1.man/n sollte in Zukunft doch als Mensch auf die Welt kommen- als Frau!!!!

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 Quellennachweis: http://www.welt.de/die-welt/regionales/hamburg/article9494259/Angebliche-Vergewaltiger-sitzen-unschuldig-im-Gefaengnis.html

 

Die Welt: 09.09.10

Angebliche Vergewaltiger sitzen unschuldig im Gefängnis

* Freisprüche für zwei Männer in neuem Verfahren – "Opfer" offenbar psychisch krank – Staatsanwälte hielten Aussage zurück *

Von Peer Körner

Die Männer aus Garbsen waren im Mai 2004 vom Landgericht Hannover verurteilt worden. Der Vater hat seine Strafe mittlerweile verbüßt. Er war vom Landgericht Hannover zu fünf Jahren und acht Monaten verurteilt worden. * Der Bundesgerichtshof reduzierte die Strafe später geringfügig.

 Ein Freund der Familie war zu zwölf Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof verwarf später in seinem Fall eine Revision. "Dafür habe ich zehn Jahre gekämpft", sagte der 45-Jährige nach dem Freispruch am Mittwoch. Die Anwältin der jungen Frau wollte nach dem Prozess nicht sagen, ob sie Revision einlegt. * Der Vorsitzende Richter Axel Knaack sprach von einem "Verfahren mit letztlich verheerender Bilanz, in dem es nur Verlierer gibt." Die Angeklagten seien durch die Hölle gegangen. In Hannover hätte ein Freispruch erfolgen müssen: "Nach heutigem Kenntnisstand hätte nicht einmal Anklage erhoben werden dürfen", sagte Knaack in der Urteilsbegründung.

 Zu den Opfern gehöre außer der vermutlich psychisch kranken Jennifer jedoch auch das "Netz wohlmeinender Menschen" um sie herum, darunter eine Englischlehrerin und die Mitarbeiterin einer Beratungsstelle in Hannover für junge Frauen als Opfer sexuellen Missbrauchs. Jennifer war nicht vor Gericht erschienen. Sie berief sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht, auch weil gegen sie ein Verfahren wegen Falschaussage laufe. Kurz vor Ende des Verfahrens hatte ihre Anwältin noch ein angebliches ärztliches Attest eingereicht, das dem vermeintlichen Opfer eine Krebserkrankung im Jahr 2005 bescheinigen sollte. Das Schreiben erwies sich als Fälschung. Die Gutachter sahen sich dadurch in ihrer Einschätzung bestätigt, die junge Frau leide unter einer psychischen Störung.

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Die heute 25 Jahre alte Frau hatte einige Monate nach dem Urteil des Landgerichts Hannover ausgesagt, sie sei seit ihrem achten Lebensjahr das Opfer eines Mädchenhändlerrings gewesen. Auch habe sie mit ansehen müssen, wie ein Baby getötet wurde. "Die Staatsanwaltschaft Hannover hat die Aussage vom 15. September 2004 jahrelang gesetzeswidrig verschwiegen", sagte der Hamburger Verteidiger Johann Schwenn zu Prozessbeginn. Er kritisierte während des Verfahrens die Arbeit der Staatsanwaltschaft in Hannover und sprach von "Rechtsbeugung". Die Verteidigung konnte nach Einschätzung des Gerichts massive Fehler in den Gutachten des ersten Prozesses nachweisen. Jennifer war für Schwenn durch "hochsuggestives Befragen" in der Einrichtung für Opfer sexueller Gewalt mit ihren Aussagen immer weiter nach vorne gedrängt worden. Ihr sei damals alles geglaubt worden, obwohl sie bereits an einer psychischen Störung, dem sogenannten Borderline-Syndrom, gelitten habe oder auf dem Weg dorthin gewesen sei. * *

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