Anlaufstellen für Jungen und Männer, die unteranderen auch sexuell mißbraucht worden sind- für Österreich / Schweiz

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(eingstellt:ohmannohjens)
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Ö S T E R R E I C H:

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Kontaktdaten Männerberatung Wien

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Erlachgasse 95 / 5, 1100 Wien
Telefonisch erreichbar unter 01 / 603 28 28 – Fax: 01 / 603 28 28 / 11
Montag – Donnerstag 9h – 12h und 16h – 20h
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Kontaktdaten Jugendarbeit der Männerberatung Wien
Jugendarbeit, Prozessbegleitung, Boys´Day Wien
Senefeldergasse 11 / 8, 1100 Wien
Telefonisch erreichbar unter 01 / 603 28 28 / 28 – Fax: 01 / 603 28 28 / 11

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Männerberatung Graz
Email: info@maennerberatung.at
Internet: www.maennerberatung.at
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Männerberatung Obersteiermark
Roland Elmer/Bernhard Harb
Mareckgasse 6; 8700Leoben
Email: oberstmk@maennerberatung.at
Internet: www.maennerberatung.at

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Mannsbilder – Männerzentrum Innsbruck
Email: kontakt@mannsbilder.at
Internet: www.mannsbilder.at

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Männerberatung und Informationsstelle für Männer des Landes OÖ
Email: maennerberatung.ftz.post@ooe.gv.at
Internet: www.maennerberatung-ooe.at

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http://www.kja.at/index.php?option=com_content&task=view&id=44&Itemid=75

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Psychosoziale und juristische Prozessbegleitung für Buben und Burschen

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Die Tatsache von Unterschieden bei Mädchen und Buben wurde auch auf ihre Auswirkung bei der Prozessbegleitung untersucht.

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Damit verbunden wurden auch die Besonderheiten von sexuellen, körperlichen oder psychischen Gewalterfahrungen von männlichen Zeugenkindern beleuchtet.

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Das Team hat speziell den Fokus auf die Praxis der psychosozialen und juristischen Begleitung im Einzugsgebiet Wien gelegt.

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Einerseits sollen die Arbeitsergebnisse die Begleitung effizienter machen, aber auch direkt mittels der Folder Eltern und Kindern/Jugendlichen Unterstützung sein.

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Die Broschüre ist als Ergänzung der bereits bestehenden Erhebungen und Forschungen zu betrachten, die verstärkt Mädchen betreffen.

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Download:
Pdf Folder für Buben/Burschen
Pdf Folder für betroffene Eltern
Pdf Broschüre

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Weisser Ring Hilfe für Opfer von Verbrechen

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Verein Selbstlaut – gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Buben, Vorbeugung – Beratung – Verdachtsbegleitung

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Kinderschutzzentrum Wien – Hilfe für Kinder und Jugendliche in aktuellen Krisen, langfristige Beratungen und Psychotherapie

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Die Möwe Kinderschutzzentren – Hilfe für misshandelte und missbrauchte Kinder

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Männergesundheit:

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Männerambulanz – MENDOC

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Männergesundheitszentrum MEN im Kaiser Franz Josef-Spital

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Männerneratung:

http://www.maenner.at/start.asp?ID=51:

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Männergruppen

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Sich selbst zuwenden – ein Interesse für sich entwickeln – versuchen Dinge, die man tut zu verstehen, um zu wissen was man tut – immer wiederkehrende Abläufe in seinem Leben durchbrechen zu wollen – sich zu wünschen, sich und andere zu lieben zu beginnen – seine Männlichkeit verstehen zu wollen – all das und noch vieles mehr kann Grund sein, um eine Männergruppe zu beginnen.
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In der Männerberatung bieten wir seit 1993 therapeutisch geleitete Männergruppen an, wo mit männlichen Therapeuten obige und noch viel mehr Themen Gegenstand sind.
Seit kurzem gibt es auch wieder eine Gruppe mit Männern nach Beziehungstrennungen, wo Gelegenheit ist, die Trennungserfahrungen, Schmerzen, aber vielleicht auch Möglichkeiten mit anderen Männern auszutauschen. Auch diese Gruppe ist geleitet.
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Männergruppen haben in unserer Kultur lange Tradition. Über einen großen Zeitraum diente die Gruppenbildung vor allem der Absicherung herrschender Strukturen. Es war auch ein Versuch klischeehaften Anforderungen der Kultur (Stärke, Unverwundbarkeit, beherrschend, u.v.m.) besser entsprechen zu können, sich gleichsam verschwörerisch in diesen Klischees zu bestärken und zu „unterstützen“.
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In den frühen siebziger Jahren – im Gleichschritt mit dem Erstarken der Frauenbewegung – begannen Männer das geltende Männerbild auch öffentlich kritisch zu hinterfragen. Es bildeten sich Männergruppen, die das Ziel verfolgten neue Formen der Männlichkeit zu entwickeln, Vaterschaft neu zu definieren, Partnerschaft anders zu gestalten, sich mit der eigenen Sexualität abseits von „Trophäenbesprechungen“ auseinanderzusetzen.
Diese Tradition wollen wir mit unseren Angeboten fortsetzen.“
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Männer Beratungsstellen

österreichweit
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Katholische Männerbewegung Österreichs (KMB) .

Die KMB bietet Unterstützung und Beratung zu zahlreichen männerrelevanten Themen. Darunter finden sich auch Tipps zur Väterkarenz.

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Österreichischer Männerinformationsdienst .

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Die parteiunabhängige und überkonfessionelle Plattform stellt umfassende Informationen für Männer zur Verfügung, die ihre Rolle in der Gesellschaft sowie die gängigen Männlichkeitsideale hinterfragen wollen.

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Plattform gegen die Gewalt in der Familie .

Auf diesen Seiten finden Sie Organisationen, Vereine und Initiativen, die sich mit Opfern und Tätern oder Täterinnen beschäftigen.

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Hinweis: Eine Linkliste mit Männerberatungsstellen .  in Österreich findet ihr auf den Seiten des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz.

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In den Bundesländern

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Burgenland:

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Männerberatungsstelle Eisenstadt .

Die Beratungseinrichtung der Caritas bietet Hilfe und Unterstützung für Männer in Krisensituationen.

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Männerberatungsstelle Oberwart .

Das Angebot der Caritas-Beratungseinrichtung richtet sich an Männer, die ihre Lebenssituation durch neue Impulse verändern wollen.

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Kärnten:

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Männerbüro Klagenfurt .

Das Männerbüro der Caritas Klagenfurt ermöglicht es Männern und Burschen ein offenes Gespräch von Mann zu Mann zu führen und bietet kompetente Hilfe und Beratung in Krisensituationen.

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ASPIS

Das Forschungs- und Beratungszentrum für Opfer von Gewalt am Institut für Psychologie der Uni Klagenfurt bietet medizinische und psychotherapeutische Hilfe für Menschen mit traumatischen Erfahrungen.

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Niederösterreich:

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Katholische Männerbewegung der Diözese St. Pölten .

Kompetenter Rat und Hilfe für Männer, die Schwierigkeiten in der Partnerschaft und im Berufsleben haben.

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Oberösterreich.

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Männerberatung und Informationsstelle Linz .

Die Familientherapeutische Beratungsstelle des Landes Oberösterreich bietet Rat und Unterstützung für Männer auf der Suche nach einem neuen Mann- und/oder Vaterbild.

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Männerberatung und Informationsstelle für Männer des Landes Oberösterreich .

Das Angebot reicht vom Beratungsgespräch bis zu psychotherapeutischen Sitzungen für Männer in Krisensituationen. Des Weiteren werden auch Informationen zu männerspezifischen Themen geboten.

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Salzburg:

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Katholische Männerbewegung Salzburg .

Die Beratung inkludiert Begleitung und Unterstützung von Männern in Krisensituationen. Des Weiteren stehen den Hilfesuchenden eigene „Stressgruppen“ und „Vätergruppen“ zur Verfügung.

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Männerwelten .

Die Haupttätigkeitsfelder der Salzburger Beratungsstelle „männerwelten“ sind männliche Krisen und männliche Gewalt (Gewalt gegen Frauen, Kinder, Jugendliche und andere Männer).

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Steiermark:

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Verein „Männerberatung Graz“ .

Die psychosozialen Angebote der Männerberatung richten sich an Männer und männliche Jugendliche mit Problemen u.a. bei Gewalttätigkeit (körperliche und sexualisierte Gewalt) sowie bei Beziehungs- und Trennungskonflikten.

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Tirol:

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Mannsbilder – Männerzentrum Innsbruck .

Die Innsbrucker Männerberatung „Mannsbilder“ steht allen Männern und männlichen Jugendlichen offen, die Hilfe suchen. Unterstützung und Beratung wird zu Themen wie Gewalt in der Familie, Erziehungsprobleme, Eherecht und Besuchsrecht für Väter oder Schwierigkeiten am Arbeitsplatz geboten.

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Männerforum der Diözese Innsbruck .

Das Männerforum bietet neben Beratung auch Tipps und Seminare für das partnerschaftliche Gespräch an.

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Vorarlberg:

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IFS Gewaltberatung – Klartext .

Das Institut für Sozialdienste (IFS) in Bregenz bietet umfassende psychologische Beratung und Betreuung in Krisensituationen.

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Männerberatung im Eltern- und Familienzentrum der Katholischen Kirche (EFZ) .

Hier werden Männer in Krisensituationen von Männern beraten und begleitet.

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Männerbüro der Diözese Feldkirch .

Das Männernet ist ein Netzwerk zur Information und Beratung für Männer aus Vorarlberg und bietet Betroffenen anonyme Beratung über das Internet.

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http://www.foto-man-oppitz.de/images/flagge_schweiz.jpg*

S C H W E I Z
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http://www.bboxbbs.ch/home/mumm/

Verein MUMM
„Männer Unterwegs Mit Männern“

Neu: Hubelmattstrasse 46, 3000 Bern 21
Telefon 031/372.76.72 (Mittwoch 18-20h)

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Sexueller Missbrauch – ein schwerwiegendes Delikt und ein absolut unentschuldbares Fehlverhalten.
Doch sexueller Missbrauch ist auch noch etwas anderes – eine unheimliche Waffe im Scheidungskrieg.

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Da werden aus Vätern Täter – aus Ehemännern Missbraucher – häufig gänzlich ohne jeglichen realen Hintergrund.
Männer werden disqualifiziert und des schlimmsten Verbrechens bezichtigt, nämlich sich an ihren eigenen Kindern vergangen zu haben.

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Kein Vorwurf stigmatisiert einen Menschen mehr, als die Anklage, das eigene Kind sexuell missbraucht zu haben.
Keine Anzeige kann das Leben eines Menschen nachhaltiger zerstören, als dieser Verdacht.

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Wohl verstanden, wo diese Klagen berechtigt sind, gilt es mit allem Nachdruck die Aufklärung der Tat voran zu treiben und die Täterschaft zur Rechenschaft zu ziehen.

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Wo aber ein unschuldiger Mann fahrlässig oder vorsätzlich fälschlicherweise des Missbrauchs bezichtigt wird, dort gilt es ebenso entschieden und mit Nachdruck gegen die Ankläger vorzugehen.

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Es genügt nicht, den betroffenen Mann frei zu sprechen, es müssen auch Wege gefunden werden, wie seine Reputation wieder hergestellt werden kann.

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Wir vom VeV verurteilen sexuellen Missbrauch auf das Schärfste. Genauso scharf verurteilen wir aber auch den sogenannten Missbrauch mit dem Missbrauch.

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Laut Artikel 275a des schweizerischen Zivilgesetzbuches ZGB hat jeder Elternteil Anrecht auf Informationen über seine Kinder.
Drittpersonen wie Schulen, Ärzte, Sportvereine etc. sind verpflichtet, dem Elternteil, auch dem geschiedenen, oder getrennt lebenden Elternteil jederzeit Auskunft über die Belange des Kindes zu geben. Diese Regelung gilt auch für Eltern ohne Sorgerecht.

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Ausnahmen von dieser Regel können lediglich von einem zuständigen Gericht gemacht werden.

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Leider ist es in der Realität sehr oft so, dass Drittpersonen den getrennt lebenden Elternteil bewusst abweisen, häufig mit der Begründung, der obhutsberechtigte Elternteil (meist die Mutter) sei dagegen.

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Damit verstossen diese Personen oder Institutionen klar gegen geltendes Recht.
Wir vom VeV wehren uns gegen diese Ungerechtigkeiten mit Informationskampagnen an den Schulen und helfen den betroffenen Elternteilen (meist Väter) beim richtigen Vorgehen.

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Basel: Beratungsstelle für gewaltbetroffene Männer, Kinder und Jugendliche
Jungen und Männer, die von häuslicher oder sexueller Gewalt betroffen sind oder sexuelle Ausbeutung in der Vergangenheit erlebt haben, finden hier Verständnis und Unterstützung. Es ist dabei unerheblich, ob eine Anzeige erstattet wurde und wie lange

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Mann als Opfer
Neue Seite aus der Region Basel. Noch im Aufbau aber bereits vielversprechend. Ein Projekt aus den Reihen des VeV, was uns ganz besonders freut.

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Weibliche Gewalt in Partnerschaften
Interessante Studie zum Thema

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Zürich: Opferberatungsstelle für gewaltbetroffene Männer
Das Beratungsangebot richtet sich an gewaltbetroffene Jungen und Männer, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden sind Angehörige und andere, dem Opfer nahestehende Me
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Väterzeit.de eine Webseite für Väter aber nicht nur

Wir sind Väter – aber nicht nur. Wir sind Männer mit Kindern. Wir fühlen Verantwortung für Partnerschaft, Kind – und für uns selber.
Eine Webseite mit einem ehemaligen PAPS-Redakteur im Team und interessanten Themen.
Einstellung der Pflege der Seite PAPS.de
Hallo liebe Freunde der Seite Paps.de,
Die Seite PAPS.de wird ab sofort nicht mehr regelmässig gepflegt und dient weiterhin nur noch als Archiv.
Der Grud dafür ist die Auflösung des Vereins paps e.V. und die Einstellung der Printausgabe von Paps die Welt der Väter.
Für weitere Infos zum Thema Väter besuchen Sie bitte unsere Linkliste und den Termine-Link der in Zusammenarbeit mit Switchboard realisiert ist.

In der Diskusion ist allerdings noch, die Site Paps.de in ein Väter-WIki umzubauen.

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paPPa.com – Homepage
paPPa.com unterstütz diesen Appell, weil das Gleichstellungsmodell auch unverheiratete Eltern ohne staatliche Bevormundung mehr Chancen einräumt, sich selbst zu organisieren und das Subsidiaritätsprinzip stärkt, dass für mehr Eigenverantwortung und gegen Entmündigung steht.
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http://maeb.marmara.at/images/doku/presseaussendung.pdf

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Experten mahnen:

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„Männliche Opfer sexualisierter Gewalt erhalten nicht die Hilfe, die notwendig ist!“

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Im Zusammenhang mit den Enthüllungen von sexuellem Missbrauch und Misshandlungen in kirchlichen und anderen Institutionen warnen Experten vor einer qualitativ und quantitativ unzureichenden Versorgung insbesondere der männlichen Opfer.
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Anlässlich eines Fachforums von Experten aus Deutschland und Österreich in Wuppertal werden Defizite in der Versorgung sexuell missbrauchter Buben und Burschen beklagt: Es gibt im deutschsprachigen Raum nur eine Handvoll spezialisierter Beratungsstellen für männliche Opfer sexualisierter Gewalt. Diese Fachstellen leiden unter chronischer Unterfinanzierung und können den aktuell angestiegenen Hilfebedarf bei weitem nicht decken. Bei den Opfern in den kirchlichen und anderen Heimen und Internaten handelt es sich mehrheitlich um Burschen bzw. Männer. Auch aktuell erleben Buben und Burschen tagtäglich sexualisierte Gewalt. Deshalb sind geschlechtsspezifische Aspekte bei der Ausgestaltung der Hilfs- und Beratungsangebote unbedingt zu berücksichtigen.

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„Wir fürchten, dass betroffene Burschen und Männer sich nicht trauen, Unterstützung in Anspruch zu nehmen, oder wieder mutlos werden und im Dunkelfeld verschwinden, wenn sie keine adäquaten Ansprechpartner für sich und ihre Vertrauenspersonen finden. Deshalb müssen vorhandene spezialisierte Angebote rasch ausgebaut werden“, so Hubert Steger von der Männerberatung Wien und Matthias Nitsch von der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung (DGfPI e.V.).

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Wuppertaler Appell

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Experten fordern qualifizierte Hilfen für männliche Opfer sexueller Gewalt!
Das Dunkelfeld lichtet sich – und wer hilft jetzt?
„Männliche Opfer sexualisierter Gewalt erhalten nicht die Hilfe, die notwendig ist!“ Mit
dieser dringenden Mahnung haben sich nun Experten aus Beratungsstellen, Kliniken und Wissenschaft in der aktuellen Diskussion um sexuellen Missbrauch und Kindesmisshandlung zu Wort gemeldet. Vom 23. bis 25.4.2010 fand in Wuppertal das dritte Vernetzungstreffen von Experten statt, die männliche Opfer sexualisierter Gewalt begleiten, beraten und zu diesem Thema forschen. An dem Fachforum nahmen Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und Österreich teil. Vertreten waren u.a. Mitarbeiter des Bremer Jungenbüros, von Anstoß in Hannover, Zartbitter
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Köln, dem Projekt berliner jungs und der Jugendarbeit der Männerberatung Wien. Die Therapeuten, Psychologen, Sozialpädagogen und Geschlechterforscher waren nach Wuppertal gekommen, um über die bestmögliche Versorgung jener Menschen zu beraten, deren Schicksal nun endlich in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird: Jungen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind und Männer, die in ihrer Jugend missbraucht wurden. Die Experten weisen darauf hin, dass die Gefährdung von Jungen in kirchlichen Institutionen – insbesondere in Internaten und Heimen – aber auch in Vereinen, Schulen und Ferieneinrichtungen schon seit langem bekannt ist. Das wurde in der Vergangenheit allerdings fast immer ignoriert oder zumindest bagatellisiert. Durch die aktuellen Enthüllungen scheint das öffentliche Problembewusstsein zu wachsen, aber: „Aufdeckung und öffentliche Empörung alleinreichen nicht aus“, sagt Peter Mosser, Psychologe in der Münchner Beratungsstelle kibs und Autor der Studie Wege aus dem Dunkelfeld. „Die Betroffenen benötigen jetzt spezialisierte Hilfsangebote, die ihrer Problematik gerecht werden.“ Dies bedeutet: Geschlechtsspezifische Konzepte, wie sie von den hier versammelten Fachkräften entwickelt wurden, müssen breitflächig umgesetzt werden. Dazu der Traumafachberater Thomas Schlingmann von Tauwetter Berlin: „Jungen reagieren auf sexuellen Missbrauch anders als Mädchen. Männer haben unter anderen Folgen zu leiden als Frauen. Wenn dies in der Ansprache der Betroffenen und der Unterstützung nicht berücksichtigt wird, läuft die Hilfe ins Leere“. Bislang gibt es kaum Forschungsergebnisse zu der verborgenen Gewalt an Jungen und Männern. Zwar wurde im Jahre 2001 unter der damaligen Familienministerin und jetzigen Bundesbeautragten zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, Christine Bergmann, eine Pilotstudie durchgeführt. „Jetzt muss die Chance genutzt werden, dass die in Aussicht gestellte repräsentative deutschlandweite Befragung von Männern über die ihnen angetane Gewalt auch wirklich durchgeführt wird“, so der Freiburger Geschlechterforscher Hans- Joachim Lenz. Die Experten bemängeln, dass Hinweise von Jungen auf sexuelle Ausbeutung bis heute von der Umwelt kaum verstanden werden und auch eine krasse Unterversorgung an Selbsthilfe-, Beratungs- und Therapieangeboten für männliche Missbrauchsopfer besteht. Die Regionen müssen ihrer Verantwortung für die Bereitstellung adäquater Angebote für männliche Opfer sexualisierter Gewalt nachkommen. Die Bundesregierung wird aufgefordert ein Bundesgesetz zu erlassen, das eine Verpflichtung der Kommunen festlegt, für ein entsprechendes Beratungsangebot für männliche Opfer sexualisierter Gewalt zu sorgen. Die wenigen spezialisierten Angebote sind finanziell schlecht ausgestattet und können den nun sprunghaft gestiegenen Bedarf nicht annähernd decken. Die Suche nach Hilfe kann nur auf Resonanz stoßen, wenn entsprechende Versorgungsangebote verfügbar sind. „Wir fürchten, dass betroffene Jungen und Männer sich nicht trauen, Unterstützung in Anspruch zu nehmen, oder wieder mutlos werden und im Dunkelfeld verschwinden, wenn sie keine adäquaten Ansprechpartner für sich und ihre Vertrauenspersonen finden. Deshalb müssen vorhandene spezialisierte Angebote rasch ausgebaut werden“, so Hubert Steger von der Männerberatung Wien und Matthias Nitsch von der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung (DGfPI e.V.).

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Und noch etwas betonen die Experten: Auch aktuell erleben Jungen tagtäglich sexualisierte Gewalt. Daher ist es besonders wichtig, Präventionsangebote geschlechtsspezifisch zu gestalten. Ein Modell dafür liefert Franz Gerd Ottemeier-Glücks, Pädagoge von mannigfaltig e.V. aus dem Kreis Minden-Lübbecke: „Seit Jahren sagen wir den Jungen: Auch ihr könnt Opfer werden. Und auch ihr habt das Recht auf Hilfe und Unterstützung!“

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Unterzeichnende:
Kim Bärmann, Münchener Informationszentrum für Männer, München.

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Ursula Enders, Zartbitter e.V., Köln.

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Georg Fiedeler, Beratungsstelle Anstoß – gegen sexualisierte Gewalt an Jungen und
männlichen Jugendlichen / Männerbüro Hannover e.V.

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Diana Filzhäfer, kibs – Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt, München.

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Heinrich Fischer, Kinderschutzambulanz NEUE WEGE, Bochum.

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Hans-Joachim Lenz, Forsche Männer & Frauen – Büro für Beratung, Bildung und Forschung, Freiburg (i. Breisgau).

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Ein Gedanke zu “Anlaufstellen für Jungen und Männer, die unteranderen auch sexuell mißbraucht worden sind- für Österreich / Schweiz

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