ABGESPEIST: Verpflichtende Dioxin-Tests – Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion! / Aktuelle Dioxinproblematik: Verbraucher müssen sich keine Sorgen machen….

abgespeist - denn Etiketten lügen wie gedruckt

Newsletter: Verpflichtende Dioxin-Tests – Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion!
Hallo und guten Tag, 17.01.2011

wie sich die Ereignisse wiederholen: Über belastete Futtermittel ist Dioxin in unser Essen gelangt – wieder einmal. Tausende Bauernhöfe mussten gesperrt, die Auslieferung von Eiern und Fleisch gestoppt werden. Allerdings waren dioxinbelastete Futtermittel offenbar schon seit Monaten im Umlauf, giftige Produkte folglich auch lange im Handel. Das Schlimme ist: Der Skandal hätte verhindert werden können. Denn Tierfutter ist seit Jahren als eine Schwachstelle ausgemacht, über die Dioxin letztlich in Lebensmittel und damit auf unsere Teller kommt. Doch obwohl alle paar Monate ein neuer Fall bekannt wird, hat die Politik bisher nicht die notwendigen Maßnahmen ergriffen. Das ist der eigentliche Skandal.Bisher gibt es nur stichprobenhafte Dioxon-Tests. Dabei ist offensichtlich, was getan werden kann: Die Futtermittel-Hersteller müssen per Gesetz verpflichtet werden, künftig jede Lieferung jeder Futtermittelzutat zu beproben, die Analysen für die Behörden zu dokumentieren und zu hoch belastete Chargen zu entsorgen. foodwatch fordert das bereits seit mehr als fünf Jahren.Unter dem Druck von Medien und Bürgern hat Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen: Am vergangenen Freitag kündigte sie in ihrem „Aktionsplan“ genau solche Pflicht-Tests an. Noch zwei Tage zuvor hatte sie, angesprochen auf unsere Forderung, foodwatch jegliche Sachkompetenz abgesprochen. Das zeigt einmal mehr: Nur öffentlicher Druck bringt Politiker dazu, entschlossen für Verbraucherschutz und mehr Lebensmittelsicherheit zu handeln.Dieser Druck ist weiterhin nötig. Denn es reicht nicht, wohlklingende Maßnahmen anzukündigen – sie müssen auch umgesetzt werden. Und zwar ohne Ausnahmen und Sonderregeln, mit denen die Test-Pflicht ausgehebelt wird. Hier bleiben erhebliche Zweifel, denn Ilse Aigners Aktionsplan sieht bereits Ausnahmen von der Dioxin-Test-Pflicht für „risikoarme“ Futtermmittelzutaten vor – welche Zutaten genau damit gemeint sind, ist offen.Nur wenn Hersteller verpflichtet werden, ausnahmslos jede Zutat zu untersuchen, die Ergebnisse zu dokumentieren und zu hoch belastete Chargen zu vernichten, können Dioxin-Skandale wie der aktuelle verhindert werden. Der Futtermittel-Industrie sind solche Auflagen ein Dorn im Auge – und bisher hat Ilse Aigner den Konflikt mit der mächtigen Agrar-Lobby gescheut.

Die Politik darf dieses Mal nicht einknicken. Deshalb unsere Bitte: Machen Sie weiter Druck. Unterstützen Sie die Forderung nach gesetzlich vorgeschriebenen Dioxin-Tests – und zwar ohne Ausnahme – und unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion an Ilse Aigner:

http://www.foodwatch.de/dioxin-aktion

Klicken Sie sich rein,

Ihr foodwatch-Team

PS: Der aktuelle Dioxin-Skandal zeigt einmal mehr: Die Politik schützt die Interessen der Industrie besser als die der Verbraucher. Umso wichtiger ist eine starke, unabhängige Verbraucherorganisation

 

"Diese Ministerin ist eine Dekoration…nichts nutz Ministerin…Deko-Ministerin"

"du hast vergessen das diese auch noch den Hausfrauen erzählen wollen wo es langgeht. Viele wählen wir ja nicht direkt oder hast du diese Von der Leihen in ihr Amt gewählt? Oder der Rest der Bargasche"

"SOSO…das haben die Bilderberger also beschlossen?? Du wirst sehen, Du IRRST DICH —ILSE AIGNER SOLLTE MAN TEEREN, FEDERN, … UND INS EXIL SCHICKEN !!! noch nie hat ein Politiker offensichtlicher als sie, gegen den Bürger gearbeitet (vielleicht ist sie nur nicht clever genug es zu vertuschen) …wir brauchen keine Lobbysprecherin !!!-verdammte Augenwischerei…was die wohl für ziele verfolgt???"

"junge junge junge ich weiss nicht was noch alles passieren muss !!! Deutschland braucht eine verfassung !!! Wacht auf leute wacht auf !!!"

"..es ist ein Vorsorge-Grenzwert und man muss insgesamt versuchen die DIOXIN – Belastung so g e r i n g wie m ö g l i c h zu halten!"

0:54 so Frau Aigner

Tatsache ist, dass das DIOXIN vorsätzlich auf die fragwürdigen Grenzwerte aufgestockt wurde und darüber hinaus!

…das war in Fachkreisen scheinbar schon länger bekannt"

"Da hat man möglicherweise relativ Dioxin-freie Nahrungsmittel und die Industrie hat nichts besseres zu tun als seine belasteten "technischen-Öle" mindestens bis zum Dioxin-Grenzwert beizumengen.

Doch dieser Grenzwert wurde auch nachweislich z.T. deutlich überschritten – außerdem ist er "…ohnehin zu hoch angesetzt!" so Thilo Bode von Foodwatch"

 

Ich werde immer sprachloser. Was kann man noch über so viel Naivität, nein, Dummheit, sagen? Ich frage mich immer häufiger, welche Irrenanstalt seine Tore geöffnet hat, um die Politiker-Stellen mit 'geeignetem Personal' zu besetzen?

Aigner:
"Entscheidend und wichtig und sicher ist, daß für die Verbraucher klar ist: "Es darf nichts in den Handel gelangen, was sozusagen belastet ist.' "

Wirklich? Neee, oder? Es darf tatsächlich 'sozusagen Belastetes' nicht in den Handel? Und das muß dem Verbraucher auch klar sein?

Liebe Ilse … dem 'Verbraucher' war das schon immer klar. Dir nicht? Euch nicht?

Aigner:
"Deshalb ist genau richtig gewesen, daß die Länder, die zuständigen Länder, …"

Jup … sehr gut die Kurve gekriegt. Was sagst Du hier, Ilse? "Menno, laßt mich zufrieden, ich bin ja gar nicht verantworlich, die Länder sind doch zuständig!"

Aigner:
"[…] damit sicher gestellt ist, daß keine Lebensmittel mehr auf den Markt kommen … keine neuen Lebensmittel […]"

Liebe Ilse … manchmal weißt Du selbst nicht, was Du laberst, oder?

Interviewer: "Wieso sehen wir sie nicht wütender?"
Ilse: "Ich bin auf alle Fälle total enttäuscht, daß dieser Sachverhalt zustande gekommen ist […]"

Ja, totaaaaal enttäuscht. Das ist so gemein von der Lebensmittel-Erzeugungs-Industrie, daß denen der Verbraucher soooo scheiß-egal ist. Dabei stimmt das gar nicht. Die Industrie denkt mit! Dioxin- oder sonstwie verseuchte Lebensmittel sorgen für kranke Menschen! Und? Klingelt da etwas? Jup … Haben wir nicht eine ausgezeichnete Pharmaindustrie, die doch auch leben muß? Hier tut doch der eine etwas für den anderen – DAS ist Solidarität!

Naja … neben Ilse mit ihrem Geschwafel gibt's noch viele andere, die zu beachten sind. Wenn für mich jemals "Hilflosigkeit" einen Namen hatte … ab heute heißt sie "Ilse"

BfR – Presseinformation
Bundesinstitut für Risikobewertung
Thielallee 88 – 92, D – 14195 Berlin, Telefon: 030-18412-4300, Telefax: 030-18412-4970 Presserechtlich verantwortlich: Dr. Suzan Fiack4/2011, 26. Januar 2011
Aktuelle Dioxinproblematik: Verbraucher müssen sich keine Sorgen machen

BfR hat gesundheitliches Risiko auf Basis der gemessenen Gehalte in Eiern, Schweinefleisch, Geflügelfleisch und Milchprodukten beurteilt

Die Verunreinigung von Futtermitteln mit Dioxinen hat die Verbraucherinnen und Verbraucher erheblich verunsichert. Inzwischen wurden von Behörden der Bundesländer sowie von Mitgliedern von Fachverbänden des Agrarsektors zahlreiche Proben von Eiern, Fleisch, Milchprodukten und Futtermitteln auf ihre Gehalte an Dioxinen untersucht. Ergebnis: Nur in wenigen Fällen liegen die gemessenen Gehalte bei Eiern, Fleisch von Legehennen und Schweinefleisch über den gesetzlichen Höchstgehalten. Bei Milchprodukten und Geflügelfleisch wurden keine Überschreitungen festgestellt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat das gesundheitliche Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher auf Basis dieser Daten abgeschätzt. „Selbst wenn in den letzten Monaten Eier oder Schweinefleisch mit Gehalten im Bereich der höchsten gemessenen Werte über einen längeren Zeitraum verzehrt wurden, ist eine Gefährdung der Gesundheit nicht zu erwarten“, sagte BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel auf einer Pressekonferenz zum Thema Dioxin in Lebensmitteln anlässlich der Grünen Woche in Berlin.

Das BfR legte bei seiner ersten Abschätzung Szenarien zugrunde, in denen Verbraucherinnen und Verbraucher über einen längeren Zeitraum täglich 2 Eier (á 60 Gramm) verzehrt hätten. Zugleich wurde angenommen, dass diese Lebensmittel bei jeder Mahlzeit die höchsten gemessenen Gehalte von 12 Pikogramm je Gramm Fett aufwiesen. Nach diesem Worst-Case-Szenario würde die Körperlast (Body-Burden) eines jungen Erwachsenen im Verlauf eines Monats kaum merklich von 10,0 Pikogramm je Gramm Körperfett auf 10,336 Pikogramm je Gramm Körperfett ansteigen.

Unter Körperlast oder Body-Burden versteht man die Menge an Dioxinen, die ein Mensch bei der täglichen Aufnahme von Dioxinen aufgrund der Hintergrundbelastung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt seines Lebens angesammelt hat und langfristig in seinem Körper trägt.

Selbst im theoretischen Fall, dass jemand ein Jahr lang Lebensmittel mit den höchsten gemessenen Dioxingehalten verzehrt hätte, stiege dessen Körperlast nur mäßig an. Am Ende des Jahres wäre sie nach dem Verzehr von insgesamt 730 Eiern mit dem höchsten gemessenen Dioxingehalt um 4 Pikogramm auf insgesamt 14 Pikogramm je Gramm Körperfett gestiegen.

Vor 20 Jahren hatten junge Erwachsene noch eine Körperlast von 30 Pikogramm Dioxine je Gramm Körperfett. Selbst bei diesen im Vergleich zu heute hohen Werten konnten bisher keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen nachgewiesen werden. Das BfR kommt daher zu dem Schluss, dass selbst bei Menschen, die in jüngster Zeit in größerem Umfang Eier und Eiprodukte oder Schweinefleisch mit einer Dioxinbelastung über dem jeweiligen Höchstgehalt verzehrt haben, eine gesundheitliche Beeinträchtigung auch langfristig nicht zu erwarten ist.

Legt man die derzeit in Verdachtsproben nachgewiesenen mittleren Dioxin-Gehalte in Lebensmitteln zugrunde, wird die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI: Menge eines Stoffes, die über die gesamte Lebenszeit pro Tag aufgenommen werden kann, ohne dass spürbare Auswirkungen auf die Gesundheit der Verbraucher festzustellen sind.) allein durch die Aufnahme von Dioxinen (WHO-PCDD/F-TEQ) aus Eiern zu ca. 4 % ausgeschöpft. Dabei wird von einem mittleren Verzehr auf Basis der Daten der Nationalen Verzehrsstudie II ausgegangen. Bei Schweinefleisch liegt dann eine Ausschöpfung des TDI von ca. 1 % vor. Für Vielverzehrer von Eiern und Schweinefleisch ergäbe sich eine Ausschöpfung des TDI von etwa 10% durch Eier und 2 % durch Schweinefleisch.

Bei Stoffen wie den Dioxinen ist nicht die täglich zugeführte Dosis, sondern die im Körper befindliche Menge, also die Körperlast, entscheidend für Auswirkungen auf die Gesundheit. Dioxine reichern sich im Körper an, und jeder Mensch nimmt aufgrund der bestehenden Hintergrundbelastung täglich Spuren von Dioxinen über verschiedene Lebensmittel auf. Es ist folglich dafür zu sorgen, dass auch im Alter eine gesundheitlich kritische Körperlast nicht erreicht wird. Die Aufnahme von Dioxinen über die Nahrung muss deshalb so weit wie möglich minimiert werden. Aus diesem Grund sind Überschreitungen der gesetzlichen Höchstgehalte in Lebens- und Futtermitteln nach Ansicht des BfR nicht hinnehmbar.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

ende bfr-p

Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars, all interested persons
Nutrition / Health / Health Care
transregional, national
Press Events, Transfer of Science or Research
German
 
 
 
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