2.Teil Männerhassbuch: Beziehung / Abtreibung / Empfindlichkeit" von Männern

(eingestellt:ohmannohjens)

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Männerhassbuch

von

Christoph Altrogge

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5. Beziehung

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5.1.      Abtreibung
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5.2.      Beziehungsanbahnung
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5.2.1.      Frau lässt sich nach wie vor umwerben
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5.2.2.      „Toller Hecht versus Schlampe“
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5.3.      Recht des Mannes auf sexuelle Selbstbestimmung

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5.3.1.   Allgemeines

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5.3.2.   Sexuelle Belästigung durch Frauen

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5.3.3.   Binationale Ehen

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5.3.3.1. Das Klischee

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5.3.3.2. Die Wahrheit

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5.3.3.3. Minderwertigkeitskomplexe der Kritiker als Ursache für das Klischee
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5.3.3.4.     Rassismus bei den Kritikern
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5.3.4.     Noch niemals in einer Beziehung mit einer Frau gewesene Männer
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5.3.4.1.     Die Ausgangslage
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5.3.4.2.     Gründe für die Diskriminierungen aus Punkt 5.3.4.1.
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5.3.4.3.     Die Propagandalüge von den zu hoch hängenden Trauben
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5.3.4.3.1.     Die Ausgangslage
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5.3.4.3.2.     Die wahren Gründe
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5.3.4.3.3.     Ein Beispiel aus der Praxis
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5.3.4.3.4.     Ein „alter Hut“ – Gääähn …
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5.3.4.3.5.     Schlagfertige Antworten auf den Trauben-zu-hoch-Spruch
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5.3.4.4.     Die wahren Gründe für das freiwillige Alleinleben von
Männern
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5.3.4.5.     Die „telepathischen Fähigkeiten“ der Frauen
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5.3.4.6.     Frauen dürfen unter sich sein, Männer nicht
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5.3.4.7.     Der Widerspruch mit der verkrampften Frauensuche

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6.     Bildung

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6.1.     Schulleistungen von Jungen
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6.2.     Unbewusste Diskriminierung?
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7.     Bücher
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8.     Eigenschaften
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9.     Einkaufsverhalten von Männern
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10.     Einkommen
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11.     „Empfindlichkeit“ von Männern
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11.1.     Das Klischee vom ach so wehleidigen Mann
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11.2.     Die wissenschaftlichen Gegenbeweise

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11.3.     Resümee
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5. Beziehung

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5.1. Abtreibung

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Männer haben kein Mitspracherecht, wenn eine ihnen nahe Stehende Frau eine Abtreibung vornehmen will.

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5.2. Beziehungsanbahnung

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5.2.1. Frau lässt sich nach wie vor umwerben

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Trotz angeblicher Gleichberechtigung tragen Männer bei der Beziehungsanbahnung nach wie vor das alleinige Risiko einer Abfuhr.

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5.2.2.

„Toller Hecht versus Schlampe“

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Ein gern in Richtung Männer vorgetragener Vorwurf lautet, dass, wenn ein Mann erotisch sehr aktiv wäre, er dafür als „toller Hecht“ gelte, eine Frau hingegen bei gleichem Verhalten als „Schlampe“. Praxisbeobachtungen zeigen jedoch, dass Männer tendenziell einen solchen Mann als einen gefährlichen Rivalen betrachten und versuchen, ihn durch sozialen Druck, im Extremfall auch durch physische Gewalt oder Mord loszuwerden. Bewunderung kommt eher von Frauen, nach dem Motto: Wer bereits bei so vielen Frauen Erfolg hatte, muss Qualitäten als Liebhaber besitzen.

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5.3.

Recht des Mannes auf sexuelle Selbstbestimmung

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5.3.1. Allgemeines

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Männern wird in Beziehungsangelegenheiten das Recht auf eine freie Wahl des Lebensstiles abgesprochen. Beispiele hierfür in den folgenden Punkten.
5.3.2. Sexuelle Belästigung durch Frauen

Wenn Männer von einer Frau sexuell belästigt werden und sie ihr Unbehagen darüber auch zeigen, wird ihnen ebenfalls auf sehr hasserfüllte Weise der Vorwurf entgegengebracht, sie bekämen „psychische Kastrationsängste“, wenn ihnen eine erotisch selbstbewusste Frau gegenübertritt.

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5.3.3. Binationale Ehen

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5.3.3.1. Das Klischee

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Männer, welche eine Ehe mit einer Frau aus einem südländischen Kulturkreis eingehen, werden von der medialen Öffentlichkeit und ihrem Umfeld oftmals sehr massiv angefeindet. In den Medien werden sie meistens in Form von zwei Stereotypen dargestellt. Der eine wird als unterdurchschnittlich gebildet, der unteren Einkommensgruppe und dem unteren sozialen Milieu zugehörig und gewalttätig gegenüber seiner Partnerin beschrieben. Klischee Nummer Zwei beschreibt einen selbstunsicheren, gehemmten Typ mit stark ausgeprägter Neurose gegenüber seiner Mutter, welche auch in seinem Erwachsenenleben eine dominante Rolle spielt.

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5.3.3.2.

Die Wahrheit

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Vertreter beider Persönlichkeitsprofile existieren in der Praxis durchaus. Die reine Aufteilbarkeit auf diese zwei Archetypen lässt sich jedoch durch keine seriöse statistische Erhebung belegen. Da binationale Ehen in einigen Ländern Europas bereits einen relativ hohen Prozentsatz der geschlossenen Ehen ausmachen, ist damit auch eine hohe Vielfalt an demoskopischen Merkmalen der beteiligten Partner verbunden. Ehen dieser Art lassen sich längst nicht mehr auf bestimmte Persönlichkeitsstrukturen, Einkommensgruppen oder Berufsbilder beschränken. So berichtete etwa der „Kölner Stadtanzeiger“ in seiner Ausgabe vom 10. Januar 2008: „Immer mehr Männer heiraten Frauen aus ärmeren Ländern. Die Zahl entsprechender Eheschließungen in Deutschland stieg von rund 16.000 im Jahr 1989 auf rund 33.000 im Jahr 2004. Das berichtet das Magazin ‚Psychologie heute‘ unter Berufung auf eine Studie der Freien Universität Berlin. Darin untersuchte der Kulturwissenschaftler David Glowsky, warum deutsche Männer Frauen aus ärmeren Ländern heiraten. Sein Fazit: Gängige Annahmen, nach denen diese Männer äußerlich weniger anziehend und sozial isoliert sind, stimmen nicht. Männer mit Ehefrauen aus wirtschaftlich schwächeren Ländern sind ähnlich attraktiv und sozial eingebunden wie Männer mit deutschen Partnerinnen. Auch Einkommen und Bildung weisen der Studie zufolge ein vergleichbares Niveau auf. (Hervorhebung im Text durch den Autor.)“

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5.3.3.3.Minderwertigkeitskomplexe der Kritiker als Ursache für das Klischee

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Die Ursache für die flächendeckende Verbreitung der zwei Stereotype lässt sich mutmaßlich mit einem unbewussten Angstreflex einheimischer Frauen erklären. Die fremdländische Frau wird vermutlich unterschwellig als eine Bedrohung ihrer Monopolstellung auf dem Paarungsmarkt empfunden. Selbst wenn die einheimische Frau in einer Beziehung lebt oder sich zu einem Single-Dasein entschlossen hat, könnte es trotzdem sein, dass sie zumindest die theoretische Vorstellung genießt, durch das Gewähren sexueller Gunst Macht über Männer ausüben zu können. Und durch die Immigration der fremdländischen Frau fällt arithmetisch betrachtet der „Marktwert“ ihrer Sexualität. Die Verbreitung der beschriebenen zwei Klischees soll daher wahrscheinlich ebenfalls unbewusst zwei Funktionen erfüllen. Zum einen die der „Rache“ an den „ethnisch fremdgehenden Männern“ und zum zweiten die der Abschreckung für andere Männer, Gleiches zu tun.

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5.3.3.4.

Rassismus bei den Kritikern

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Und darüber hinaus verhalten sich viele Kritikerinnen solcher Ehen auch in einem hohen Maße rassistisch. Denn durch den Vorwurf, „bei dem betreffenden Mann habe es ’nur‘ zu einer Dritt-Welt-Frau gereicht, weil er bei einheimischen Frauen angeblich nicht landen konnte“, wird der ausländischen Frau ja praktisch eine Minderwertigkeit ihrer Person unterstellt.

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5.3.4. Noch niemals in einer Beziehung mit einer Frau gewesene Männer

*5.3.4.1. Die Ausgangslage

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Wenn eine Frau allein, ohne Mann lebt, dann ist das heutzutage gesellschaftlich akzeptiert beziehungsweise wird zum Teil sogar als fortschrittlich angesehen, von bestimmten Medien sehr gelobt („Powerfrauen“). Ebenfalls wird von den Medien solchen Frauen oftmals blanko ein Gefühl des Bedauerns entgegengebracht, weil man seitens der Medien unterstellt, das Alleinsein dieser Frauen resultiere daraus, weil sich Männer „vor ihrer Stärke fürchteten“. Männer hingegen erfahren Hass und Verachtung (vor allem von Frauen), wenn sie ab einem gewissen Alter (25, 30, 35 Jahre) noch niemals eine Beziehung zu einer Frau gehabt haben. Sie werden sozial diskriminiert und stigmatisiert. Verbreitete Vorurteile gegen Männer ohne Beziehungserfahrungen sehen meistens so aus, dass man sie als
– „Trottel, welche keine Frau abgekommen haben“, – „Muttersöhnchen“, – verkappte Homosexuelle oder selten auch – Frauenhasser einstuft.

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5.3.4.2.

Rassismus bei den Kritikern

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Gründe für die Diskriminierungen aus Punkt

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5.3.4.1.Wenn Männer diese Klischees verbreiten, könnte eine unterschwellige Angst dahinter stecken,

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bei der Wahl des eigenen Lebensstiles etwas verkehrt gemacht zu haben. Möglicherweise hatten oder haben diese Männer schlechte Beziehungserfahrungen mit Frauen. Ein Mann, der noch nie eine Beziehung zu einer Frau hatte, könnte daher mit seiner Lebensweise unbeabsichtigt ein unbequemes Spiegelbild vorhalten. Es könnte Neid entstehen auf die entgangenen Möglichkeiten, die in der unglücklichen Beziehung verwehrt blieben. Seien es diverse Freiheiten, sei es die bloße Abwesenheit von Beziehungsterror durch die Partnerin. Und diese unangenehmen Selbstzweifel werden dann durch das Aufbauen von Hassgefühlen gegenüber dem frauenlosen Mann kompensiert. All die negativen eigenen Gefühle werden von sich selbst abgespalten und aggressiv auf den Mann ohne Beziehungserfahrung projiziert. Auch bei Frauen dürften Angst und Hilflosigkeit die Auslöser dieser Verhaltensweise sein. Bei aller Frauenunterdrückung in den vergangenen 2000 Jahren – ein mächtiges „Druck- und Erziehungsmittel“ gegenüber den Männern besaßen die Frauen stets: das Gewähren sexueller Gunst. Ein Mann über 25 oder über 30, welcher noch nie eine Beziehung zu einer Frau hatte, könnte daher bei Frauen die unterschwellige Angst auslösen, weiblichen Verführungsversuchen gegenüber immun zu sein. Diese Angst erzeugt dann ein Gefühl von Ohnmacht, welches ebenfalls wieder durch das Aufbauen von Hassgefühlen kompensiert wird. Denn nicht selten lösen Gleichgültigkeit oder Ablehnung eines Mannes gegenüber einem sexuellen Angebot einer Frau im besten Fall völlige Rat- und Verständnislosigkeit, oftmals aber auch unkontrollierte Wutausbrüche aus. Diese äußern sich dann oftmals in unsachlichen Unterstellungen wie Impotenz oder Homosexualität.

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5.3.4.3. Die Propagandalüge von den zu hoch hängenden Trauben

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5.3.4.3.1. Die Ausgangslage

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Eine spezielle Problematik in diesem Zusammenhang ist ein feindseliges Klischee, welches gegenüber Männern herrscht, welche sagen, sie lebten deshalb allein, weil sie kein Interesse an Frauen hätten. Diesen Männern wird dann in der Regel in extrem hasserfüllter Weise von Frauen die bekannte alte, griechische Äsop-Fabel vom Fuchs, dem die Trauben zu hoch hängen, entgegengehalten.

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5.3.4.3.2.

Die wahren Gründe

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Der Grund für dieses Verhalten liegt auf der Hand. Die Souveränität dieser Männer macht Frauen mit einem schwach ausgeprägten Selbstwertgefühl Angst. Denn diese Männer geben deutlich zu verstehen, dass es unmöglich ist, durch den Einsatz „weiblicher Reize“ Macht über sie auszuüben. Und diese Stärke, diese Unabhängigkeit, erzeugt bei psychisch labilen Frauen Angst. Mit ihrem arroganten und aggressiven Auftreten beweisen diese Frauen letztendlich immer nur eines – ihre rasende Furcht, die sich dahinter verbirgt. Furcht, ihre „Währung Sex“ – die einzige Währung, die sie haben – könnte plötzlich nichts mehr wert sein. Und mit dem aggressiven Beschimpfen männlicher Sex-Verweigerer soll der Wert eben dieser „Währung“ künstlich aufrecht erhalten werden. Denn wenn der Mann, der Desinteresse an Frauen bekundet, nicht ihr Typ ist, bräuchten sie sich ja gar nicht weiter aufzuregen. Da bräuchten sie sich ja in keiner Weise persönlich angegriffen zu fühlen. Und als Reaktion auf diese Angst darauf tritt wieder derselbe Effekt ein, der schon unter Punkt 5.3.3.3. beschrieben wurde. Besagte Angst wird durch das Sich-Hineinsteigern in Hassgefühle ausgeglichen. Psychische Instabilität und Aggressivität sind bekanntlich die beiden Seiten von ein und derselben Medaille. Im Grunde handelt es sich bei diesen Frauen um das Gegenstück zu jenen Männern aus der Frühzeit des Feminismus in den Siebziger und Achtziger Jahren, die gern Sätze äußerten wie: „Feministinnen müssten bloß einmal alle richtig durchgef…. werden“, „Feministinnen haben bloß keinen Stecher abgekriegt“ und Ähnliches.

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5.3.4.3.3. Ein Beispiel aus der Praxis

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Ein sehr guter Beitrag zu dem Thema fand sich im Männerrechtlerforum „Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?“, wo ein Internetteilnehmer mit dem Nicknamen Nikos die Situation auf sehr pointierte und sehr volksnahe Weise zusammenfasste:
“ … dann haben wir bei Erwachsenen folgende Konstellationen, zumindest in Deutschland:

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1. Der Mann macht eine Frau an. Der gilt meistens als Macho. Die Frau gilt als Opfer, es sei denn der Mann entspricht ihrem Geschmack. Wenn sie ablehnt, gilt sie als stark, sie weiß das Schlechte abzuwehren, wenn sie zustimmt, gilt sie als stark, sie weiß das Gute zu schätzen. Frau ist immer stark.

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2. Der Mann macht die Frau nicht an. Der gilt meistens als Dummkopf, wenn er schlecht aussieht/kein Geld hat, oder schwul, wenn er gut aussieht, egal ob er Geld hat oder nicht.

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3. Die Frau macht einen Mann an. Sie gilt meistens als emanzipiert und selbstbewusst. Der Mann gilt als nebensächliches Objekt. Wenn er zustimmt, gilt er meistens als Verhungerter, wenn er ablehnt, gilt er meistens als schwul.

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4. Die Frau macht den Mann nicht an. Passiert gar nicht. Der Mann gilt als entweder schwul, hässlich, machohaft, dumm, böse oder alles zusammen. Einer Frau kann man einen solchen Mann nicht zumuten, er wird meistens gar nicht wahrgenommen.

Zumindest ist es in D so, oder nicht?
Nikos“
Leider nicht nur in Deutschland, möchte man anfügen …

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5.3.4.3.4. Ein „alter Hut“– Gääähn …

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Von ihrer sachlichen Unrichtigkeit abgesehen – diese Verbalattacke muss man auch als extrem phantasielos bezeichnen. Wie aus der Forschung eindeutig hervorgeht, war das Stigmatisieren des ideologischen oder militärischen Gegners über seine Sexualität (Unterstellen von „Vielweiberei“, von Homosexualität, …) bereits zu biblischen Zeiten Gang und Gebe. Seitdem zog sich diese Taktik wie ein roter Faden durch die Jahrhunderte. Die Attacke sagt also sehr viel mehr aus über denjenigen, der sie ausspricht, als über denjenigen, an den sie gerichtet ist.

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5.3.4.3.5. Schlagfertige Antworten auf den Trauben-zu-hoch-Spruch

Solche Antworten könnten etwa lauten:

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„Wieso sollten irgendwelche Trauben zu hoch hängen? Haben Sie noch nie davon gehört, dass es heutzutage Erntemaschinen gibt?“

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„Die können so hoch hängen, wie sie wollen. Ich habe sehr gute Erntehelfer an der Hand. Kann ich mir problemlos leisten bei meinem Gehalt.“

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„Die Trauben hängen zu hoch? Johannisbeeren pflücken kann doch schon ein kleines Kind.“

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„Da hängen sie eben zu hoch. Haben wenigstens die Amseln und Meisen eine ordentliche Mahlzeit.“

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„Dann pflanze ich eben was anderes an auf meinem Acker an. Erdbeeren sind auch ein schönes Obst.“

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„Nicht halb so hoch, wie Sie Ihre Nase tragen!“

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„Mir hängen überhaupt keine Trauben zu hoch. Ich kaufe meinen Wein bereits fertig in der Flasche im Supermarkt.“

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„Was die Trauben an Höhe zuviel haben, das gleiche ich mit der Größe meines Charakters aus.“

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„Es gibt auch eine Menge Regionen der Welt, die mich als Urlaubsziel nicht sonderlich interessieren. Das bedeutet auch nicht, dass dort ein Einreiseverbot gegen mich vorliegt.“

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„Stimmt, der Großteil der Frauen ist von meiner umwerfenden Erscheinung so beeindruckt, dass sie vor lauter Hemmung gar nicht erst versuchen, mit mir Kontakt aufzunehmen.“

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„Stimmt, Frauen wollen tatsächlich nichts mit mir zu tun haben. Die haben alle Angst vor meinem riesengroßen Schw…“

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„Sehen Sie, genau diese Einstellung ist der Grund, warum ich mit Frauen nichts zu tun haben möchte. Eine schönere Bestätigung für die Richtigkeit meiner Lebensweise hätten Sie mir gar nicht liefern können.“

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„Da haben Sie vollkommen Recht! – Depperten darf man nicht widersprechen!“

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„Kriegt Ihr Frauen eigentlich irgendeinen Mengenrabatt, wenn Ihr beim Beschimpfen immer wieder ein und denselben Schwachsinn wiederholt?“

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„Bezüglich des Hochhängens widerspreche ich gar nicht mal. Nur dummerweise schmeckt ihr weiblichen Trauben dann tatsächlich essigsauer, wenn man euch erst einmal gepflückt hat. Das merkt man immer erst hinterher, wenn es zu spät ist!“
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„Dieser Witz ist bereits so alt, wie sie aussehen!“

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„Also, wenn S I E mich sexuell nicht für attraktiv halten, ist das für mich wahrhaft kein großer Verlust.“

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„Wer sich so sehr für das Sexualleben anderer interessiert, muss selber e x t r e m s t unterversorgt sein.“

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„Was sexuelle Erfolglosigkeit betrifft, sprechen Sie sicherlich aus Erfahrung, wenn ich mir Sie so ansehe …“

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„Die Beleidigungsversuche von euch modernen Frauen heutzutage sind genauso wie der Sex mit euch: öd und langweilig.“

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„Die Trauben mögen ja vielleicht zu hoch hängen. Deswegen sind sie allerdings noch nicht so verschrumpelt und runzlig geworden wie Sie!“

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„Der Gedanke, dass es Männer gibt, die Sie mit Tittenwackelei nicht beeindrucken können, muss Ihnen wohl mächtig Angst machen. Kein Wunder, wenn man sonst nicht viel zu bieten hat.“

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„Ihre Beleidigungsversuche sind so billig wie Ihr Make-up.“

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„Sie sind ja sogar zu blöd dazu, sich eigene Beleidigungen auszudenken. Nicht einmal dazu sind Sie in der Lage.“

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„Haben Sie vielleicht gerade Ihre Tage, dass Ihre Beleidigungen so geistlos ausfallen?“

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5.3.4.4. Die wahren Gründe für das freiwillige Alleinleben von Männern

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Zunächst muss festgehalten werden, dass, wenn ein Mann sich entschließt, allein zu leben, das seine Privatsache ist. Die Öffentlichkeit hat dabei kein Einmischungsrecht. Darüber hinaus werden die in diesem Punkt beschriebenen Klischees der Vielfalt heutiger Beziehungsformen in keiner Weise gerecht und sind daher zum allergrößten Teil als unwahr einzustufen. Desinteresse von Männern am Zusammensein mit Frauen kann eine Vielzahl von Gründen haben:

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– bereits gemachte schlechte Erfahrungen mit Frauen, sei es durch dominante Frauen in der Kindheit oder durch Ex-Partnerinnen,

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– so genannte Asexualität, ein vermutlich schon immer existierendes medizinisches Phänomen, welches man jedoch erst in jüngster Zeit zu erforschen begann,

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– eine momentan negative persönliche wirtschaftliche Lage und daraus resultierende Überlegungen der Nicht-Leistbarkeit einer Beziehung oder Familie,

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– das Vorhandensein effizienterer Möglichkeiten zur sexuellen Befriedigung, sei es durch Masturbationsvorlagen oder Bordellbesuche,

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– die Möglichkeit, dass Frauen auch ohne einen bestimmten Grund im Leben eines Mannes keine große Rolle spielen, weil eine ganze Reihe anderer Interessen vorhanden sind,

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– Angst vor beträchtlichen finanziellen Verlusten im Falle einer Scheidung sowie vor Umgangsvereitelung mit gemeinsamen Kindern seitens der Ex-Ehefrau.

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– Thematisch eng verwandt mit dem letzten Punkt: In westlichen Industrienationen wird mittlerweile der übergroße Teil der Scheidungen von Frauen eingereicht. Es ist deswegen ein völlig legitimes Recht von Männern, eine entsprechende Risikoanalyse durchzuführen, bevor sie sich auf eine dauerhafte Beziehung mit einer Frau einlassen. Und es ist ein ebenfalls demokratisches Recht von Männern, das entsprechende Risiko als zu hoch einzustufen und deshalb nicht einzugehen. Männern daraus auch nur im Geringsten einen Vorwurf zu konstruieren, ist unzulässig.

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– Es ist kein zwingend logischer Zusammenhang erkennbar zwischen dem Aussprechen der Behauptung des Desinteresses und dem automatischen Vorliegen einer Lüge.

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– Eine Ablehnung durch Frauen und gleichzeitiges umgekehrtes Desinteresse an Frauen müssen keine Gegensätze sein. Beides kann gleichzeitig eintreffen.

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5.3.4.5.

Rassismus bei den Kritikern

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Die „telepathischen Fähigkeiten“ der Frauen

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Unfreiwillige „Schützenhilfe“ bekam das Klischee von den angeblich zu hoch hängenden Trauben durch etwas zweifelhafte Forschungsergebnisse aus dem Geschlechterbereich, welche zu Beginn des 21. Jahrhunderts auftauchten. Die für den gesunden Menschenverstand haarsträubend klingende These lautet folgendermaßen: Bei einer Beziehungsaufnahme zwischen Mann und Frau sei es von jeher die Frau gewesen, welche die aktivere Rolle gespielt habe. Selbst wenn sie überhaupt keine nach außen hin erkennbaren Tätigkeiten unternommen habe. Die Frau hätte stattdessen stets aus ihrem Unterbewusstsein heraus mit bloßem Auge nicht erkennbare körperliche Signale gesetzt, die ebenfalls wieder in das Unterbewusstsein des von ihr auserwählten Mannes gedrungen wären. Der Mann sei dann quasi „hypnotisiert“ auf die Frau zugegangen und habe sie angesprochen in der Illusion, er habe den ersten Schritt gesetzt. Wie jedoch zu erklären ist, dass auch schon Beziehungen zustande gekommen sind, indem ein Mann eine Frau angesprochen hat, welche diesen noch nie zuvor bemerkt hatte, darauf blieben die Wissenschaftler eine Antwort schuldig. Ebenfalls schwer mit dieser Theorie vereinbar wirkt die Tatsache, dass Männern immer wieder vorgeworfen wird, sie könnten ein „Nein“ nicht akzeptieren, wenn sie versuchen, einen erotischen Kontakt zu einer Frau herzustellen. Denn wenn die Frau den Mann mit ihren „unterbewussten Signalen“ angeblich angelockt hat, wieso lehnt sie ihn dann ab, wenn er sie anspricht? Man muss diese „Forschungsergebnisse“ freilich auch stark im Kontext der allgemeinen Frauenverglorifizierung sehen, welche zu jener Zeit in den Medien der westlichen Welt stattfand.

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5.3.4.6. Frauen dürfen unter sich sein, Männer nicht

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Was in dem Gesamtzusammenhang ebenfalls nicht begreiflich ist: Die Schaffung bestimmter männerfreier Zonen für Frauen (Frauenhäuser, Frauencafés, Frauenbuchläden, Zeiten in Schwimmbädern, Jugendklubs, Fitnesscentern und Saunas nur für Frauen) ist gesellschaftlich akzeptiert. Wenn jedoch ein Mann allein nur sein privates Umfeld aus irgendwelchen Gründen frauenfrei gestalten will, so wird dies von der Gesellschaft auf höchst aggressive Weise abgelehnt, wie man an der sozialen Verachtung frauenloser Männer sieht.
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n5.3.4.7. Der Widerspruch mit der verkrampften Frauensuche

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Ein ebenfalls nicht verständlicher Widerspruch, vor allem im Zusammenhang mit der „Saure-Trauben-Problematik“: Bei Lebensberatungen in Printmedien und Internet wird Männern ohne Beziehungserfahrung immer wieder geraten, dass sie ihre Attraktivität in einem ersten Schritt zunächst dadurch erhöhen können, indem sie aufhören, „krampfhaft“ eine Frau kennen lernen zu wollen. Dass sie erst einmal versuchen sollen, auch ohne Frau glücklich zu werden, weil diese „Verkrampftheit“ eine mögliche Ursache für die bisherigen Misserfolge sein könnte. Auf der anderen Seite existiert jedoch, wie erwähnt, ein gnadenloser Hass auf Männer ohne Beziehungserfahrungen, die ein Desinteresse an Frauen bekunden.

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6. Bildung

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6.1. Schulleistungen von Jungen

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Jungen weisen schlechtere Schulleistungen als Mädchen auf und stellen mittlerweile auf Haupt- und Sonderschulen die Mehrheit, auf Gymnasien die Minderheit. Trotzdem werden fast nur Initiativen in Richtung mädchenorientiertes Lernen für Mathematik/Naturwissenschaften unternommen. (Stand 2006.)

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6.2.

Rassismus bei den Kritikern

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Unbewusste Diskriminierung?

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Bei seinem Test wertete Victor Lavy von der Hebrew University in Jerusalem mehrere Hunderttausende Benotungen von Schülern staatlicher israelischer Schulen in den Jahren 2000 bis 2002 aus. Der Ökonom nutzte dabei eine Besonderheit des israelischen Abiturs: Jeder Anwärter auf die Hochschulreife hat in jedem Fach gleich zwei sehr ähnliche Prüfungen zu überstehen, die sich vor allem in einem unterscheiden: die erste wird vom jeweils eigenen Lehrer an der jeweils eigenen Schule ausgewertet, die zweite dagegen absolut anonym durch eine Kommission. Nur bei der Schulprüfung ist dem Prüfer mithin bekannt, wen er prüft: Mädchen oder Junge. Und siehe da. Die Noten fallen plötzlich ganz anders aus.
Zunächst einmal schnitten alle Beteiligten im Schnitt besser ab, wenn sie vom eigenen Lehrer geprüft wurden. Allerdings: Die Mädchen schnitten hier generell besser ab, wie Lavy herausfand. Es gebe einen klar negativen Zusammenhang zwischen der Eigenschaft, männlich zu sein und den Chancen auf Notenverbesserung durch den eigenen Lehrer, sagt Lavy.
Bei anonymer Prüfung hingegen fiel auf einer Punkteskala von Null bis Hundert der Notensprung für Jungen im Schnitt zwei bis sechs Punkte besser aus als für die Mädchen. Auch in Englisch schnitten die Jungen im anonymen Test besser ab – bei der Prüfung durch die jeweils eigenen Lehrer war der Vorsprung plötzlich weg. (Quelle: „Do Gender Stereotypes Reduce Girls‘ Human Capital Outcomes? Evidence from a Natural Experiment“, Victor Lavy, NBER Working Paper Nr. 10.678, August 2004.)

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7. Bücher

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Titel einiger von 1990 an auf dem Markt erhältlich gewesener Bücher, die sich mit dem Thema Mann auseinandersetzen:

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– „Männer haben keine Zukunft“,

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– „Weißbuch Frauen

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Schwarzbuch Männer: Warum wir einen neuen Geschlechtervertrag brauchen“

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– „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“,

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– „Sternzeichen Scheißkerl“,

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– „Manifest zur Vernichtung der Männer“,

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– „Der Mann. Ein Irrtum der Natur?“,

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– „Keine Zukunft für Adam“,

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– „Männerversagen“,

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– „Der blockierte Mann“,

*

– „Warum der Mann nicht lieben kann“,

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– „Sie liebt ihn, er sich auch“,

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– „Irren ist männlich“,

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– „Lieber einen Mann als gar kein Unglück“,

*

– „Das Peter-Pan-Syndrom. Männer, die nie erwachsen werden.“,

*

– „Die sieben Irrtümer der Männer. Der Mann muss zur Besinnung kommen.“,

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– „Man gewöhnt sich an alles, nur nicht an einen Mann“,

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– „Blöde Männer“, –

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-„Männer sind doof“,

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– „Männer taugen zu nichts“,

*

– „Der Mann als logische und sittliche Unmöglichkeit und als Fluch der Welt“,

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– „Die Männer sind infam, solange sie Männer sind.“,

*

– „Trau niemals einem Mann“,

*

– „Liebe, Lust und Frust. Über die Unfähigkeit der Männer, Frauen glücklich zu machen.“,

*

– „Wie ändere ich meinen Mann“,

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– „Wie erziehe ich meinen Mann. Wie sie ihn einfach umkrempeln, ohne dass er es merkt.“,

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– „Ein bisschen Männerhass steht jeder Frau“,

*

– „Warum Hunde besser als Männer sind“,

*

– „Auslaufmodell Mann. Wie das starke Geschlecht zum schwachen wurde.“,

*

– „Was tun mit nutzlosen Männern?“,

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– „Mimosen in Hosen“, –

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„Der Mann – ein emotionales Sparschwein?“,

*

– „Männer und andere Katastrophen“,

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– „Das Handbuch für Luschen: Vom Weichei zum Mann“,

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– „Männer – das schwache Geschlecht. Warum Frauen an Männern (fast) verzweifeln.“,

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– „Das schwache Geschlecht – die türkischen Männer“,

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– „Brauchen wir Männer überhaupt?“,

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und, und, und …

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8. Eigenschaften

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In Medienberichten wird oft versucht, positive Eigenschaften pauschal Frauen und negative pauschal Männern zuzuschreiben beziehungsweise man erklärt vermeintlich weibliche Eigenschaften in Bausch und Bogen zu positiven und vermeintlich männliche zu negativen. Die Auswirkungen dieses Dogmas zeigte eine Studie des Instituts für Demoskopie in Allensbach (Deutschland) aus den Neunziger Jahren. In ihr wurden Frauen und Männer befragt, welche Eigenschaften sie dem jeweils anderen Geschlecht zuschreiben. Dabei tat sich bei der Sicht von Frauen auf Männer folgender Widerspruch auf: Befragt nach den Eigenschaften von Männern im Allgemeinen, ließen die Probandinnen an der männlichen Bevölkerung, salopp formuliert, „kein gutes Haar mehr“. Als man die Frauen jedoch befragte, inwieweit all diese Eigenschaften auch auf Männer zuträfen, die sie persönlich kennen, schnitten genau diese Männer zur großen Überraschung relativ gut ab.

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9. Einkaufsverhalten von Männern

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In der Zeit der Jahrhundertwende gab es eine Reihe von Studien, in denen man das unterschiedliche Verhalten von Männern und Frauen beim Einkaufen unter die Lupe nahm. Das Ergebnis dabei war, dass Männer sich zügiger durch die Supermärkte bewegten und ihre Einkäufe schneller erledigten. Die männerfeindliche Presse jener Zeit spendete dafür jedoch kein Lob, sondern man versuchte, diese Tatsache durch zynische und gehässige Kommentare ins Lächerliche zu ziehen. Was genau jedoch an der höheren Effizienz von Männern beim Einkauf negativ war, darauf blieben sämtliche der Autoren eine Antwort schuldig.

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10. Einkommen

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Gern wird versucht, den durchschnittlich geringeren Verdienst von Frauen im Erwerbsleben als einen bewussten Akt von Frauenverachtung zu deuten. Und auch hierbei kommen wieder einige Fakten in der öffentlichen Diskussion zu dem Thema schlichtweg nicht vor. So etwa:
Das deutsche Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, laut Eigendefinition „Die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit“, schrieb in einer 2005 veröffentlichten Studie unter dem Titel „Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern in Branchen, Berufen und Betrieben“ Folgendes: „Ist die unterschiedliche Entlohnung in den Betrieben nun als Diskriminierung zu deuten? Die methodischen Ausführungen machen klar, dass wir hier keine eindeutigen Antworten geben können.“
Sogar die seinerzeitige Bundesfrauenministerin Renate Schmidt (SPD) erklärte:

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„Frauen verdienen ja nicht weniger: bei gleicher Tätigkeit, gleicher Qualifikation und gleicher Berufserfahrung wird es sehr schwer nachzuweisen sein, dass es tatsächlich in nennenswertem Umfang (von Einzelfällen abgesehen) eine ungleiche Bezahlung gibt. (…) Ansonsten ist Lohndiskriminierung auch heute schon bei uns verboten. Und jede Frau hat die besten Chancen, eine Klage zu gewinnen, wenn es eine ungleiche Bezahlung bei sonst gleichen Voraussetzungen gibt.“

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(Quelle: Renate Schmidt im Tagesschau-Chat, 3.6.2003)

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Ebenso das Statistische Bundesamt in Deutschland hat einen etwas differenzierteren Blick auf die Situation. Die Behörde vermeldete in ihrer Pressemitteilung Nr. 285 vom 13.07.2006 der Öffentlichkeit: „Aus dem geschlechterspezifischen Verdienstabstand kann nicht geschlossen werden, dass Frauen im gleichen Unternehmen für die gleiche Tätigkeit anders bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen. Die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern lassen sich vielmehr durch Unterschiede in der männlichen und weiblichen Arbeitnehmerstruktur erklären. Diese sind beispielsweise gekennzeichnet durch Unterschiede im Anforderungsniveau, der Verteilung auf besser und schlechter bezahlte Wirtschaftszweige, der Größe der Unternehmen, der Zahl der Berufsjahre, der Dauer der Betriebszugehörigkeit und des Ausbildungsniveaus.“
Männer leisten tendenziell mehr Überstunden als Frauen, wie ebenfalls aus Statistiken hervorgeht. (Stand 2006.)

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„Die Eignung und das persönliche Interesse sind ganz wichtig bei der Berufswahl. Aber man sollte auch im Auge behalten, was einmal verdient werden kann. Denn noch immer entscheiden sich vor allem junge Frauen für Berufe, in denen im Schnitt eher weniger verdient wird. (…) Die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern beginnt also bereits bei der Berufswahl. Bei der Konzentration der Mädchen auf wenige Lehrberufe mit geringen Verdienstaussichten hat sich in den vergangenen Jahren nur wenig verbessert. So waren 1997 etwa 55 Prozent der Mädchen auf die Lehrberufe Einzelhandel, Büro und Friseure konzentriert, 2007 waren es noch fast 50 Prozent. Mädchen sollten sich genau informieren, bevor sie sich endgültig für einen Lehrberuf entscheiden und dabei die Verdienstmöglichkeiten auf lange Sicht im Auge behalten. Wer unsicher ist, sollte sich beraten lassen.“
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(Quelle: Auszug aus einer Kolumne von Edith Kugi, Expertin für Lehrlingsfragen der Arbeiterkammer Wien. Veröffentlicht in „AK FÜR SIE“ 11/08.)

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Ein nicht zu unterschätzender Einflussfaktor sind auch die Tarifverträge.
Ebenfalls mit eine Rolle spielt die Neigung von Frauen zum Ergreifen „brotloser“ Studienrichtungen.
Und was überhaupt bei dem ganzen Punkt immer wieder gern vergessen wird: Für die Mehrheit aller Berufstätigen ist der Job nicht „Selbstverwirklichung“ und „Karriere“, sondern tägliche Mühsal.

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11.

Rassismus bei den Kritikern

Empfindlichkeit“ von Männern

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11.1. Das Klischee vom ach so wehleidigen Mann

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Die Medien veröffentlichen gelegentlich in einem vulgär-aggressiven Schreibstil abgefasste Beiträge über eine angeblich typisch männliche Wehleidigkeit bei körperlichen Beschwerden.

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11.2. Die wissenschaftlichen Gegenbeweise

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Einige nur wenig bekannte Fakten zu dem Thema:
Doktor Andrew Moore von der Pain Relief Unit in Oxford verweist auf eine Studie, bei der durch Druck auf die Achillessehne das Schmerzempfinden von 41.000 Menschen getestet wurde. Ergebnis: Frauen brachen die Tortur früher ab.

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Ärzte der kolumbianischen Universität Bogotá untersuchten an 423 Frauen und 277 Männern das subjektive Schmerzempfinden. Alle hatten eine schwere Bauchoperation hinter sich, die Schmerzen wurden mit Morphinen behandelt. Trotz ihres geringeren Körpergewichts benötigten die Frauen im Durchschnitt 30 Prozent mehr von dem Medikament als die Männer, um eine Linderung des Schmerzgefühls zu erreichen.

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Amerikanische Forscher fanden in Versuchen mit Mäusen einmal ein Protein, das bei männlichen Tieren für eine erhöhte Schmerztoleranz sorgt. Wurde dieses Protein blockiert, waren die Mäuseriche genauso schmerzempfindlich wie die Weibchen.

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Der Schmerzforscher und Professor für Physiologische Psychologie Prof. Lautenbacher von der Universität Bamberg kam in seinen Forschungen ebenfalls zu völlig anderen Ergebnissen.

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Die Website www.geschlechterstudien.de berichtet:

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– Die Verteilung der Schmerzrezeptoren führt beim Mann zu einer erhöhten Schmerztoleranz.

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– Das Hormon Testosteron führt beim Mann zu einer erhöhten Schmerztoleranz.

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– Bestimmte Eiweißstoffe führen beim Mann zu einer erhöhten Schmerztoleranz.

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– Männer verarbeiten Schmerzen im rationalen Bereich des Gehirns – sie gehen mit Schmerz pragmatischer um. Damit ist gewährleistet, dass Männer auch körperlich gleich stark empfundene Schmerzen auf geistig-psychischer Ebene besser aushalten können.

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– Frauen verarbeiten Schmerzen im emotionalen Bereich des Gehirns – Schmerz verursacht so schneller Angst und Stress. Diese Emotionen führen insbesondere bei Frauen (!) zu einem gesteigerten Schmerzempfinden.
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Die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) schrieb in einer Presseaussendung: „Frauen sind generell schmerzempfindlicher als Männer: Ihre Schmerz- und Toleranzschwelle ist niedriger und sie leiden häufiger unter chronischen oder wiederkehrenden Schmerzen als Männer.“

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Auf der Websitehttp://science.orf.at fand sich einmal die folgende Textpassage:

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„Schmerz: Frauen reagieren schneller und heftiger. Frauen reagieren schneller und heftiger auf Schmerz als Männer. Ein entscheidender Grund für das unterschiedliche Empfinden liegt nach Auskunft von US-Forschern im Eiweißstoff GIRK2.“

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Die Website http://science.orf.at berichtete am 8. Juli 2005:

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„Frauen fühlen Schmerzen intensiver als Männer. Forschern zufolge klagen Frauen nicht nur während ihres Lebens mehr über Schmerzen, sondern sie empfinden diese auch häufiger, dauerhafter und an mehr Körperteilen. (…) Frauen dagegen konzentrieren sich (…) stärker auf die emotionalen Aspekte von Schmerzen. Weil diese Gefühle besonders negativ wahrgenommen würden, verstärke die Strategie das Schmerzempfinden, vermutet der Psychologe.“

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Auch Wissenschaftler am Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Uni Mainz stellten in Experimenten um das Jahr 2005 herum eine geringere Schmerztoleranz von Frauen gegenüber Männern fest.

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Das Hamburger „Abendblatt“ schrieb in seiner Ausgabe vom 10. Dezember 2007: „Frauen leiden im Alltag wesentlich häufiger unter schlimmen Schmerzen und sie erleben diese intensiver als Männer. (…) Professor Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik in Kiel: ‚Testosteron scheint die Schmerzempfindlichkeit zu reduzieren, während das weibliche Hormon Östrogen sie steigen lässt.‘ Der Nachweis gelang den Forschern, als im Rahmen von Geschlechtsumwandlungen Frauen sich mit dem männlichen Sexualhormon Testosteron behandeln ließen. Sie gaben zu Protokoll, dass sie

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– seit sie zum Mann geworden waren – weniger Schmerzen hätten. (…) Auch die Wahrnehmung von Schmerzen läuft bei Männern und Frauen unterschiedlich ab und aktiviert jeweils andere Hirnregionen. Das verblüffende Ergebnis:

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‚Das weibliche Gehirn färbt Schmerzen mit mehr Gefühl‘, sagt Göbel.“

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11.3. Resümee

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Generell scheint es sich beim Klischee vom „wehleidigen Mann“ um eine so genannte sich selbst erfüllende Prophezeiung zu handeln, deren Entstehung auf folgende Weise zu erklären sein dürfte: Männern wird schlichtweg generell ein geringeres Recht „zu klagen“ eingeräumt als Frauen. Eine Einstellung, welche unter anderem durch das Sprichwort „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ zum Ausdruck gebracht wird. Frauen wird bei Klagen oftmals sofort und automatisch ein Opferstatus zugebilligt, Männern nicht. Männer gelten in einer Situation schnell als „Weichei“, „Waschlappen“ oder „Niete“. Als verstärkender Faktor, als Katalysator, kam dann noch eine Medienlandschaft hinzu, welche jedes noch so abstruse männerfeindliche Klischee dankbar aufgreift. Diese wurde nicht müde, besagtes Klischee gebetsmühlenartig zu wiederholen, bis es sich schließlich in den Köpfen der Allgemeinheit festgesetzt hatte. So nach dem Motto: „Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, bis sie als Wahrheit empfunden wird.“ Was an der Thematik außerdem noch auffällig ist: Ein gegenteiliges Klischee über Männer besagt, dass sie gefühllos wären beziehungsweise ständig nur Gefühle unterdrücken würden, umgangssprachlich als „den starken Mann heraushängen lassen“ bezeichnet. Je nach „Bedarf“ wird entweder das eine oder das andere Vorurteil ausgegraben.

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Zu teil 1:
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http://www.auxiliaris.org/mannerhassbuch/1-teil-das-mannerhassbuch-arten-von-mannerfeindlichkeit-beruf-beschneidung/
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Zu Teil 3:
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http://www.auxiliaris.org/mannerhassbuch/3-mannerhassbuch-gefuhle-geld-geschlechtsunterricht-gewalt-gegen-frauen-gewalt-gegen-manner-korperliche-gewalt-gegen-manner-als-lachnummer-erzeuger/
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Zu Teil 4:
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http://www.auxiliaris.org/mannerhassbuch/4-mannerhassbuch-journalismus-2/
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Zu Teil 5:
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http://www.auxiliaris.org/mannerhassbuch/5-mannerhassbuch-teil-2-journalismus-der-hass-auf-uns-kerle-und-seine-in-vieler-hinsicht-gewinnbringende-aufrechterhaltung-durch-die-medien/

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