17.Mai "F eier(tanz)- tag" der Schwulen und International Day Against Homophobia

 

 

Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich vom 15.05.1871

Besonderer Teil

Dreizehnter Abschnitt. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

§175 RStGB:

Die widernatürliche Unzucht, welche zwischen Personen männlichen Geschlechts oder von Menschen mit Tieren begangen wird, ist mit Gefängnis zu bestrafen; auch kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden.

 

28.06.1935

§ 175 StGB

            
(1) Ein Mann, der mit einem anderen Mann Unzucht treibt oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen läßt, wird mit Gefängnis bestraft.
            

(2) Bei einem Beteiligten, der zur Zeit der Tat noch nicht einundzwanzig Jahre alt war, kann das Gericht in besonders leichten Fällen von Strafe absehen.

 

Eine Liebe stärker als der Krieg:

§ 175 a StGB

Mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren, bei mildernden Umständen mit Gefängnis nicht unter drei Monaten wird bestraft:

            
1. ein Mann, der einen anderen Mann mit Gewalt oder durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben nötigt, mit ihm Unzucht zu treiben oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen zu lassen;
            
2. ein Mann, der einen anderen Mann unter Mißbrauch einer durch ein Dienst-, Arbeits- oder Unterordnungsverhältnis begründeten Abhängigkeit bestimmt, mit ihm Unzucht zu treiben oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen zu lassen;
            
3. ein Mann über einundzwanzig Jahren, der eine männliche Person unter einundzwanzig Jahren verführt, mit ihm Unzucht zu treiben oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen zu lassen;
            
4. ein Mann, der gewerbsmäßig mit Männern Unzucht treibt oder von Männern sich zur Unzucht mißbrauchen läßt oder sich dazu anbietet.

 

 

 

25.06.1973

 § 175 StGB: Homosexuelle Handlungen

            
(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren wird bestraft

                
1. ein Mann über achtzehn Jahre, der mit einem aderen Mann unter einundzwanzig Jahren Unzucht treibt oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen läßt,
                
2. ein Mann, der einen anderen Mann unter Mißbrauch einer durch ein Dienst-, Arbeits- oder Unterordnungsverhältnis begründeten Abhängigkeit bestimmt, mit ihm Unzucht zu treiben oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen zu lassen,
                
3. ein Mann, der gewerbsmäßig mit Männern Unzucht treibt oder von Männern sich zur Unzucht mißbrauchen läßt oder sich dazu anbietet.

            
(2) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 2 ist der Versuch strafbar.
           
3) Bei einem Beteiligten, der zur Zeit der Tat noch nicht einundzwanzig Jahre alt war, kann das Gericht von einer Strafe absehen.

       
 § 175b wird aufgehoben.-

Bis 1969 bestrafte er auch die „widernatürliche Unzucht mit Tieren“ (ab 1935 nach § 175b ausgelagert). Insgesamt wurden etwa 140.000 Männer nach den verschiedenen Fassungen des § 175 verurteilt. 1935 verschärften die Nationalsozialisten den § 175, unter anderem durch Anhebung der Höchststrafe von sechs Monaten auf fünf Jahre Gefängnis. Darüber hinaus wurde der Tatbestand von beischlafähnlichen auf sämtliche „unzüchtigen“ Handlungen ausgeweitet. Der neu eingefügte § 175a bestimmte für „erschwerte Fälle“ zwischen einem Jahr und zehn Jahren Zuchthaus.

 

Beschluss vom 02.Oktober

Absatz 1 Nummer 1 des Strafgesetzbuches in der Fassung des Ersten Gesetzes zur Reform des Strafrechts (1. StrRG) vom 25. Juni 1969 (Bundesgesetzbl. 1 S. 645) ist jedenfalls insoweit mit dem Grundgesetz vereinbar, als danach ein Mann über achtzehn Jahre, der mit einem Mann unter achtzehn Jahren Unzucht treibt oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen läßt, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft wird.

 

Schwule werden schlimmer als je zuvor beleidigt, verbal und körperlich angegriffen.

Wir wollen doch alle nur eines.. leben und lieben, geliebt werden..Wider seiner Natur kann kein Mensch leben..

Ich wehre mich gegen Diskiminierung.

Aber nur im Dialog können wir Homosexuellen für mehr Toleranz und Akzeptanz kämpfen..

aber der Kampf lohnt…

Wir kämpfen um Liebe..

es gibt nichts  Größeres,

nichts Aufrichtigeres und

Stärkeres als die Liebe!

 

 

23.11.1973

§ 175 StGB: Homosexuelle Handlungen

(1) Ein Mann über achtzehn Jahren, der sexuelle Handlungen an einem Mann unter 18 Jahren vornimmt oder von einem Mann unter 18 Jahren an sich vornehmen lässt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

            
(2) Das Gericht kann von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen, wenn

                
1. der Täter zur Zeit der Tat noch nicht einundzwanzig Jahre alt war oder
                
2. bei Berücksichtigung des Verhaltens desjenigen, gegen den die Tat sich richtet, das Unrecht der Tat gering ist.

 

 

10.03.1994

 

 

§ 175 StGB: Homosexuelle Handlungen wird aufgehoben.

 

H O M E: http://www.auxiliaris.org/

 

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