1.Teil Das Männerhassbuch: Arten von Männerfeindlichkeit / Beruf / Beschneidung

(eingestellt:ohmannohjens)

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Quellennachweis:

http://www.wgvdlcom/info-feminismuskritiken/mänerhassbuch htm#T_

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Das Männerhassbuch

von

Christoph Altrogge

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V1.1

Lexikalische Sammlung von Richtigstellungen
populärer Vorurteile über Männer

Stand 26.12.2008

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Vorwort

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1.      Auseinanderdividieren

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1.1.   In Wahrheit nur ein Hirngespinst von Männerhassern

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1.2.  Ein bisschen mehr Sachlichkeit bitte

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1.3.  Dasselbe Klischee in Bezug auf Frauen absolut tabu

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2.      Ausweichargumente

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2.1.   Frauen geht es ja noch viiiel schlechter …

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2.2.   Der Trick mit den Einzelfällen

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3. Beruf

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3.1. Arbeitslosenquote Mann – Frau

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3.2. Berufsrückkehrerunterstützung

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3.3. Gleichstellungsbeauftragte

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3.4. Gefährliche Berufe

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3.5. Geschlechtsuntypische Berufe

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3.6. Angebliches „Aussterben“ typisch männlicher Berufe

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4. Beschneidung

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4.1. Allgemeines

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4.2. Massenverstümmelungen männlicher Kinder

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4.3. Ein Gefühl falscher Sicherheit

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4.4. Zweifelhafte Effektivität der Methode

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4.5. Die verschwiegenen Gefahren

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4.6. Fehlende Seriosität bei Beschneidung fördernden Institutionen

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4.7. „Knallharte“ wirtschaftliche Interessen als wahrer Grund?

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Vorwort

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„Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, bis sie als Wahrheit empfunden wird.“ An dieses alte Sprichwort fühlt man sich zwangsläufig oft erinnert, wenn man sich die zahlreichen männerfeindlichen Klischees so durchliest, die von den Medien in westlichen Ländern „gebetsmühlenartig“ immer wieder „heruntergeleiert“ werden.
Es gibt unbestritten eine ganze Reihe von männlichen Eigenschaften, die zu kritisieren angebracht ist. Etliche männerkritische Beiträge in Printmedien, Rundfunk, Fernsehen und Internet jedoch sind an Unsachlichkeit nicht mehr zu überbieten beziehungsweise sind teilweise nichts weiter als unreflektierter Männerhass.

Die Verbreiter männerfeindlicher Klischees in Fernsehen, Rundfunk, Printmedien und Internet arbeiten in ihrer Rhetorik oftmals äußerst perfid. Sie verwenden eine Vielzahl von Schein-, Ausweich- und „Totschlagargumenten“, werden oftmals auch persönlich untergriffig und ausfällig wenn jemand ihre „Glaubensdogmen“ in Frage stellt, sodass eine sachliche Auseinandersetzung zu dem jeweiligen Thema von vornherein unmöglich ist.
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Bei Wikipedia fand sich einmal folgender Eintrag zum Thema

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„NS-Propaganda“:

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„Hitler, der die Bedeutung der Propaganda im innenpolitischen Kampf schon sehr früh erkannt hat, gab dazu einige Leitsätze heraus: Propaganda müsse vornehmlich auf das Gefühl gerichtet sein und nur sehr bedingt auf den sogenannten Verstand; sie habe volkstümlich zu sein und ihr geistiges Niveau einzustellen nach der Aufnahmefähigkeit der Beschränktesten der Zielwähler; mit wissenschaftlicher Belehrung habe Propaganda nichts zu tun, vielmehr müsse sie sich – aufgrund der begrenzten Aufnahmefähigkeit der Massen – auf nur sehr wenige Punkte beschränken.
Durch die Umsetzung dieser Punkte wurde dann auch die Propaganda zu einer Waffe ersten Ranges des NS-Apparates: Beschränkung auf wenige Schlagworte, niedriger geistiger Anspruch, Rücksichtnahme auf das gefühlsmäßige Empfinden der Massen, Vermeidung von Differenzierungen und die tausendfache Wiederholung der einfachsten Dinge.“

(Hervorhebungen im Text durch den Autor)
Dass dies nicht nur auf die NS-Zeit, sondern auch auf die meisten Medienberichte – auch von so genannten „seriösen“ Medien – zum Thema „Männer“ zutrifft, soll im Anschluss bewiesen werden. Besonders die im Text erwähnten Schlüsselbegriffe „Unwissenschaftlichkeit“, „Schlagworte“, „niedriger geistiger Anspruch“, „gefühlsmäßiges Empfinden“ und „Vermeiden von Differenzierungen“ werden dabei eine zentrale Rolle spielen.
Ich möchte kurz auf die Schwierigkeiten eingehen, mit denen ich bei den Recherchen für diese Abhandlung zu kämpfen hatte.

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Das „Einsammeln“ von männerfeindlichen Klischees war eine reine Fleißaufgabe. Diese waren in den Medien, die ich untersuchte, fast immer an einer sehr prominenten Stelle als „Aufmacher“ platziert. Ich musste mich größtenteils nicht einmal gezielt auf die Suche begeben, sondern brauchte fast nur das zu notieren, was mir bei meinem normalen, alltäglichen Medienkonsum von selbst ins Auge geriet. Soweit zur einseitig männerfeindlichen Berichterstattung.

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Im Gegensatz dazu erschien eines von Anfang an nahezu unmöglich:

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das Auffinden von seriösen, wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, welche die zuvor genannten Klischees in einem differenzierteren Licht betrachten.

Solche Forschungsergebnisse gibt es durchaus, und gar nicht mal wenige. Nur: In die allgemeinen Medien (Reportagen im Fernsehen, Zeitungen, Nachrichtenmagazine) halten diese wenig bis überhaupt nicht Einzug. Die meisten dieser Ergebnisse entdeckte ich in wissenschaftlichen Fachpublikationen, die sich an einen kleinen Kreis von Insidern richteten.
In den Medien „für die breite Masse“ hingegen stieß ich auf solche Gegenbeweise entweder durch puren Zufall oder erst durch lange, unglaublich mühevolle Suche. Wenn ich mal etwas fand, dann war die jeweilige Nachricht in der Regel als kurze Mitteilung in einem „Wust“ unzähliger anderer Nachrichten nahezu unauffindbar „versteckt“. Zusammenfassend kann man sagen: Den hierfür erforderlichen Forschungsaufwand muss man ohne Übertreibung als „gigantisch“ bezeichnen.

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Ohne deswegen eine Verschwörungstheorie aufstellen zu wollen:

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Ich finde, all dies sagt sehr viel aus über den Zustand der Medienlandschaft in westlichen Industrienationen.
Überhaupt erwiesen sich meine Forschungen als aufschlussreich und erschreckend zugleich, wobei das Erschreckende überwog. Denn wenn man die Texte männerfeindlicher Medienvertreter und sonstiger Personen der Öffentlichkeit mal Stück für Stück unter die Lupe nimmt, so fällt einem vor allem eines auf. Und zwar dass in ihnen ein sehr „kreativer“ Umgang mit der Wahrheit gepflegt wird, um es mal sehr höflich zu umschreiben. So werden nachprüfbare Fakten

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– verdrängt, – ignoriert, – reduziert (es wird nur die halbe Wahrheit gesagt),

– uminterpretiert, – verleugnet oder – es wird schlicht gelogen.

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Gleichzeitig habe ich in dieser Abhandlung noch ein zweites Thema bearbeitet, welches auf den ersten Blick scheinbar nur am Rande mit dem Thema „männerfeindliche Klischees“ zu tun, mit diesem in der Praxis jedoch immer wieder zusammenfließt. Und zwar handelt es sich dabei um die Aufzählung konkreter Alltagsdiskriminierungen von Männern.
Es wird nämlich von der politischen und gesellschaftlichen Öffentlichkeit nach wie vor geflissentlich ignoriert, dass von geschlechtsbezogenen Diskriminierungen nicht nur Frauen, sondern in einem gewissen Maß auch Männer betroffen sind. Besagtes Ignorieren geschieht ungeachtet der Tatsache, dass die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau als wesentlicher Bestandteil der politischen Kultur der westlichen Länder hervorgehoben wird.

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Nach dem Motto „Fakten statt Hassparolen“ sollen mit der folgenden lexikalischen Zusammenstellung von Beispielen aus dem täglichen Alltag vor allem drei Dinge erreicht werden:

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– Richtigstellung einiger populärer Vorurteile über Männer, – Aufzeigen von Männerdiskriminierungen im Alltag, – der Versuch der Ergründung, wie es zu den vorgenannten Situationen kam.

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Ein ganz wichtiger Punkt zum Schluss: Die Zusammenstellung erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder gar auf Wissenschaftlichkeit, sondern versteht sich in erster Linie als ein Leitfaden für Interessierte zum eigenen Weiterforschen.

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Layout-Erläuterung: Immer dann, wenn die Phrase „Hervorhebung im Text durch den Autor“ kursiv geschrieben wurde, dann war sie bereits Teil eines wörtlich übernommenen Zitats. Wenn hingegen Christoph Altrogge zum Zweck des Betonens der Wichtigkeit einer Textstelle eine Schrifthervorhebung vorgenommen hat, dann wurde der oben genannte Satz in Normalschrift verfasst.

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Teil I. Arten von Männerfeindlichkeit

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1. Auseinanderdividieren

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1.1. In Wahrheit nur ein Hirngespinst von Männerhassern
Schon die alten Römer kannten die politische Weisheit „divide et impera“, „Teile und herrsche“. Auch in Bezug auf Männer im Allgemeinen wird diese Taktik oftmals angewandt. So wird in Diskussionen zu Geschlechterthemen oft versucht, Männern einzureden, sie ließen sich ihrem sozialen Verhalten nach entweder zu hundert Prozent in die Kategorie „Macho“ oder zu hundert Prozent in die Kategorie „Softie“ einordnen. Ein Vorurteil, welches jeglicher Grundlage entbehrt und eher mit dem Männerhass des jeweiligen Verbreiters dieser Aussage zu erklären ist.

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1.2. Ein bisschen mehr Sachlichkeit bitte

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Es wird nicht bestritten, dass es Männer gibt, welche zu extremer Gewalttätigkeit und Dominanz neigen. Ebenso wenig, dass es Männer mit extremer Antriebslosigkeit und psychischer Schwäche gibt. An der Gesamtbevölkerung einer beliebigen geografisch-territorialen Einheit (zumindest im westlichen Europa), deren männliche Bevölkerung man als Untersuchungsmenge hernähme, wären beide Gruppen jedoch nur zwei zahlenmäßig geringe Extreme. Zwischen diesen beiden Polen gibt es eine nicht überschaubare Unzahl von Zwischenstufen, von Grautönen. So wie Frauen ja auch nicht nur aus hundertprozentigen Opfern bestehen, die von ihren Ehemännern zu Hause jeden Tag geschlagen und vergewaltigt werden, beziehungsweise aus Radikalfeministinnen auf der anderen Seite. Jede Frau würde sich wohl mit Fug und Recht dagegen verwahren, in nichts weiter als eine dieser beiden Klassen eingeordnet zu werden.

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1.3.   Dasselbe Klischee in Bezug auf Frauen absolut tabu

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Das Thema „unzutreffende Klischees“ wurde ja schon im letzten Absatz angeschnitten. Von der Frauenbewegung wurde oft die Anklage vorgetragen, dass Männer Frauen im Allgemeinen auf den Klischeegegensatz „Heilige oder Hure“ reduzieren würden. Mag dieses Vorurteil nun existieren oder nicht – bei Männern hingegen scheint eine mindestens ebenso unsachliche Aufspaltung in oben beschriebene Extreme gesellschaftlich akzeptiert zu sein. Und sämtliche Aussagen zu diesem Punkt können mit ruhigem Gewissen getroffen werden, ohne dafür auf soziologische Untersuchungen zurückzugreifen, da sie sich rein vom gesunden Menschenverstand und von Alltagsbeobachtungen her ableiten.

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2. Ausweichargumente

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2.1. Frauen geht es ja noch viiiel schlechter …

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Das öffentliche Aussprechen konkreter Benachteiligungen von Männern wird oftmals dadurch unterbunden, indem reflexartig auf die Lage von Frauen hingewiesen wird, denen man pauschal noch viel größere Diskriminierungen zuschreibt. In hoch entwickelten westlichen Industriegesellschaften ist dies jedoch oftmals nicht mehr in dem Ausmaß der Fall, wie es früher einmal war beziehungsweise heute in bestimmten außereuropäischen Ländern noch ist. Aber selbst wenn man davon ausginge, dass Frauen in westlichen Ländern heutzutage Männern gegenüber generell noch benachteiligt wären, hielte dieses Ausweichargument nicht stand. Auf Basis dieser „Logik“ müsste man beispielsweise Diebstahl straffrei stellen, da Diebstahl ein minder schweres Unrecht ist etwa im Vergleich zu Mord. Es lässt sich bei fast allem eine Situation finden, die noch drastischer ist. Ein gegeneinander Ausspielen hilft da nicht weiter. Man muss diese einzelnen Ungerechtigkeiten jeweils als ein Phänomen für sich betrachten und sich Schritte zu ihrer Linderung überlegen.

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2.2. Der Trick mit den Einzelfällen

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Auch ein beliebtes Ausweichargument: Kritik am Feminismus von männlicher Seite her wird gern mit der Behauptung abgeschmettert, es gäbe nicht „den“ Feminismus, sondern lediglich eine Vielzahl feministischer Strömungen. Auf diese Art lässt sich jedoch nahezu jede extreme politische Strömung klein und unbedeutend rechnen. Genauso gut könnte man argumentieren, es habe niemals „den“ Faschismus gegeben, oder „den“ Stalinismus, oder „die“ Rote-Armee-Fraktion, oder „den“ islamistischen Terror … Und was in dem Zusammenhang auch nicht vergessen werden darf: Von feministischer Seite her wird ja auch immer wieder gern ein Kollektiv namens „die Männer“ konstruiert, welches zu keinem Zeitpunkt der Geschichte bestanden hat.

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3. Beruf

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3.1. Arbeitslosenquote Mann – Frau

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Anhand des Fallbeispiel Deutschlands soll demonstriert werden, dass es seit dem Jahr 1990 eine konstante Entwicklung dahingehend gibt, dass Männer mehr von Arbeitslosigkeit betroffen sind als Frauen. Diese Tatsache wird von der Öffentlichkeit allerdings kaum zur Kenntnis genommen. Einige Fakten und Zahlen zu dem Thema:
Im Jahr 2004 lag die Arbeitslosenquote bei den Männern im Durchschnitt etwa 15 Prozent höher als bei den Frauen. In der Altersgruppe bis 25 Jahre waren Männer im August 2005 sogar um 34 Prozent häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als Frauen.
Die Arbeitslosenquote in Deutschland ist von 1991 bis 2004 bei Männern um 95 Prozent, bei Frauen um 27 Prozent gestiegen.
Im Jahr 1990 waren die Heranwachsenden beiderlei Geschlechts in Deutschland noch annähernd gleichermaßen von Arbeitslosigkeit betroffen. Seitdem klaffte die Schere jedoch immer weiter auseinander, bis im Jahr 2005 volle 40 Prozent mehr männliche als weibliche Heranwachsende erwerbslos gemeldet waren.
Trotzdem gab in diesem Zeitraum die Bundesagentur für Arbeit (Deutschland) für Frauenförderung im Arbeitsmarkt ein Vielfaches dessen aus, was sie gezielt für Männer aufwendete.
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3.2. Berufsrückkehrerunterstützung

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Es gibt zwar diverse Unterstützungsmaßnahmen für Mütter, die ins Berufsleben zurückkehren möchten, nicht jedoch für Väter in derselben Situation. (Stand 2006.)

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3.3. Gleichstellungsbeauftragte

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Alle Gleichstellungsbeauftragten sind weiblich.

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3.4. Gefährliche Berufe

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So gut wie alle Berufe mit hohem Verletzungs-, Erkrankungs- und Todesfallrisiko sind fest in Männerhand: 24 der 25 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) so bezeichneten „Todesberufe“ werden fast ausschließlich von Männern ausgeübt. Weltweit sterben der International Labor Organization (ILO) zufolge mehr Männer allein durch Industrieunfälle als durch Verkehrsunfälle, Krieg, Gewalt und AIDS zusammen. Für jeden tödlichen Berufsunfall, der einer Frau zustößt, stehen zwölf Männer, die auf diese Weise ums Leben kommen.
3.5. Geschlechtsuntypische Berufe
Politik und Medien propagieren laufend, dass Frauen männertypische Berufe ergreifen sollen, und unterstützen dies auch mit verschiedenen Maßnahmen. Jedoch gibt es umgekehrt kaum Unterstützung von Männern, welche Erziehungsberufe ergreifen wollen. Beziehungsweise geht man teilweise sogar soweit, solchen Männern Homosexualität („weiblichen“ Beruf ergreifen = kein richtiger Mann sein = homosexuell sein) oder Pädophilie zu unterstellen.

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3.6. Angebliches „Aussterben“ typisch männlicher Berufe

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In Medienberichten ist immer mal wieder die Rede davon, dass typisch männliche Berufe angeblich im Begriff wären, auszusterben. Es trifft zwar zu, dass Fabrikarbeit – früher zu einem großen Teil von Männern erledigt – mittlerweile nahezu ausschließlich auf Maschinen übertragen wurde. Und dass zur Steuerung dieser hoch entwickelten Anlagen nicht mehr Personal mit Körperkraft, sondern mit geistigem Know-how benötigt wird, welches daher unabhängig vom Geschlecht rekrutiert werden kann. Nichtsdestotrotz existiert aber nach wie vor eine Unzahl von Berufen, welche besonders schmutzig, gefährlich oder anstrengend sind und daher überwiegend von Männern ausgeübt werden. Als nur wenige Beispiele von vielen seien hier genannt: Militär, Polizei, Feuerwehr, Hochseeschifffahrt, Dienst auf Bohrinseln, Bergbau oder Tagebau, Baugewerbe, Straßenmeisterei und Autobahnmeisterei, Straßenreinigung, Möbeltransport, Forstarbeit, Müllabfuhr, Kanalarbeit … Ein „Aussterben“ oder eine Geschlechtsneutralisierung dieser Berufe kann derzeit durch keine seriöse Arbeitsmarktstatistik belegt werden. Die Aussage ist daher zum größten Teil als falsch zu bewerten. Und was in dem Zusammenhang ein geradezu eklatanter Widerspruch ist: Wie oben erwähnt – Politik und Medien propagieren laufend, dass Frauen männertypische Berufe ergreifen sollen, und unterstützen dies auch mit verschiedenen Maßnahmen. Auf der anderen Seite existiert jedoch die von den Medien lauthals verbreitete Parole, dass typisch männliche Berufe im Aussterben begriffen wären. Wenn dem so wäre, wozu dann die Maßnahmen, Frauen da hineinzubringen?

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4. Beschneidung

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4.1. Allgemeines

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Basierend auf drei Studien gaben die Weltgesundheitsorganisation WHO und UNAIDS, das HIV/Aids-Koordinierungsprogramm der Vereinten Nationen, am 28.03.2007 eine Empfehlung heraus, dass männliche Beschneidung in besonders von HIV betroffenen Regionen wie im südlichen Afrika zur Bekämpfung von AIDS eingesetzt werden soll. Dass die feministisch orientierten deutschsprachigen Medien über diese Empfehlung fast alle einseitig positiv berichteten, verwunderte einen Kenner der Medienlandschaft in diesen Ländern nicht groß weiter. Als nur ein Beispiel von sehr vielen sei hier ein Artikel von der Website des Bayerischen Rundfunks genannt, welcher von geradezu „dummdämlichem“ Männerhass und darüber hinaus frappierender Unkenntnis der Materie zeugte. Der Artikel begann mit folgenden Sätzen: „Wenn es um ihr ‚bestes Stück‘ geht, verstehen Männer keinen Spaß. Daher gehören Beschneidungen auch zu den sensiblen Themen. Was für männliche Juden und Muslime religiöse Pflicht ist, gehört hierzulande noch nicht zu den Routine-Eingriffen. Dabei können Beschneidungen aus medizinischer Sicht durchaus sinnvoll sein – und sollen sogar vor Aids schützen.“ (Anmerkung: Man schenke besonderes Augenmerk der Textstelle: “ … gehört hierzulande noch nicht zu den Routine-Eingriffen.“.) Tatsächliche Informationen mit Substanz statt einseitiger Propaganda fanden sich zu diesem Zeitpunkt lediglich bei einem privaten deutschen Internetprojekt namens „Phimose-Info Deutschland“ (www.phimose-info.de). Hier wurden Meinungen aus medizinischen Fachkreisen zusammengetragen, die in den offiziellen Medien nicht auftauchten – über die Gründe des Nichtauftauchens soll hier nicht weiter spekuliert werden – und die sich im Gegensatz zu den Mainstream-Medien überwiegend kritisch gegenüber männlicher Beschneidung äußerten. Im Anschluss ein paar Zitate aus dem äußerst umfangreichen Material auf dieser Website:

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4.2. Massenverstümmelungen männlicher Kinder

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Phimose-info.de berichtete dazu:

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„Wer glaubt, dass nur Erwachsene Ziel der Kampagne sein werden, gibt sich jedoch naiven Illusionen hin. Weder die Autoren der Studien, noch andere Befürworter von Beschneidung gegen AIDS oder die großen humanitären Organisationen äußern irgendwelche Bedenken oder Vorbehalte in Bezug auf Beschneidung von Kindern und Säuglingen. Ganz im Gegenteil, in vielen Fällen wird sie als Option genannt, ausdrücklich befürwortet oder sogar offen gefordert. Dafür werden zum Teil durchaus logisch erscheinende Argumente vorgebracht, die Zweifler Uninformierte leicht überzeugen können, dass Beschneidung von Kindern eine rundum gute Idee ist. Doch Beschneidung von Kindern als AIDS-Prophylaxe ist von Grund auf unlogisch, denn es werden noch Jahre vergehen, bis sie überhaupt einem Risiko ausgesetzt sind, sich durch Geschlechtsverkehr mit HIV zu infizieren. Bis dahin wird möglicherweise ein Impfstoff zur Verfügung stehen. Außerdem kann von keinem Jungen vorhergesagt werden, ob er sich später einmal einem Infektionsrisiko aussetzt. Wer Massenbeschneidung afrikanischer Jungen fordert, unterstellt, dass sie alle zu verantwortungslosen, ungebildeten, Frauen verachtenden und wild in der Gegend herum schlafenden Männern heranwachsen. Eine Diskriminierung, die an Rassismus grenzt. Dazu kommt das bioethische Problem, dass ohne medizinische Notwendigkeit ein normaler, gesunder, funktionaler und wertvoller Körperteil von einem Patienten amputiert wird, der seine Meinung dazu nicht äußern kann, dessen Meinung ignoriert wird oder dessen ‚Zustimmung‘ als ungültig angesehen werden muss, weil er schlicht zu unreif ist, um die Tragweite des Eingriffes einzuschätzen. Vorbeugende Beschneidung ist nicht zu vergleichen mit einer Behandlung oder Operation, die zur Wiederherstellung der Gesundheit eines Kindes notwendig ist und der die Eltern als rechtliche Vertreter des Kindes zustimmen können. Und sie ist auch nicht zu vergleichen mit einer Impfung gegen eine Krankheit, die im Kindesalter auftreten kann. Beschneidung von Säuglingen nach US-amerikanischer Art ist ’schnell, einfach und billig‘ (und damit für Afrika sehr attraktiv), weil den Kindern dabei Bedingungen zugemutet werden, die kein erwachsener Mann tolerieren würde: Sie erhalten häufig keinerlei Betäubung für die äußerst schmerzhafte Operation und auch postoperativ keine Schmerzmittel. Auch auf das optische Ergebnis oder eine ausreichende Hautreserve für Wachstum und Erektionen wird kaum Wert gelegt. Säuglinge/Kinder sind anfälliger für Beschneidungskomplikationen. Beschneidung von kleinen Kindern ist invasiver als die von Erwachsenen, weil durch das Abreißen der noch mit der Eichel verklebten inneren Vorhaut eine größere Wunde entsteht. Zudem muss die Wunde in der Windel abheilen. Ein kleiner Ausrutscher des Skalpells hat bei einem winzigen Säuglingspenis schnell verheerende Konsequenzen. Säuglinge verkraften nur einen sehr geringen Blutverlust. Auch das Immunsystem von Kindern ist noch nicht ausgereift, was sie anfälliger für Infektionen macht. Besonders kritisch ist das, wenn die Kinder ohnehin mangelernährt und von Krankheiten geschwächt sind. Selbst in modernen nordamerikanischen Kliniken sterben immer wieder Säuglinge nach ‚routinemäßiger Säuglingsbeschneidung‘ (der letzte bekannt gewordene Fall ist hier dokumentiert) oder werden bis zur sexuellen Funktionsunfähigkeit verstümmelt. Es gibt keine zuverlässigen Angaben zu den Komplikationsraten, da darüber keine Statistik geführt wird. Schätzungen bewegen sich zwischen 0,2 und 10 %. Die Behauptung, dass Säuglingsbeschneidung sicherer sei als die von Erwachsenen, entbehrt daher einer soliden statistischen Grundlage. Unter afrikanischen Bedingungen – ohne optimale Hygiene und mit nur eingeschränkter Notfall- und Intensivversorgung bei Komplikationen – wird die Komplikations- und Todesrate ein Vielfaches der nordamerikanischen Zahlen betragen. Männliche Säuglinge und Kinder werden also sterben oder schwer verstümmelt werden für einen ‚Schutz‘, den sie (noch?) nicht benötigen. Dennoch stützt sogar das Kinderhilfswerk UNICEF Beschneidung männlicher Kinder in Afrika.“

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4.3. Ein Gefühl falscher Sicherheit
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Phimose-info.de berichtete dazu:
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„Bereits wenige Tage nach der Bekanntgabe der Empfehlung meldete sich die Fachberaterin des brasilianischen Gesundheitsministeriums, Mariangela Simao, zu Wort: Brasilien werde nicht damit anfangen, auf Basis von irreführenden Informationen Beschneidung zu praktizieren: ‚Ich finde die Empfehlung der WHO und des U.N. HIV/AIDS-Programmes etwas überraschend und sogar beängstigend.‘
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– 13 –

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Der Vorschlag sende eine Botschaft von ‚falscher Sicherheit‘, weil Männer denken könnt sie, wenn sie beschnitten sind, gefahrlos Sex ohne Kondome haben können, was ‚falsch ist‘.“
„Der namibische HIV/AIDS-Amtsarzt Dr. Joseph Matare wies bereits Anfang 2007, kurz nach Veröffentlichung der Studien: ‚Wenn Sie Beschneidung als Schutz vor HIV ernsthaft in Betracht ziehen sollten, lege ich Ihnen wärmstens ans Herz, Ihr unverantwortliches und riskantes Sexualverhalten zu beschneiden. Dafür muss sich niemand ‚unters Messer legen‘.'“

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4.4. Zweifelhafte Effektivität der Methode

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Phimose-info.de berichtete dazu:

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„Aus therapeutischen Gründen zu beschneiden, obwohl die medizinische Forschung bewiesen hat, dass andere Methoden zumindest genauso effektiv und weniger invasiv sind, wäre unethisch und unangemessen. British Medical Association 2006.“

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„Mail & Guardian Online interviewte am 18.5.2007 zwei Wissenschaftler der Universität Kapstadt: Die Wissenschaftler bezeichneten die Beweislage als ‚ziemlich bescheiden‘. (…) ‚Der derzeitige Eifer und naive Enthusiasmus bei der Förderung von Beschneidung als AIDS-Schutz zeugt von fehlendem Verständnis für den zu erwartenden eingeschränkten Nutzen der Beschneidung.‘ In Eastern Cape, wo die meisten Männer beschnitten seien, sei die HIV-Infektionsrate nicht signifikant geringer als in KwaZulu-Natal, wo die meisten es nicht seien. (…) Eine Studie in Tansania habe herausgefunden, dass weibliche Beschneidung die Übertragung von HIV verringere. (…) ‚Dass diese Fakten heruntergespielt werden, spiegelt die kulturellen Einstellungen des Westens auf eindrucksvolle Weise wieder. Wir haben bereits entschieden, dass weibliche Beschneidung eine abstoßende Menschenrechtsverletzung ist und so kämen wir nicht im Traum auf die Idee, sie als HIV-Schutzmaßnahme zu verwenden. Ähnliche Argumente gelten für Brustamputationen bei jungen Mädchen, obwohl dies effektiv späteren Brustkrebs verhindern würde. Der Unterschied zu männlicher Beschneidung ist, dass sie im Westen und in anderen Teilen der Welt immer noch toleriert wird, was sie politisch akzeptabel macht.'“

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„Medical News Today berichtete am 20.6.07 von einer neuen Studie zu männlicher Beschneidung und HIV, unter dem Titel: Männliche Beschneidung als Schutzmaßnahme gegen AIDS überschätzt Die Studie habe herausgefunden, dass männliche Beschneidung im Kampf gegen die globale Pandemie AIDS sehr viel unbedeutender ist, als man zuvor dachte. Der Autor, John R. Talbott, habe in 77 Ländern der Welt statistische, empirische Untersuchungen durchgeführt und einige überraschende Ergebnisse erhalten. Er habe herausgefunden, dass die Zahl von mit AIDS infizierten Prostituierten in einem Land der Schlüssel für die Infektionsraten in der Gesamtbevölkerung ist. Die Infektionsraten bei Prostituierten seien typischerweise sehr hoch, und da sie jedes Jahr eine hohe Anzahl von Sexualpartnern hätten, fungierten sie als ein Antrieb, der die Infektionsraten in der Allgemeinbevölkerung ungewöhnlich hoch treibe. Afrika habe viel höhere Infektionsraten als der Rest der Welt, weil es dort viermal so viele Prostituierte gäbe, die vier mal so häufig mit HIV infiziert seien als in anderen Regionen der Welt. (…) Der Faktor männliche Beschneidung, der in früheren Studien als wichtig bei der Kontrolle von AIDS gesehen wurde, werde statistisch irrelevant, sobald die Anzahl von Prostituierten in einem Land berücksichtigt werde. Die muslimisch geprägten Länder in Nordafrika litten in der Tat viel weniger unter AIDS als das südliche und westliche Afrika, aber diese geringere Verbreitung gehe nicht auf die größere Anzahl von beschnittenen Männern in diesen muslimischen Gesellschaften zurück, sondern auf den Fakt, dass es im Vergleich zur Gesamtbevölkerung deutlich weniger Prostituierte gebe. John Talbott zeigt auch einen entscheidenden Fehler in einer der Studien auf, die Beschneidung

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– 14 –

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gegen HIV favorisieren: In einem häufig zitierten wissenschaftlichen Artikel habe Daniel Halperin, ein HIV-Spezialist am Harvard Center for Population and Development und einer der weltweit führenden Beschneidungsbefürworter, die Ergebnisse einzelner Ländern nach ihrer Bevölkerungszahl gewichtet. Nachdem er diese künstliche Gewichtung entfernt hatte, stellte Talbott fest, dass Beschneidung nicht länger statistisch signifikant für den Unterschied bei den AIDS-Infektionsraten war.“
„Die Vereinigten Staaten haben sowohl die höchste HIV-Infektionsrate als auch die höchste Beschneidungsrate aller Industrienationen. Im Vergleich dazu weisen die vorwiegend nicht beschnittenen Männer aus Australien, Neuseeland und den Niederlanden mit die niedrigsten HIV-Infektionsraten der Welt auf. Viele Schwellenländer, wie Indien, Thailand und Brasilien, haben AIDS erfolgreich eingedämmt, aber nicht durch Beschneidung, sondern durch aggressive Gesundheits- und Kondom-Aufklärungsprogramme. Diese Länder sind bei weitem nicht HIV-frei, doch sie haben die verheerenden Todesraten von Uganda oder Botswana vermieden. Ironischerweise könnte es sein, dass alle Argumente für vorbeugende Beschneidung auf einem fundamentalen diagnostischen Fehler beruhen. Wissenschaftliche Daten zeigen, dass die Beschneidung Erwachsener einen deutlichen Verlust in sexueller Lust und erektiler Funktion verursacht.“

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4.5. Die verschwiegenen Gefahren

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Phimose-info.de berichtete dazu:

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„In Kanada ist wieder einmal ein Säugling nach seiner ‚routinemäßigen‘ Beschneidung gestorben. Bei der folgenden Untersuchung wurde festgestellt, dass die Komplikationsraten der Operation deutlich unterschätzt werden. Wie um alles in der Welt sollen in Afrika für Millionen von Babys ’sichere‘ Beschneidungen garantiert werden, wenn das noch nicht einmal in einer der hoch entwickeltsten Nationen wie Kanada zu schaffen ist?“
Und über die Situation in Uganda hieß es: „Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass viele lokale ‚Chirurgen‘, die in den Gemeinschaften Beschneidungen durchführen, genauso ahnungslos seien. Auf diese ‚Chirurgen‘ müssten jedoch viele Bürger zurückgreifen, weil Beschneidungen in Kliniken zu teuer seien. Der Leiter des Kibuli Krankenhauses Dr. Mahmoud El-Gazar sagte, dass sie viele Fälle von missglückten Beschneidungen aufgrund von ungeübten Operateuren oder unhygienischen Bedingungen behandeln müssten.“

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4.6. Fehlende Seriosität bei Beschneidung fördernden Institutionen
Phimose-info.de berichtete über die Seriosität von Studien der WHO Ende April 2007 folgendes:

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„Dr. Tikki Pang von der WHO kommentierte, dass Zeitdruck und das Fehlen von Informationen und Geld die Arbeit der WHO beeinträchtigten.“

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4.7. „Knallharte“ wirtschaftliche Interessen als wahrer Grund?

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Phimose-info.de berichtete dazu:

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Warum gerade Säuglinge? – die ‚Vorhauternte

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Es gibt Gründe, warum Beschneidung allgemein und Säuglingsbeschneidung im Besonderen so gepusht wird. Aus dem Vorhautgewebe von Babys werden drei Arten von Zellen – Fibroblasten, Melanozyten und Keratinozyten – gewonnen. Diese Produkte werden als Zellkulturen unter anderem für Experimente zur Karzinogenität von Substanzen und zum tierversuchsfreien Testen von Kosmetika verwendet. Oder sie werden zu Spezialverbänden für großflächige Wunden wie Geschwüre und Verbrennungen verarbeitet. Neben der Forschung und Medizin schlägt auch die Eitelkeit zu: Sowohl Antifaltencremes als auch Kollagen zum Aufspritzen von Falten und Lippen werden daraus hergestellt. Babyvorhäute sind deswegen so begehrt, weil ihr Gewebe reproduktionsfreudiger ist als das von Erwachsenen und weil es mit großer Sicherheit frei von Krankheitserregern ist.“

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„Die USA mit ihrer starken Beschneidungslobby haben einen großen finanziellen Einfluss auf UN und WHO, und der politische Einfluss dürfte noch größer sein. UNICEF ist schon nach der Veröffentlichung der ersten Studie, als der offizielle Standpunkt von UNAIDS noch war, dass Beschneidung gegen HIV wie ‚Russisches Roulette mit 2 statt 3 Kugeln im Revolver‘ ist, ins Beschneidungsgeschäft eingestiegen.“

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Zu Teil 2:
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http://www.auxiliaris.org/mannerhassbuch/2-teil-mannerhassbuch-beziehung-abtreibung-empfindlichkeit-von-mannern/
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Zu Teil 3:
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http://www.auxiliaris.org/mannerhassbuch/3-mannerhassbuch-gefuhle-geld-geschlechtsunterricht-gewalt-gegen-frauen-gewalt-gegen-manner-korperliche-gewalt-gegen-manner-als-lachnummer-erzeuger/
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Zu Teil 4:
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http://www.auxiliaris.org/mannerhassbuch/4-mannerhassbuch-journalismus-2/
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Zu Teil 5:
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http://www.auxiliaris.org/mannerhassbuch/5-mannerhassbuch-teil-2-journalismus-der-hass-auf-uns-kerle-und-seine-in-vieler-hinsicht-gewinnbringende-aufrechterhaltung-durch-die-medien/

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