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************************************************ ********************************* *********************** *Pressemitteilung der Bundesärztekammer:
http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=3.71.8899.8902.8957Montgomery appelliert an Pharmaindustrie: Ethisch handeln und Hinrichtungen boykottieren
Berlin, 24.01.2011 „Auch die Bundesärztekammer fordert die Pharmaindustrie auf, Arzneimittel, die das Betäubungsmittel Thiopental-Natrium enthalten, nicht an die USA zu liefern. Wir appellieren an die Pharmaindustrie, ethisches Gewissen zu zeigen und die Hinrichtungen in den USA zu boykottieren“, so der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery. Die deutschen Ärztinnen und Ärzte unterstützen den entsprechenden Appell von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler (FDP) deshalb ausdrücklich. „Für die Pharmaindustrie ist das endlich die Gelegenheit, öffentlich darzulegen, dass sie sich den Menschen und nicht den Absatzmärkten verpflichtet fühlt.“ Das Betäubungsmittel Thiopental-Natrium ist ein Bestandteil der Giftmischung, die in den USA für Hinrichtungen verwendet wird. Thiopental-Natrium wird dort jedoch künftig nicht mehr produziert. Mit ihrer ablehnenden Haltung steht die Bundesärztekammer im Einklang mit dem Weltärztebund. * ******************************************** ********************************* ********************* * http://www.ama-assn.org/ * Washington- Insgesamt 13 Bundesstaaten haben die US-Regierung um eine Belieferung mit dem für Hinrichtungen genutzten Betäubungsmittel Thiopental gebeten. Das Justizministerium in Washington habe ein entsprechendes Schreiben erhalten, bestätigte eine Sprecherin am Donnerstag. Die Anfrage nach dem in den USA derzeit nicht produzierten Stoff werde geprüft, fügte sie hinzu. Thiopental wird bei Hinrichtungen eingesetzt, um Todeskandidaten zu betäuben, bevor ihnen zwei weitere Injektionen mit tödlichen Giften verabreicht werden.Bürgerrechtler prangern qualvolle Hinrichtungen in den USA an
London – In den USA sind nach Angaben der britischen Menschenrechtsorganisation Reprieve drei Menschen unter qualvollen Bedingungen hingerichtet worden, weil das verwendete Narkosemittel unzureichend war.
Im Oktober seien bei einer Hinrichtung mit der Giftspritze in Arizona die Augen des Verurteilten geöffnet geblieben, sagte der Anwalt und Zeuge Dale Baich am Sonntag in London. Dies deute darauf hin, dass das verwendete Narkosemittel Thiopental versagte und der Mann unter furchtbaren Qualen starb.
Reprieve zählte insgesamt drei Fälle auf, bei denen die Hingerichteten zunächst offenbar bei Bewusstsein blieben. In allen drei Fällen sei das Thiopental von der britischen Firma Dream Pharma geliefert worden.
Die Firma liefert das Mittel an die US-Bundesstaaten Kalifornien, Georgia, South-Carolina, Arkansas und Arizona, seit in den USA die Bestände aufgebraucht sind. Reprieve bereitet nun nach eigenen Angaben eine Klage vor dem Obersten Gerichtshof vor, um Dream Pharma zu zwingen, die von ihr gelieferten Narkosemittel zurückzuholen. © afp/aerzteblatt.de
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