu konsultieren. Das würde jeder Experte mit 100%-iger Sicherheit bestätigen. Ich hatte Herrn Prof. U den Befundbericht von Dr. X vorgelegt. Es konnte bestätigt werden, dass dieser Bericht falsch ist. Herr Prof. U hat einen eigenen Befundbericht verfasst. Dieser liegt in Kopie bei.

 

Fazit:

 

Nachdem nunmehr völlig unabhängig voneinander 3 weitere Ärzte konsultiert wurden ist festzustellen, dass mein Sohn B definitiv nicht an einer Phimose leidet. Die Aussagen der Doktoren X und Y sind falsch. Die Umstände, die zu dieser falschen Diagnose geführt haben, habe ich dargelegt.

 

Es sei noch angemerkt, dass das Untersuchungsheft für Kinder lückenlos ausgefüllt wurde. Die Vorsorgeuntersuchungen U1-U6 wurden von anderen Kinderärzten durchgeführt. Dabei ist keinem dieser Kinderärzte eine behandlungsbedürftige Phimose aufgefallen.(Der Eintrag zu „U6“ liegt in Kopie bei).

 

Mein Sohn hatte zu keinen Zeitpunkt von Geburt an eine Erkrankung an den Genitalien (keine Entzündung, keine BXO, keine HWI, keine Balanoposthitis, keine Balanitis, keine Störung der Miktion, keine pathologische Phimose etc.). Eine medizinische Indikation für eine Operation hat nie bestanden. Diskussion: Ich habe ein Problem. Meine Frau leidet sehr. Nach gründlicher Überlegung und intensiver Beschäftigung mit dem vorliegenden Problem bin ich hingegen zu der Auffassung gelangt, dass ein kulturell/gesellschaftliches Problem, hier hat man es mit alten Traditionen zu tun deren Missachtung einem Tabubruch gleichkommt, ursächlich nicht mit einem Skalpell beseitigt werden kann. Vielmehr sehe ich bei dem von Dr. X und Dr. Y favorisierten Lösungsansatz das eigentliche Problem nur aufgeschoben und keinesfalls aufgehoben. Dr. X und Dr. Y laufen vor dem eigentlichen Problem davon, sie stellen sich ihm nicht. Nein, eine Zirkumzision ist eine symptomatische Behandlung, welche nur mittelfristig eine Linderung des gesellschaftlichen Problems der kulturellen Zwänge verschafft. Denken sie nur daran, dass mein Sohn später vor dem gleichen Problem steht wie ich bzw. meine Frau heute. Er wird den gleichen Zwängen unterworfen sein, wenn ich das Problem heute nicht löse. Dabei hatte ich auf die Mithilfe von Ärzten gehofft, dass diese meine Frau aufklären, Ängste nehmen, ermutigen einen anderen Weg zu gehen, ihr beistehen und den Rücken stärken. Stattdessen ist zu beobachten, dass dem Wunsch nach Zwangsbeschneidung teilweise widerstandslos Folge geleistet wird; ein Aufklärungsgespräch wird nicht geführt.

 

Konsequenz:

 

Insofern nunmehr Dr. X und Dr. Y sich dazu berufen fühlten, selbstherrlich eine Lösung des Problems herbeizuführen und dabei den erziehungsberechtigten Vater bewusst belogen haben und ihn dadurch zu hintergehen versuchten, haben sie eindeutig ihre Kompetenzen überschritten. Dabei wurde eine irreversible Verletzung des nicht einwilligungsfähigen minderjährigen Kindes bewusst in Kauf genommen. Ich sehe es daher hier als notwendig an, im Rahmen ihres Auftrages, die Erfüllung ärztlicher Berufspflichten zu überwachen, das Fehlverhalten von Dr X und Dr. Y zu rügen. Außerdem sehe ich juristische Probleme, wenn rituelle Zirkumzisionen unter dem Vorwand einer "Phimose" zu Lasten der Krankenversichertengemeinschaft ausgeführt werden. Sie sollten daher ihre Mitglieder auf dieses Problem aufmerksam machen, so, wie es z. B. die Kassenärztliche Vereinigung XYZ 2009 bereits getan hat (eine Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung XYZ liegt bei). Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, den Sachverhalt ausreichend verständlich und ausführlich darzulegen.

 

Es wäre sehr freundlich, wenn sie mir den Erhalt dieses Schreibens bestätigen könnten und mir dabei ihr Aktenzeichen zukommen ließen.

Mit freundlichen Grüßen

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2 Gedanken zu “Beschneidung ohne medizinische Notwendigkeit

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